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Milspec_1967:
Zitat:Unser Seebataillon ist zu klein für "große Pötte" (=Amphibische Seekriegs Führung)
Bevor wir also CB 90 ohne Plan kaufen, sollten wir erst einmal diese Streitkraft auf ein angemessenesxMass bringen.
Das lasse ich mir doch mal eingehen und ich teile diese Ansicht, dass das Seebataillon eigentlich zu klein ist. Aber wäre nicht gerade eben deshalb das CB 90 sinnvoll? Ist ja ein recht kleines Boot, mit extrem wenig Tiefgang und einer sehr hohen Beweglichkeit. Und es ist im Verhältnis zur Größe sehr leicht. Meiner rein persönlichen Meinung nach sollte man die Beschaffung dieser Boote zudem nicht so sehr nur auf Küstengewässer beschränkt betrachten. Es ist extrem wendig mit einem für ein Boot extrem kurzen "Bremsweg".
Bei der ursprünglichen Prüfung der Beschaffung hieß es noch was von Hafenschutzbetrieb und Patrouillefahrten in und um Häfen herum. Wofür dieses Boot meiner Einschätzung nach sehr gut wäre. Und genau das war ja mal die primäre Aufgabe des Seebataillons.
Weniger bekannt: die Ukraine hat von Schweden ein paar CB 90 erhalten und setzt diese schlussendlich genau so ein wie hier schon angerissen: vor allem im Delta des Dnepr und angrenzenden Küstengewässern.
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(18.04.2025, 00:15)Quintus Fabius schrieb: Falli75:Bei der ursprünglichen Prüfung der Beschaffung hieß es noch was von Hafenschutzbetrieb und Patrouillefahrten in und um Häfen herum. Wofür dieses Boot meiner Einschätzung nach sehr gut wäre. Und genau das war ja mal die primäre Aufgabe des Seebataillons.
Zum Schutz von Einrichtungen im eigenen Land bedarf es aber nicht unbedingt spezialisierter Besatzungen an Bord.
Wäre das nicht genau das, wofür man auch etwas besser ausgebildete Heimat Schutz Kräfte nutzen kann.
Den Menschen "hinten drauf und an der MK", ist das Transport Mittel zum Einsatz doch recht gleich... Es ist in jedem Fall ja dann "Heimat nah"
Und: Ja.. Genau für solche begrenzten Einsätze in Lokalem Umfeld... Was ich mal sachte als "Militärische Polizei Einsätze Küste"
bezeichnen würde... ist ein CB90 gut geeignet.
Im Krieg ist das hoffentlich kein Problem aus GG Sicht... Aber geht das auch im Frieden?
Die Heimat Schützer schützen Hafen Anlagen bei NATO Manövern.
Warum dürfen die nicht längst auch unsere KRITIS patroullieren und bei Bedarf bewaffnet schützen?
OK... Boarding will gelernt sein... Erfordert aber keinerei high Tech Kenntnisse... Nur Taktik und Schiffs Boarding.
Das sollte man in ein paar Wochen an trainieren und immer wieder bei Wehrübungen üben können.
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Hab alles was mehr über das Seebataillon im allgemeinen, das bestehen oder nicht bestehen von Kursen des KM und insbesondere den omniösen maritimen Jagdkampf geht hierhin verschoben:
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...#pid260401
Bleiben wir hier bitte eng und ausschließlich beim Kampfboot.
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https://ukrainesarmsmonitor.substack.com...-05-may-11
Hier eine Quelle, die den hohen Einsatzwert der CB 90 Kampfboote in der Ukraine beschreibt. Anbei eine Übersetzung und Kurzzusammenfassung.
CB90 im Einsatz bei ukrainischen Spezialkräften
Die schwedischen Combat Boat 90 (CB90), durch westliche Partner an die Ukraine geliefert, haben sich als effiziente Plattform für Spezialoperationen im maritimen Raum bewährt. Laut dem ukrainischen Militärnachrichtendienst HUR kommen die Boote u. a. für Aufklärung, logistische Versorgung, amphibische Operationen und direkte Unterstützungsaufgaben in küstennahen Gefechtszonen – insbesondere rund um die strategisch bedeutende Schlangeninsel – zum Einsatz.
Dank ihrer hohen Marschgeschwindigkeit, exzellenten Manövrierfähigkeit und kompakten Bauweise eignen sich die CB90 hervorragend für asymmetrische Gefechtsszenarien im Flachwasserbereich. Sie bieten Kapazität für ein voll ausgerüstetes SOF-Team (bis zu 21 Soldaten) sowie bis zu 4,5 Tonnen militärische Zuladung. Die robuste Konstruktion gewährleistet Einsatzfähigkeit auch bei rauer See.
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https://esut.de/2025/05/meldungen/59723/...rine-2025/
Hier steht, dass die Marine jetzt mehr als 40 Kampfboote bis 2029 einplant, bis 2035 auch unbemannt.
Kürzel: MZKB
Silhoutte sieht wie CB 90 aus
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(15.05.2025, 17:08)Frank353 schrieb: https://esut.de/2025/05/meldungen/59723/...rine-2025/
Hier steht, dass die Marine jetzt mehr als 40 Kampfboote bis 2029 einplant, bis 2035 auch unbemannt.
Kürzel: MZKB
Silhoutte sieht wie CB 90 aus Es wirkt ein wenig so, als hätte man geplant, für FCSS mit einem CB90-Ableger zu starten, den man dann später an die Kampfbootflotte abgeben kann, um basierend auf den Erfahrungen damit dann das eigentliche FCSS zu beschaffen. Das wäre sogar kein schlechter Ansatz.
