(Sonstiges) Neuer Marinestützpunkt Bremerhaven
#1
Die Bundeswehr scheint an einem neuen Marinestützpunkt im Blexer Bogen ins Auge gefasst zu haben, nach Buten un Binnen Information.

https://www.butenunbinnen.de/nachrichten...g-100.html
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#2
Erachte ich als sinnvolle Erweiterung zur derzeitigen Marinestruktur gerade in Bezug auf die wachsende Flotte. Bremerhaven wäre damit der 2. wirkliche Stützpunkt auf Nordseeseite und der Hafen wird auch als logistische Drehscheibe der Nato genutzt, was ebenfalls für einen Standort dort spricht.
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#3
Aus den Presseveröffentlichungen erschließt sich mir nicht, wo der neue Marinestützpunkt entstehen soll: Auf der Bremerhavener Seite im Umfeld des Flugplatzes? Oder gegenüber auf der Nordenhamer Seite des Blexer Bogens?
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#4
(13.01.2026, 20:13)LuisDa schrieb: Aus den Presseveröffentlichungen erschließt sich mir nicht, wo der neue Marinestützpunkt entstehen soll: Auf der Bremerhavener Seite im Umfeld des Flugplatzes? Oder gegenüber auf der Nordenhamer Seite des Blexer Bogens?

Ich schätze auf Bremerhavener Seite, da auf den Energy-Port bezug genommen wird.
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#5
(13.01.2026, 20:21)roomsim schrieb: Ich schätze auf Bremerhavener Seite, da auf den Energy-Port bezug genommen wird.

Im Link ist ein Foto zu sehen.. Eindeutig Bremerhaven Seite flussaufwärts.
In Google maps ist dort eine riesige Landschaft Fläche (luneplate), die dort offensichtlich hauptsächlich als Überschwemmungs Fläche hinter dem primär Deich dient.

Biete sich an, dort etwas zu errichten.

Allerdings frage mich ganz dumm, wie denn Bremerhaven als Außen Hafen direkt in der Weser Tiden Hub und Hochwasser am Anlieger kompensiert... Sollen inzwischen 4,2m sein...ohne Hochwasser
CintsoYchiffe werden mit riesigen Hoch Kränen von oben beladen.
Ob so ein Pott 5m höher oder niedriger am Kai liegt, ist somit egal...
... Aber nicht für relativ niedrige Fregatten oder MUSE die von Seite beladen werden. (EGV wäre Ausnahme)
Ggf muss der Hafen ein Schleusen Hafen werden... Wie WHV.

Umweltschutz ist bei Verteidigungs Groß Projekten zum Glück sekundär.
Würde hier aber dennoch den üblichen linken Umwelt Klüngel zur Demo bringen.
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#6
Zitat:"Dabei wird offenbar vor allem auf das Gebiet rund um den Blexer Bogen geschaut
[...]
Auf Bremer Seite soll das Geheimprojekt Federführend vom Rathaus vorangetrieben werden."
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten...g-100.html

Mein Bauchgefühl sagt mir so ein bisschen, dass es hier um das Gelände des ehemaligen Flugplatzes geht. Das Gelände wird nicht wirklich genutzt, liegt aber auf der Wasserseite am Hafenbecken (und damit innerhalb der Schleuse), ist somit tideunabhängig. Zudem gibt es dort bereits ausgebaute Zufahrtsstraßen.

Die Luneplatte als Standort halte ich für unwahrscheinlich. Die ist laut Wiki ein ökologisches Ausgleichsgebiet für das Container Terminal und steht seit 2015 unter Naturschutz, da leben wohl alles mögliche an bedrohten Vögeln und Wasserbüffeln. Ist zudem noch ein EU-Vogelschutzgebiet, da wird man nach Möglichkeit nicht bauen.

Scheint sich auch hier zu bestätigen
Zitat:Mitte Dezember sollen laut Nordsee-Zeitung ranghohe Militärs bereits mögliche Flächen in Bremerhaven in Augenschein genommen haben – unter anderem das ehemalige Flugplatzgelände Luneort, gleich am Fischereihafen. Auch das angrenzende Vordeichgelände sei besichtigt worden.

