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Es ist natürlich absurd anmutend wie man dann auf getroffene Vereinbarungen sich beruft wenn es einem gerade passt. Grundsätzlich würde ich die Forderung nach operativen Anpassungen a den Forderungen, aufgrund der neuen geopolitischen Realitäten, als begründet ansehen, jedoch nicht die Forderung nach 80% Anteil am NGF.
Ersteres lässt sich durch zwei unterschiedliche Flugzeugen regeln, letzteres ist schlicht nicht hinnehmbar.
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(19.02.2026, 13:24)Gecktron schrieb: Reuters hat schon mehrfach von so einer Bestellung berichtet, und mehrfach hat das Verteidigungsministerium dementiert. Ich denke Zweifel sind zumindest angebracht. Mehr F-35 halte ich generell nicht für abwegig, aber überbewerten würde ich die Meldung auch nicht.
Mehr macht schon Sinn… aber maximal 15-25 weitere F35 und lieber nochmal 15 Eurofighter ECR mehr…
dann hat man Zeit Business die 2040er
und die Holländer haben ja schon den Plan die F35 zu jailbreaken :-P
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Solange LTE beim Eurofighter nicht fertig entwickelt wurde, wird man auf weitere Bestellungen noch länger warten. Mehr F-35 scheint mir ein Notfallplan zu sein, falls FCAS abgebrochen wird, daher nicht verwunderlich, dass man hier erstmal noch dementiert.
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Zumal aber für mich der Zusammenhang mit dem NGF etwas konstruiert erscheint. Der wird ja nicht entwickelt, weil wir zu wenig Jagdbomber haben und hätte darauf auch keinen direkten Einfluss. Diese Lücke wird ja eher noch durch die CCA- bzw. Loyal-Wingman-Entwicklung adressiert, die unabhängig vom NGF und auch in Verbindung mit dem EF LTE voran gebracht wird.
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(19.02.2026, 13:24)Gecktron schrieb: Reuters hat schon mehrfach von so einer Bestellung berichtet, und mehrfach hat das Verteidigungsministerium dementiert. Ich denke Zweifel sind zumindest angebracht. Mehr F-35 halte ich generell nicht für abwegig, aber überbewerten würde ich die Meldung auch nicht.
Die Verbindung zu FCAS ist meines Erachtens nicht das Thema. Die Luftwaffe braucht Kampfflugzeuge. Der EF kann nur in der leichten bis mittleren Jagdbomberrolle eingesetzt werden und ist ein Flugzeug der 4. Generation.
Für mich wäre es ehrlich gesagt erstaunlich, wenn die Luftwaffe bei nur einem Geschwader F-35 bleibt - das hat sie bisher nie gemacht bei einem Fightertyp. Mit 2xGeschwader und inklusive Schulungsbedarf würde ich final von ~80 ausgehen.
Interessant ist dann der Stückzahlbedarf an dem neu (nicht mehr mit FR) zu entwickelnden Kampfflugzeug, das dann nach der EF TR5 kommen müsste. Im Gegensatz zu Heer und Marine weiß man hier noch gar nichts.
Vor dem Fall der Mauer war die Stückzahlplanung für Tornado und EF (damals Jäger 90) bei 700 - 750. So viele werden es nicht werden, aber ich würde schon gegenüber den heute ca. 230 (140 EF und 90 Tor) eine Anhebung auf wenigstens 350 - 400 erwarten. Wenn man davon ausgeht, dass TR2/3 außer Dienst gestellt werden, wären das vom neuen dann im Bereich 250 Flugzeuge.
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Belgien überdenkt seine Beteiligung am Projekt „Luftkampfsystem der Zukunft“
OPEX360 (französisch)
von Laurent Lagneau · 19. Februar 2026
...........
Spanien, das ebenfalls beteiligt ist, hat bekannt gegeben, dass es sich weiterhin „voll und ganz“ für das SCAF-Projekt engagiert... jedoch auf der Grundlage der „im Rahmenabkommen vom Juni 2019 festgelegten Grundsätze“. Genau das ist jedoch einer der Knackpunkte...
