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Dazu die Verhältnisse beachten:
Der Anteil der USA am globalen Waren- und Dienstleistungshandel liegt knapp über 10%. Gleichzeitig werden knapp 50% des weltweiten Handelsn nach wie vor in USD fakturiert.
Das sind mehr als 17 Billionen USD pro Jahr. Prozentual hat sich daran übrigens die letzten zehn Jahre kaum was geändert.
Beim weltweiten Devisenhandel ist der USD weiterhin bei knapp 90% aller Transaktionen involviert. Der Markt hat ein volumen von bis zu 10 Billionen USD - pro Tag.
Auch erwähnenswert wäre, dass der Kurs aktuell bei völlig unspektakulären 1,18 USD pro Euro liegt. Das liegt mitten in der historischen Spanne zwischen 1,10 und 1,30 der letzten zwanzig Jahre und ist Lichtjahre vom Allzeithoch bei 1,60 USD entfernt. Einführungskurs war übrigens 1,17 USD.
Insofern Kirche im Dorf lassen.
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(30.11.2025, 20:14)Nightwatch schrieb: Stablecoins bilden ja nicht notwendigerweise FIAT-Währungen ab.
Bitcoin mag Marktführer sein, die schon vergleichsweise hohe Volatilität lässt sich aber nicht wegdiskutieren. Und was für dabei für Bitcoin gilt, gilt für die ganzen anderen Wunderdinger erst recht.
Ich bin ja selber investiert (in Bitcoin und Ethereum) aber für mich ist das nichts weiter als ein Hafen für hohe Liquidität in Risk-On Zeiten. Einen weitergehenden Nutzen sehe ich darin nicht, all diese Konzepte werden für die breite Masse zu esoterisch und für das Finanzsystem zu staatsfern sein als das Währungen und Zahlungssysteme ersetzen werden. Stattdessen bekommen wir halt digitale FIAT-Währungen und Ende.
meine Skepsis gegenüber diesen "Spekulations-Währungen" bestätigt sich immer mehr:
Zitat:Bitcoin-Crash geht weiter: Krypto-Angst schürt BTC-Ausverkauf auf 60.030 Dollar
(Bloomberg) -- Bitcoin ist unter 61.000 Dollar gefallen. Die Auflösung gehebelter Wetten und Turbulenzen an den Märkten haben den Ausverkauf weiter verschärft – sämtliche Gewinne, die seit der Wahl von US-Präsident Donald Trump durch den spekulativen Ansturm auf Kryptowährungen erzielt wurden, sind damit ausgelöscht.
...
ich betrachte die Bitcoin-Blase auch als Indiz oder Symptom für den Vertrauensverlust in Realwährungen wie die "Leitwährung Dollar". Allerdings ist hier der Weg in die absolut falsche Richtung, nämlich in die reine Spekulation ohne "harten Hintergrund" gegangen.
Die Frage ist, welche andere Alternativen es gibt.
Währungstechnisch dürften immer mehr regionale Währungen auch im globalen Zahlungsverkehr an Bedeutung gewinnen.
Darüber hinaus scheinen in den letzten 6 Monaten bzw. seit einem Jahr - zunehmend steiler - die ewigen Sicherheitsanlagen - Edelmetalle wie
Gold und Silber (bzw. Minenaktien) oder auch das "
Betongold" - insbesondere dort an Nachfrage zu gewinnen, wo man keine liquiden Mittel braucht sondern langfristige Sicherheiten.
Das alles spricht nicht dafür, dass der Markt dem Dollar noch besondere, überragende Wertsicherungsfunktionen zutraut.
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(06.02.2026, 13:34)Kongo Erich schrieb: meine Skepsis gegenüber diesen "Spekulations-Währungen" bestätigt sich immer mehr:
ich betrachte die Bitcoin-Blase auch als Indiz oder Symptom für den Vertrauensverlust in Realwährungen wie die "Leitwährung Dollar". Allerdings ist hier der Weg in die absolut falsche Richtung, nämlich in die reine Spekulation ohne "harten Hintergrund" gegangen.
Die Frage ist, welche andere Alternativen es gibt.