Dort ist allerdings auch der Energy Port geplant – ein Terminal für Offshore-Windanlagen. Der Spezialhafen müsste in dem Fall zugunsten eines Militärhafens weichen. Für die Marine ist offenbar entscheidend, dass der neue Hafen schleusenfrei direkt an seeschifftiefem Wasser liegt.
https://bremen.t-online.de/region/bremen...offen.html

Wobei ich nicht so ganz verstehe, was „schleusenfrei“ dort zu suchen hat. Da ist definitiv eine Schleuse zwischen dem Fischereihafen und der Nordsee. Es sei denn, dass damit der Ausbau des Energy Ports gemeint ist, der stattfindet aber dann zum Marinestützpunkt umfunktioniert wird. Darin ist so ein Anleger enthalten.
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#7
(13.01.2026, 21:47)DopePopeUrban schrieb: https://www.butenunbinnen.de/nachrichten...g-100.html

Mein Bauchgefühl sagt mir so ein bisschen, dass es hier um das Gelände des ehemaligen Flugplatzes geht. Das Gelände wird nicht wirklich genutzt, liegt aber auf der Wasserseite am Hafenbecken (und damit innerhalb der Schleuse), ist somit tideunabhängig. Zudem gibt es dort bereits ausgebaute Zufahrtsstraßen.

Die Luneplatte als Standort halte ich für unwahrscheinlich. Die ist laut Wiki ein ökologisches Ausgleichsgebiet für das Container Terminal und steht seit 2015 unter Naturschutz, da leben wohl alles mögliche an bedrohten Vögeln und Wasserbüffeln. Ist zudem noch ein EU-Vogelschutzgebiet, da wird man nach Möglichkeit nicht bauen.

Scheint sich auch hier zu bestätigen
https://bremen.t-online.de/region/bremen...offen.html

Wobei ich nicht so ganz verstehe, was „schleusenfrei“ dort zu suchen hat. Da ist definitiv eine Schleuse zwischen dem Fischereihafen und der Nordsee. Es sei denn, dass damit der Ausbau des Energy Ports gemeint ist, der stattfindet aber dann zum Marinestützpunkt umfunktioniert wird. Darin ist so ein Anleger enthalten.

Das mit schleusenfrei soll wahrscheinlich heißen zufahrt Tidennunabhänig möglich ist. Vor diesem Gebiet in der Weser drin liegt auch die Blexenreede.
Im Falle, das man den Marinestützpunkt an den Fischereihafen angebaut wird ist eine neue Schleuse Für den Fischereihafen nötig an stelle der Heutigen, da die Heutige zu klein für EGVs und die neuen Fregatten ist. Des weiteren wäre auch eine zusätliche Schleuse auf dem Gelende des Flugplatzes nötig, um nicht von einer Schleuse abhängig zu sein.

Wahrscheinlicher halte ich jedoch einen Tidenabhänigen Hafen der ähnlich dem in Wilhelmshaven zumindestens teilweise in die Weser reingebaut auf dem der Flussabwärtshälfte der Blexen-Reede und dem Teilen des Flugplatzes(bis maximal nordende de Kläranlage) und den Landeinrichtungen auf dem Rest des Flugplatzareals.

Die Marine präferiert Tidenabhänige Häfen da sie nicht durch ein zerstörtes Schleusentor eingesperrt werden kann.
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#8
(13.01.2026, 21:47)DopePopeUrban schrieb: Es sei denn, dass damit der Ausbau des Energy Ports gemeint ist, der stattfindet aber dann zum Marinestützpunkt umfunktioniert wird. Darin ist so ein Anleger enthalten.

Genauso ist es... Oder sogar beide Flächen.

Anstelle des Energy Ports kommt fast 1:1 der Marine Hafen.
Das Dreieck "offshore Wind fit out / stoage wird ein ca 1 km langer Kai. (passend für 5 Fregatten... oder 1 Flugzeugträger und 3 Fregatten Dodgy)
Im Süden dann Kaserne und Container / Fahrzeuge Umschlag Flächen.
Infrastruktur ist bereits vor geplant, wird angepasst ... Umwelt durchsetzung wegen nationaler Sicherheit quasi gesetzt.

Im Fischerei Hafen weitere kleinere Schiffs Anleger möglich.
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#9
(13.01.2026, 21:30)Milspec_1967 schrieb: Allerdings frage mich ganz dumm, wie denn Bremerhaven als Außen Hafen direkt in der Weser Tiden Hub und Hochwasser am Anlieger kompensiert... Sollen inzwischen 4,2m sein...ohne Hochwasser
Am tidenabhängigen Strombereich der Weser liegen nur die Stromkaje mit dem Containerterminal und die Columbuskaje für die Kreuzfahrtschiffe. Und da liegt man bei Ebbe halt vier Meter tiefer. Wie du schreibst, den Containerkran stört das nicht.