Da Belgien dem SCAF zunächst als Beobachter beigetreten war, bevor es seine Absicht bekundete, vollwertiger Partner zu werden [was von Éric Trappier, dem CEO von Dassault Aviation, scharf kritisiert wurde], reagierte es umgehend auf die Äußerungen von Herrn Merz.
„Das SCAF-Projekt ist laut dem deutschen Bundeskanzler tot [...]. Es wird keinen deutsch-französischen Kampfflugzeug der sechsten Generation geben. Belgien war Beobachter in diesem Programm. Wir werden unsere Position neu definieren”, erklärte der belgische Verteidigungsminister Theo Francken über das soziale Netzwerk X.
Zur Erinnerung: Brüssel hatte geplant, 300 Millionen Euro für die Teilnahme an Phase 2 des SCAF in diesem Jahr bereitzustellen ... bevor es seine Meinung änderte, wie der belgische Verteidigungschef [CHOD], General Frederik Vansina, bei einer parlamentarischen Anhörung im November erklärte.
„Wir haben derzeit keine Gewissheit darüber, in welche Richtung dieses Programm gehen wird. Es ist klar, dass wir der Regierung nicht vorschlagen werden, 300 Millionen in etwas zu investieren, das vielleicht nie zustande kommt“, hatte er damals erklärt.
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Nach meiner Meinung will Airbus keinen Jagdbomber entwickel sondern einen Jäger.
Das ist eigentlich das Flugzeug zur F-35 für Mittel- und Ost Europa Staaten der Nato.
2 Quellen aus # 1.518
Wie aus Industriekreisen zu vernehmen ist, steht Airbus bereit, einen Luftüberlegenheitsjäger idealerweise bis Mitte der kommenden Dekade zu entwickeln. Im Zweifelsfall sogar alleine und unter Nutzung der Luftfahrzeugbau-Expertise, die in der deutschen Industrie vorhanden ist. Ob dies auch im Sinne der Politik und Streitkräfte ist, bleibt abzuwarten.
Ein VCE-Triebwerk wird immer komplexer sein, schwerer sein und zusätzliche Herausforderungen für die Wartung mitbringen. Ein solches Triebwerk ist deshalb nur für Flugzeuge sinnvoll, die einen größeren Zeitanteil ihrer Mission im Teillastbetrieb fliegen. Wackers nennt als Beispiel längere Loiter-Phasen, in denen ein Flugzeug kreist und künftig womöglich unbemannte Systeme in die Konfliktzone steuert. Für reine Abfangjäger ist eine VCE also nicht geeignet, lt. Wackers.
Neues Zitat
https://www.augsburger-allgemeine.de/wir...-113394951
Die Zukunft des Eurofighters ist der Eurofighter
So muss jetzt die Devise gelten: Die Zukunft des Eurofighters ist ein weiterentwickelter Eurofighter. Damit ließe sich vielleicht sogar FCAS retten. Dann können die Franzosen die neuen Dassault-Flieger mit Drohnen, Satelliten und anderem Verteidigungsgerät verbinden und Deutschland verfährt ebenso mit einem Eurofighter der neuen Generation. Dieser von IG-Metall-Vize Jürgen Kerner und dem deutschen Luftfahrt-Branchenverband BDLI skizzierte Weg ist die logische Konsequenz aus der verfahrenen Lage in Frankreich.
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(20.02.2026, 17:52)Seafire schrieb: So muss jetzt die Devise gelten: Die Zukunft des Eurofighters ist ein weiterentwickelter Eurofighter. Damit ließe sich vielleicht sogar FCAS retten. Dann können die Franzosen die neuen Dassault-Flieger mit Drohnen, Satelliten und anderem Verteidigungsgerät verbinden und Deutschland verfährt ebenso mit einem Eurofighter der neuen Generation. Dieser von IG-Metall-Vize Jürgen Kerner und dem deutschen Luftfahrt-Branchenverband BDLI skizzierte Weg ist die logische Konsequenz aus der verfahrenen Lage in Frankreich.