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Also genau so wie ich es im FCSS Strang erwartet hatte 😋
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Jemand eine Ahnung wann hier mit der Auswahlentscheidung zu rechnen ist?
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Die Beschaffung der Kampfboote verzögert sich weiter. Irgendwie können sie es halt nicht lassen:
"Warum die Verzögerung? Die Ambition einer Beschaffung eingeführter Boote erwies sich als Trugschluss. Eine Sprecherin des #Beschaffungsamts zu loyal: „Bei der Forderungslage wurden zahlreiche Anpassungen an existierende Designs vorgegeben, insbesondere in den Bereichen Funk, Navigation und Bewaffnung, die mit einer funktionalen Leistungsbeschreibung umgesetzt werden müssen. Bereits die Durchführung des Teilnahmewettbewerbs war arbeits- und zeitintensiv - insbesondere angesichts hunderter Bieterfragen und rechtlich gebotener Fristverlängerungen. Auch in der Angebotsphase haben mehrfache, rechtlich gebotene, Aufklärungsrunden für eine Verfahrensverlängerung gesorgt.“
https://x.com/loyalmagazin/status/2008795742383505444
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(21.01.2026, 09:53)26er schrieb: Die Beschaffung der Kampfboote verzögert sich weiter. Irgendwie können sie es halt nicht lassen:
"Warum die Verzögerung? Die Ambition einer Beschaffung eingeführter Boote erwies sich als Trugschluss. Eine Sprecherin des #Beschaffungsamts zu loyal: „Bei der Forderungslage wurden zahlreiche Anpassungen an existierende Designs vorgegeben, insbesondere in den Bereichen Funk, Navigation und Bewaffnung, die mit einer funktionalen Leistungsbeschreibung umgesetzt werden müssen. Bereits die Durchführung des Teilnahmewettbewerbs war arbeits- und zeitintensiv - insbesondere angesichts hunderter Bieterfragen und rechtlich gebotener Fristverlängerungen. Auch in der Angebotsphase haben mehrfache, rechtlich gebotene, Aufklärungsrunden für eine Verfahrensverlängerung gesorgt.“
https://x.com/loyalmagazin/status/2008795742383505444
Versteht niemand…
Man könnte ja auch einfach mal 10-20 off The Shelf bestellen und einfach mal loslegen…
die Dinger sind ja echt günstig…
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Die versenken bei anderen Vorhaben Millionen , aber hier bei denn4 Booten so ein Theater zu machen . Wenn was geändert werden muss wird es bei der nächsten Bestellung geändert .
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Ich würde gerne verstehen, was da bei Kampfbooten und RHIBs abläuft.
Sind die Themen, die das BAAINBw adressiert, Funk, Navigation etc. valide, also kann das jemand mit mehr Ahnung als ich nachvollziehen, oder muss man die Motorsäge rausholen?
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Ich würde jetzt einfach mal ins Blau rein raten, dass diese Beschaffung überhaupt nicht verspätet ist. Eher wird man von Seiten der Marine und des BAAINBw einfach mal wieder einen unrealistischen Zeitplan genannt haben (da sind unsere Werften bspw auch immer gut drin) und sich jetzt wundern, dass Kommunalisierungsmaßnahmen bei Funk, Bewaffnung etc eben mehr Zeit in Anspruch nehmen, als wenn man die Pattformen im Ist-Zustand beschafft. Dass solche Maßnahmen stattfinden, halte ich allerdings nicht für verwerflich.
Und um ehrlich zu sein verstehe ich auch die Aufregung hier nicht, das Seebataillon hat mWn noch nicht einmal der Neuausrichtung angefangen. Bis KEK/BEK und co umstrukturiert und für den maritimen Jagdkampf befähigt sind, dürften noch Jahre vergehen. Der Fahrschulbetrieb dürfte Anfangs sowieso im Herkunftsland stattfinden da hier niemand weiß, wie man ein CB90 fährt. Entsprechend drückt da auch nicht der Schuh bei der Auslieferung der Kampfboote. Wenn irgendwo kein Zeitdruck ist, dann da.
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Die Ausbildung für bootsführer , Bediener und Werkstatt Personal hat schon das erste Mal 2015 in Schweden stattgefunden . Es werden garantiert auch nicht alle vier Boote an das Seebtl gehen.
Die bordeinsatzkompanie bleibt bestehen nur die küsteneinsatzkompanie wird umbenannt in küstenjägerkp . Die restlichen Kp bleiben ebenfalls wie bisher vorläufig
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Das geht aber nicht mit dem von der Marine angemeldeten Bedarf an Kampfbooten auf.
Die KEK gliedert sich in 4x aktive Züge und 1x Ergänzungstruppenteil in Zugstärke.
Bei maximaler Besetzung, was bei einer Nischentätigkeit wie der KEK schon schwierig werden dürfte, sprich 60x Mann pro Zug landen wir hier maximal bei rund 300x Angehörigen für die KEK.
Ein CB90 verfügt über eine maximale Kapazität von 18x Soldaten und 3x Besatzungsmitglieder, also 21x Angehörige. Sprich, um die rund 300x Angehörigen der KEK auszustatten, benötigt die Marine 15x Kampfboote. Das deckt sich mit der bereits bestellten Anzahl.
Die Marine hat aber nicht nur Bedarf für 15x sondern für 40x Kampfboote angemeldet, also Kapazitäten für beinahe 850x Angehörige. Und ich gehe mal nicht davon aus, dass man die Personalstärke der KEK bis 2029 verdreifacht. Selbst mit Sanitätseinsatzgruppe und Aufklärungskompanie kommt man nicht auf eine solche Personalstärke. Weshalb ich vermute, dass es einer der beiden BEKs an den Kragen gehen wird.
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