(13.01.2026, 21:30)Milspec_1967 schrieb: ... Aber nicht für relativ niedrige Fregatten oder MUSE die von Seite beladen werden. (EGV wäre Ausnahme)
Fregatten liegen in Außenhäfen halt entweder bei Ebbe mit dem Flugdeck auf Höhe der Kaje oder bei Flut ein Deck weiter oben. Zumindest so zur Orientierung

Fahrzeuge lädt man auf Schiffe generell über ne Rampe. Die ist je nachdem darauf ausgelegt je nach Tide steiler zu liegen. Bei der Karel Doorman geht das beispielsweise in einem gewissen Rahmen. Bei der Seitenladetür einer Mistral hingegen kann man das im wesentlichen vergessen.
Je nachdem muss man sich halt dann mit auszublasendem Ballast oder generell warten auf Flut fürs Ein-/Ausladen anpassen.
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#10
(13.01.2026, 23:24)roomsim schrieb: ..., da die Heutige zu klein für EGVs und die neuen Fregatten ist.
In einem anderen Artikel zu dem neuen Hafen stand, es ginge wohl um die Stationierung von Minenbooten.
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#11
(14.01.2026, 09:39)Broensen schrieb: In einem anderen Artikel zu dem neuen Hafen stand, es ginge wohl um die Stationierung von Minenbooten.

Minenboote haben wir kaum noch...
Zudem wäre ein zweiter größerer Nordsee Hafen für große Eingeuten strategisch absolut sinnvoll angesichtts der russischen Oretschnik Mitelstrecken Raketen Bedrohung....Wird in WHV die Schleuse getroffen, geht da nix mehr !
In der Ostsee gibt es immerhin 2 größere Stützpunkte, die genutzt werden können.
Insgesamt gibt es an Nord und Ostsee viiieeeel zu wenig Militär Hafen Infrastruktur für den V-Fall.
Früher zB. noch Olpenitz....alles dicht gemacht...wie weise.
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#12
Die Häfen in der Ostsee sind auch keine gute Ausweichmöglichkeit, wenn WHV mal ernste Schwierigkeiten hat.
Denn es ist eine Abhängigkeit vom Nord-Ostsee-Kanal gegeben. Werden dort die großen Brücken getroffen werden, geht auch für gewisse Zeit nichts mehr. Außer dem Umweg durch den Skagerak.
Also ja, ein weiterer Stützpunkt in der Nordsee wäre sinnvoll.
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#13
Interessante Entwicklung.

Gerade die Nähe zu Wilhelmshaven macht den Standort aus.

Ich hätte allerdings eher eine Entwicklung Richtung Logistik erwartet, als Minensuchboote.
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#14
(14.01.2026, 11:55)C-152 schrieb: Die Häfen in der Ostsee sind auch keine gute Ausweichmöglichkeit, wenn WHV mal ernste Schwierigkeiten hat.
Denn es ist eine Abhängigkeit vom Nord-Ostsee-Kanal gegeben. Werden dort die großen Brücken getroffen werden, geht auch für gewisse Zeit nichts mehr. Außer dem Umweg durch den Skagerak.
Also ja, ein weiterer Stützpunkt in der Nordsee wäre sinnvoll.

Verstehe ich nicht .... es gibt in einem Konflikt mit Russland doch 2 Haupteinsatzgebiete. Zum Einen die Ostsee ... ist zwar nahe an Kaliningrad, aber wir müssen den Luftraum über der Ostsee schützen, und wir können ja auch keine U-Boote vor Rügen kreuzen lassen. Zum Anderen das Nordmeer. So. Von Eckernförde/Kiel aus ist die Fregatte schnell in der Ostsee und durch den Skagerrak auch schnell im Nordmeer. Von Wilhelmshafen und Bremerhafen aus ist man sehr viel langsamer in der Ostsee und nicht viel schneller im Nordmeer.
Die Abhängigkeit vom Nord-Ostsee-Kanal hat doch viel mehr Bremerhafen für den Weg in die Ostsee. Also aus meiner Sicht würde es mehr Sinn machen, einen Teil der zukünftigen F126 und F127 in der Ostsee zu stationieren ...
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#15
Kurzer Einschub, die norddeutschen "Häfen" schreiben sich mit "v", also Bremerhaven, Cuxhaven, Wilhelmshaven. Wink
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