In dem Absatz direkt danach heißt es aber:
Zitat:Deutschland kann etwa bei dem neuen Kampfflugzeug mit den Schweden und vielleicht auch den Briten zusammenarbeiten, ohne FCAS zu beerdigen. So lassen sich Tausende Eurofighter-Arbeitsplätze gerade in Süddeutschland, vor allem bei Airbus, absichern.
Dieser Lösungsweg beinhaltet also auch die Entwicklung eines neuen Jets. Den Eurofighter weiter zu entwickeln ist an sich nicht abwegig, diese Neuentwicklung ANSTATT eines neuen Jets wäre aber ein schwerer Fehler. Aber dem anscheinen nach fordert das aber auch keiner.
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Der Eurofighter kann aus meiner Sicht nicht das Modell für das neue deutsche Kampfflugzeug sein, da er ein Modell seiner Zeit, vielleicht noch für Luftkampf und SEAD/EK zu gebrauchen.
Aus meiner Sicht bringen Frankreich (ineffizientes Konsortium) und Deutschland (neue Lage, neue Anforderungen) hier lediglich Vorwände für den Ausstieg.
Daher wissen wir leider nicht, was sich die Luftwaffe genau vorstellt, was das neue Flugzeug können muss.
Wahrscheinlich mehr Reichweite und Waffenlast (geringes Gewicht der Zelle), mehr SEAD, weniger Langsamflug und Kurzstartfähigkeiten, keine Kernwaffen, kein Träger setup.
Bei Luftüberlegenheit weiss ich nicht, wo die Unterschiede liegen. Vll. keine Fleet Defence und mehr Verbund.
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(20.02.2026, 17:52)Seafire schrieb: Nach meiner Meinung will Airbus keinen Jagdbomber entwickel sondern einen Jäger.
Das ist eigentlich das Flugzeug zur F-35 für Mittel- und Ost Europa Staaten der Nato. Wenn man es mal ganz einfach runter bricht, dann ergibt das ja auch Sinn. Man führt das Prinzip der 2-Muster-Flotte vorerst fort, verwendet die F-35 als Tornado-Ersatz und beschaffte einen neuen Jäger als EF-Nachfolger.
Gegenüber der bisherigen Rollenverteilung gibt es allerdings inzwischen eine Verschiebung dadurch, dass ECR und Recce des Tornado vom EF übernommen wurden bzw. werden sollen. Außerdem hat der EF inzwischen auch eine Luft/Boden-Fähigkeit, so dass die Stückzahlen sich dementsprechend verschieben können. Dieser Trend wird sich dann zukünftig fortsetzen lassen, wenn der Luftkampfverbund der 6th Gen tatsächlich im Dienst steht und auch die verbliebenen Aufgaben übernehmen kann, die zuvor vom Tornado auf die F35 übergegangen sind.
D.h. für mich, dass "unser NGF" (wie auch immer der zustand kommt) ein Luftüberlegenheitsjäger als EF-Nachfolger sein wird, der nur solange von der F-35 ergänzt wird, bis die JaBo-Rolle komplett von den unbemannten Komponenten des Verbunds erbracht werden kann.
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Airbus hat ja davor und im Vorfeld von FCAS mal ein Konzept mit einer zwei Mann Besatzung hantiert, was ja eher ein Deep Strike Flugzeug wäre. Ich denke mal das Konzept ist durchaus aus stattgefunden Deutsch-Schwedische-Spanische Studien entstanden.
Auch müsste man mal kritisch hinterfragen inwieweit das aufgeblasene FCAS Konzept überhaupt sinnvoll ist, vor allem wenn man mal den tatsächlichen Bedarf betrachtet. Moderne Flugzeugzelle mit entsprechender Avionik, maximale Leistungssteigerung des EJ200 Triebwerkes (inklusive TVC), Weiterentwicklung des AESA Radars, wie auch die Weiterentwicklung von Arexis und man hat hier eine bemannte Komponente die weiterhin überlegen ist gegenüber allem was Russland zu bieten hat.
