(See) Next Generation Frigate F127 (F124 Nachfolger)
Hier wird vieles thematisiert was zuletzt in der F126 Diskussion aufflammte. (Europäische Waffensysteme, VLS usw.)

https://suv.report/eine-europaeische-f12...-illusion/

Eine europäische F127 – Realistisch oder Illusion?
byArmchair General
19. Januar 2026

Mit den erneuten Drohungen der US-Administration womöglich militärisch gegen das zu Dänemark gehörende Grönland vorzugehen, wurden die transatlantischen Beziehungen abermals erschüttert. So wird infrage gestellt, inwiefern in militärischen Fragen künftig Verlass auf das Weiße Haus ist. Folglich stellt sich auch die Frage, wie mit der immensen US-Abhängigkeit in allen Bereichen der europäischen Streitkräfte umgegangen werden soll. Die Beschaffung der Klasse 127, die die Sachsen-Klasse ab Mitte der 30er-Jahre ersetzen soll und folglich bis in die 70er-Jahre genutzt werden könnte, stellt einen Schwerpunkt bei dem Ausbau und der Modernisierung der Deutschen Marine dar. So ist es fraglich, ob eine langfristige US-Abhängigkeit bei einem derart zentralen und kostspieligen Rüstungsprojekt aktuell ratsam ist. Zitat Ende
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Wie im Artikel ausführlich dargestellt, ist eine europäische Lösung, bei der man sich französischen industriepolitischen Interessen fügen muss, schlicht keine europäische, sondern eine französische Lösung.
Eine wirkliche europäische Lösung, die all die zusätzlichen Kosten und Risiken wert ist, kann daher nur eine Lösung sein, die die nationale Souveränität würdigt.

Ich halte ein europäisches VLS innerhalb des geforderten Zeitrahmens für nicht haltbar, da Sylver VLS aufgegeben werden müsste.
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(25.01.2026, 14:01)Pmichael schrieb: Wie im Artikel ausführlich dargestellt, ist eine europäische Lösung, bei der man sich französischen industriepolitischen Interessen fügen muss, schlicht keine europäische, sondern eine französische Lösung.
Eine wirkliche europäische Lösung, die all die zusätzlichen Kosten und Risiken wert ist, kann daher nur eine Lösung sein, die die nationale Souveränität würdigt.

Ich halte ein europäisches VLS innerhalb des geforderten Zeitrahmens für nicht haltbar, da Sylver VLS aufgegeben werden müsste.
„DopePopeUrban“ schrieb:Dann gehts weiter mit
„ArmchairGeneral“ schrieb:So war in der Vergangenheit zu beobachten, dass Frankreich eine Integration des Sylver VLS in Exportprojekte von TKMS verhinderte. Falls TKMS zukünftig in Konkurrenz zur Naval Group stehen sollte, besteht das Risiko, dass TKMS das Sylver VLS vorenthalten werden würde, was einen offensichtlichen wettbewerblichen Nachteil darstellt. Ein vergleichbares protektionistisches Vorgehen ist beispielsweise auch bei MBDA zu beobachten, die in mehreren Ausschreibungen auf Druck aus Paris die MICA der CAMM vorgezogen hat
was faktisch gelogen ist.
Ich hab mich im Rahmen dieser MAD-Diskussion intensivst mit dem Schiffbau aus dem Hause TKMS beschäftigt um herauszufinden, ob das Unternehmen bei einem europäischen MAD auf Erfahrungen mit dem SYLVER zurückgreifen könnte, bspw weil es mal Projekte in Kombination mit dem SYLVER angeboten hat. Ich kann zu 100% sagen, dass TKMS in seiner gesamten Unternehmensgeschichte noch nie ein Design mit SYLVER gepitched hat. Noch nie, anscheinend noch nicht einmal konzeptual.
Und da sage ich bewusst "gelogen", den "Fakt" findet man nirgendwo außerhalb dieses Artikels. Nicht einmal wenn man aktiv danach sucht.

Dazu ist die Aussage auch nicht logisch herleitbar. Der direkte Konkurrent von NavalGroup ist nicht TKMS sondern Fincantieri, die bekanntlich ihre gesamte Produktpalette mit SYLVER anbieten. Auch Saab und ST Engineering verwenden dieses System. Dessen Blockade wäre strategisch deutlich sinnvoller, dann im Gegensatz zu TKMS prügeln sich NG und FIN tatsächlich im selben Marktsegment.

Mal ganz nebenbei, dass er zu vergessen scheint, dass TKMS bereits Schiffe mit CAMM und MICA gebaut hat und baut, von dem das VLS des letzteren von MBDA France gebaut wird. Von Franzosen grrr. In Frankreich. Obwohl NavalGroup ebenfalls Schiffe mit VL MICA anbietet.

Und dass MBDA selber auch nicht französisch ist, aber stößt in der deutschen Rüstungscommunity ja sowieso auf taube Ohren. Realität schmerzt.

Im übrigen gilt das auch nur für Lfk und VLS, der MU90 von EuroTorp (besessen von NavalGroup, Thales und Leonardo) ist dann wiederum kein Problem. Das ist dann keine Abhängigkeit wegen... Gründen (die da lauten, er weiß die basics wieder nicht).
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(25.01.2026, 14:01)Pmichael schrieb: Eine wirkliche europäische Lösung, die all die zusätzlichen Kosten und Risiken wert ist, kann daher nur eine Lösung sein, die die nationale Souveränität würdigt.