Bitcoin ist vor kurzer Zeit nochmal, wie erwartet, auf über 90T hochgelaufen und dort an einer Widerstandlinie abgeprallt. Charttechnisch hat der Bitcoin vor einigen Tagen eine lange Trendlinie nach unten durchbrochen. Seitdem ist er quasi im freien Fall. Es gibt noch einige Widerstandszonen aber es kann auch richtig bitter für die Investoren kommen. Hauptgefahr für den Bitcoin sind aktuell Firmen wie Strategy die Bitcoins auf Kredit gekauft haben und möglicherweise irgendwann gezwungen sind abzuverkaufen. Ähnliches könnte auch bei ETFs etc. passieren die Bitcoins halten. Dadurch könnte massiver Verkaufsdruck entstehen.
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(06.02.2026, 13:34)Kongo Erich schrieb: meine Skepsis gegenüber diesen "Spekulations-Währungen" bestätigt sich immer mehr
Dasist kein Bitcoin-spezifisches Phänomen. Der Markt ist gerade in einem Risk-Off Modus, so ziemlich alles wird abverkauft, oft auch sehr irrational.
(06.02.2026, 13:34)Kongo Erich schrieb: ich betrachte die Bitcoin-Blase auch als Indiz oder Symptom für den Vertrauensverlust in Realwährungen wie die "Leitwährung Dollar". Allerdings ist hier der Weg in die absolut falsche Richtung, nämlich in die reine Spekulation ohne "harten Hintergrund" gegangen.
Die Frage ist, welche andere Alternativen es gibt.
Es gibt keine. Wie wir dir letzten Woochen bei dne Edelmetallen geseheh haben, sind auch die vemreintlich sicheren Häfen Gold udn Silber nicht vor irrationalen Fahnenstangen gefeit.
Das wird noch eine gnaze Weile so weitergehen, einfahc zu viel Spielgeld im System.
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(04.02.2026, 22:44)Nightwatch schrieb: ...
Insofern Kirche im Dorf lassen.
Geld ist extrem mobil und liquide. Schon kleine Unsicherheiten reichen für eine Krise, die durch spekulative Handlungen schnell aus dem Ruder laufen kann. Insofern ist es gut, das Rauschen im Blätterwald zu beobachten:
Zitat:China mahnt Banken zur Zurückhaltung bei US-Staatsanleihen
Mit einer neuen Vorschrift erhöht Chinas Staatsführung angeblich den Druck auf die Kurse von US-Bonds. Die Märkte reagieren bereits. Nutzt China die Anleihepolitik als geopolitische Waffen?
Shanghai. Chinas Macht reicht längst über Politik und Handel hinaus – sie wirkt sich auch auf die globalen Finanzmärkte aus. Neuestes Beispiel: Am Montag gerieten US-Staatsanleihen stärker unter Druck. Auslöser war ein Bloomberg-Bericht, der sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen stützte. Demnach sollen chinesische Regulierungsbehörden Finanzinstituten signalisiert haben, ihre Bestände an US-Staatsanleihen zu reduzieren. Hintergrund seien Sorgen über die hohe Volatilität und die starke Konzentration auf diese Anlageklasse, berichten die Insider. ...
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Russland prüft wohl Rückkehr zum Dollar-Zahlungssystem berichtet u.a. die WELT (wie verlinkt)
Das mag mehrere Ursachen haben:
1. Russland sieht, dass es ohne US-$ nicht weiter kommt
2. Es ist eine Anbiederung an DT und damit eine vorübergehende Geschichte, die wieder geändert werden kann (darauf deutet der redaktionelle Kontext um 08:32 Uhr "nach Friedensabkommen mit Trump" zum Ukraine-Krieg hin)
und
3. würde damit der Weg zu einer weiteren Erklärung führen:
der $ hat inzwischen so viel an "Leitwährungs-Funktion" eingebüßt, dass eine solche Anbiederung tatsächlich Auswirkungen zeigt
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(06.02.2026, 16:30)Nightwatch schrieb: Wie wir dir letzten Woochen bei dne Edelmetallen geseheh haben, sind auch die vemreintlich sicheren Häfen Gold udn Silber nicht vor irrationalen Fahnenstangen gefeit.
Für eine Fahnenstange ist es noch nicht tief genug gefallen, vor allem Gold nicht. Tatsächlich bin ich in Beiden wieder long, mal schauen ob ich damit Recht behalte.