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Um eine zweiköpfige Besatzung wird man auch nicht herumkommen sofern ein NGF eine unbemannte Komponente verwalten soll. Ein Pilot kann nicht gleichzeitig sein Flugzeug fliegen, im Luftkampf agieren und noch Remote Carrier anweisen und ggf. micromanagen, dafür wäre die workload zu hoch. Das würde nur dann gehen wenn die unbemannte Komponente extern, bspw von einer Bodenstation, unterhalten werden würde aber das macht den Prozess natürlich komplizierter und anfälliger.
Hinsichtlich der Rollen muss man sich jetzt aber mal langsam entscheiden. Bedarf haben wir mEn ebenfalls „nur“ an einem Luftüberlegenheitsjäger/ Drohnenführer, aber damit werden wir insgesamt relativ alleine sein. Frankreich will eine Mehrrollenfähigkeit, Schweden wird das auch wollen und reine Luftüberlegenheitsjäger sind Ladenhüter im Exportgeschäft. Kann gut sein, dass die Übernahme des Fähigkeitsansatzes des EFs hier sinnvoll wäre, Luftüberlegenheit + eine gewisse Mehrrollenfähigkeit.
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(20.02.2026, 22:38)DopePopeUrban schrieb: Hinsichtlich der Rollen muss man sich jetzt aber mal langsam entscheiden. Bedarf haben wir mEn ebenfalls „nur“ an einem Luftüberlegenheitsjäger/ Drohnenführer, aber damit werden wir insgesamt relativ alleine sein. Frankreich will eine Mehrrollenfähigkeit, Schweden wird das auch wollen und reine Luftüberlegenheitsjäger sind Ladenhüter im Exportgeschäft. Kann gut sein, dass die Übernahme des Fähigkeitsansatzes des EFs hier sinnvoll wäre, Luftüberlegenheit + eine gewisse Mehrrollenfähigkeit.
Es wird ein Mehrrollenkampfflugzeug in jedem Fall. Die Begriffe mit Luftüberlegenheit und Jagdbomber sind in der Diskussion ungünstig gewählt. Es geht hier eher darum auf welchen Aspekt der Fokus liegen wird. Aber selbst mit dem Fokus auf Luft-Luft wird NGF auf jeden Fall auch Luft-Boden Fähigkeiten besitzen. Alleine schon um nicht-amerikanische Waffensysteme wie Taurus/Taurus Nachfolger einsetzen zu können.
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(20.02.2026, 22:38)DopePopeUrban schrieb: Hinsichtlich der Rollen muss man sich jetzt aber mal langsam entscheiden. Bedarf haben wir mEn ebenfalls „nur“ an einem Luftüberlegenheitsjäger/ Drohnenführer, aber damit werden wir insgesamt relativ alleine sein. Auf längere Sicht braucht es aber nur noch den, weil alle anderen Rollen eben über die CCA/Wingman abgedeckt werden.
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In meiner Vorstellung handelt es sich beim NGF weder um einen Bomber, noch um einen Jäger. Für mich ist das Flugzeug der Knotenpunkt zu den Wingman, welche den Luft Luft und Luft Boden Kampf übernehmen. Aufgabe des NGF ist die Koordination und der elektronische Kampf (Wingman werden natürlich auch elektronischen Kampf beherrschen). Der NGF soll aus meiner Sicht nie bewusst in den Kampf verwickelt sein. Nach meinem Verständnis geht das NGAD Programm in diese Richtung.
Wenn man das konsequent verfolgt liegen die wichtigsten Merkmale im Bereich Stealth und Elektronischem Kampf. Wie wichtig hier die Flugeigenschaften sein müssen, ist für mich fraglich. Ich könnte mir vorstellen, dass das reine Flugzeug gar nicht die extreme Herausforderung sein muss und man dies national lösen kann. In wie weit man hier auf dem Eurofighter aufbauen kann, kann ich nicht einschätzen. Es gibt sicher Bereiche wo man das Rad nicht neu erfinden sollte. Anforderungen welche künftig nicht mehr so wichtig sind, müssen vernachlässigt werden, damit das Programm nicht erst in 30 Jahren abhebt.
Die wahre Herausforderung ist dann wirklich die Cloud, Vernetzung, elektronischer Kampf etc. welches unter FCAS weitergeführt werden kann.
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