Ich halte ein europäisches VLS innerhalb des geforderten Zeitrahmens für nicht haltbar, da Sylver VLS aufgegeben werden müsste.
Warum müsste es aufgegeben werden? Was spricht dagegen, ein Sylver NG über eine deutsche Firma zu beschaffen, die dafür bspw. ein Joint Venture mit Naval eingeht oder eine umfangreiche Lizenz erwirbt, um sich den national souveränen Zugriff zu sichern? Klar wird das teuer, aber so funktionieren halt multinationale Projekte. Z.B. könnte man dafür Diehl als deutschen Industriepartner nehmen. Die sind ansonsten keine direkte Konkurrenz zu Naval, hätten aber aufgrund der IRIS-T-Integration ein hohes Eigeninteresse am Zugriff auf ein universelles VLS und haben die grundsätzliche Kompetenz zur Fertigung solcher Systeme.
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(25.01.2026, 14:38)Broensen schrieb: Warum müsste es aufgegeben werden? Was spricht dagegen, ein Sylver NG über eine deutsche Firma zu beschaffen, die dafür bspw. ein Joint Venture mit Naval eingeht oder eine umfangreiche Lizenz erwirbt, um sich den national souveränen Zugriff zu sichern? Klar wird das teuer, aber so funktionieren halt multinationale Projekte. Z.B. könnte man dafür Diehl als deutschen Industriepartner nehmen. Die sind ansonsten keine direkte Konkurrenz zu Naval, hätten aber aufgrund der IRIS-T-Integration ein hohes Eigeninteresse am Zugriff auf ein universelles VLS und haben die grundsätzliche Kompetenz zur Fertigung solcher Systeme.

Ich denke dass es wichtig ist einfach so flexibel in möglich zu bleiben…
bei der F127 ist der Zug vermutlich schon abgefahren…
abermals sollte trotzdem noch viel Dinge auf den Weg bringen…
CMS330… und alles unterhalb der ESSM und SM2/3/6 sollte darüber steuerbar sein…
bei den Flugkörpern ist Integration von Iris-t SLM/X wichtig.
Eventuell kann man ja die Schächte auch so gestalten dass man später bei Bedarf auch Sylver NG statt MK41 einrüsten kann!?
Ansonsten hilft nur der Aufbau von eigenen Fertigungslinien für SM und ESSM Flugkörper in Europa…

alles andere liegt in weiter Zukunft…
Auf Basis von Sylver NG muss man halt alle Flugkörper aus Europa integrieren… auch Iris-t und Hydef…
und dann benötigt man halt noch 2-3 Hersteller bzgl Radar…
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Wir sollen einem Reporter nicht so einfach Lügen unterstellen. Nicht unser Still hier.
Einfach die Darstellung mit anderen Infos belegen.

https://defenceweb.co.za/sea/sea-sea/egy...m-germany/

Egypt looking at acquiring Meko frigates from Germany
By defenceWeb 13 August 2018

Ägypten erwägt den Kauf von zwei Fregatten des Typs Meko A200 von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) aus Deutschland, da die Gespräche mit der französischen Naval Group über den Erwerb weiterer Gowind-Korvetten aufgrund von Kostenbedenken ins Stocken geraten sind.

Die französische Zeitung La Tribune berichtete Ende letzten Monats, dass der deutsche Deal einen Wert von rund 1 Milliarde Euro haben würde.

TKMS benötigt dringend zusätzliche Umsätze, nachdem es den Zuschlag für das deutsche KS-180-Schiffsprogramm im Wert von rund 3,5 Milliarden Euro verloren hat.

La Tribune berichtet, dass die deutsche Regierung über das Finanzunternehmen Euler Hermes attraktive Kredite anbietet, während die Naval Group mit ihren Kreditangeboten zu kämpfen hat.
Ägypten wird sich vermutlich für die von MBDA hergestellte Aster-30-Rakete entscheiden, aber offenbar wird Frankreich diese nur verkaufen, wenn sie auf italienischen oder französischen Schiffen eingesetzt wird, sodass Ägypten dann gezwungen wäre, wie Algerien auf eine Alternative wie die Umkhonto zurückzugreifen.
Im Jahr 2014 bestellte Ägypten vier Korvetten vom Typ Gowind 2500 für rund 1 Milliarde Euro, von denen eine, die El Fateh (971), in Lorient und die anderen drei in Ägypten gebaut wurden. Die El Fateh wurde im Oktober 2017 an Ägypten ausgeliefert. Der Vertrag sah eine Option auf zwei weitere Korvetten vor. Zitat Ende

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

Diese Forderung wurde damals, aus meiner Erinnerung, auch von von der Presse beider Länder verbreitet, bis MDBA erklärte, sie wären bereit für ein TKMS Design zu liefern.

https://www.defensenews.com/naval/2018/0...ship-deal/ 12.08.2018

..Sollte TKMS letztendlich den Zuschlag erhalten, würde der französische interministerielle Ausschuss, der für Waffenexporte zuständig ist, wahrscheinlich den Verkauf von MBDA-Raketen vom Typ Aster 15 für die deutschen Schiffe genehmigen, erklärte ein Vertreter der französischen Regierung..... Zitat Ende

Hätte man also ab 12.08.18 wissen können!
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