(Sonstiges) Die wunderbare Welt der deutschen Schleppsonare
Es ist keine Belastung, sondern im IKM "über" im Sinne von "wird nicht genutzt und das Bedienpersonal ist nur Badegast".
Ergo kann das Modul ASW im IKM-Einsatz gegen das Modul Gewahrsam ausgetauscht werden, welches sonst eben nicht an Bord käme, da kein Stellplatz wegen des fest eingebauten Sonars.
Für ein Schiff wie F126, das eben keine auf ASW ausgelegte Fregatte ist, macht das dann Sinn, wäre sie als ASW-Fregatte ausgelegt, wiederum nicht, denn eine solche wird eben das Sonar als Teil ihres Kampfauftrages auf jeden Fall brauchen.
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(19.02.2026, 09:06)Grolanner schrieb: Für ein Schiff wie F126, das eben keine auf ASW ausgelegte Fregatte ist, macht das dann Sinn, wäre sie als ASW-Fregatte ausgelegt, wiederum nicht, denn eine solche wird eben das Sonar als Teil ihres Kampfauftrages auf jeden Fall brauchen.
ASW ist durchaus eine der Kernanforderungen an die F126 und wäre falsch, das anders darzustellen.
Aber da wir uns nicht permanent im Krieg befinden, ist der Bedarf an ASW-Fähigkeiten meist, sagen wir, überschaubar.

Genau das ist letztendlich der doktrinale Konflikt, den Modularität lösen soll. Die Marine muss für einen Konflikt in Nord- und Ostsee vorbereitet sein, muss parallel aber auch weltweit agieren können um deutsche und europäische Seerouten sichern zu können. Und darin stehen sich verschiedene Ausrüstungselemente eben oft im Weg und können zu teils unnötiger Leistungsreduktion in den verschiedenen Anwendungsbereichen führen, wenn sie permanent vorgehalten werden müssen. Das Problem haben ja nicht nur wir, weshalb sich die Idee des modular anpassbaren "Flex Decks" immer öfter auf diversen Einheiten findet, vom OPV bis zum LHD.
Daher halte ich auch das dogmatische Verweisen auf "ASW/AAW/IKM-Fregatte" für fehlgeleitet, unsere Schiffe müssen im gesamten Aufgabenspektrum arbeiten können.
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(19.02.2026, 07:32)Pmichael schrieb: Mir ist nie ganz klar wieso ein festeingebautes Sonar eine solche Belastung für IKM wäre.
Ist es ja auch nicht. Es geht nicht darum, auf das Sonar verzichten zu können, sondern darum, ob andere Kapazitäten zusätzlich oder stattdessen mitgeführt werden müssen.

Deshalb ist es auch eigentlich immer Kern der contra-Modularität-Argumentation, dass die anstelle des Sonars einrüstbaren Fähigkeiten gar nicht gebraucht würden. Denn nur um die geht es dabei. Keiner hat etwas dagegen, ein Sonar immer mitzuführen, nur macht das das Schiff entweder größer, weil man andere Fähigkeiten zusätzlich unterbringen muss, oder unflexibler, weil man sie eben mangels Platz dafür gar nicht mitführen kann.

Deswegen gehört das auch eigentlich nicht in diesen Strang, da es gar nicht um das Sonar geht, sondern um die anderen Fähigkeiten, die man stattdessen einrüsten kann.
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(19.02.2026, 12:31)DopePopeUrban schrieb: ASW ist durchaus eine der Kernanforderungen an die F126 und wäre falsch, das anders darzustellen.
Aber da wir uns nicht permanent im Krieg befinden, ist der Bedarf an ASW-Fähigkeiten meist, sagen wir, überschaubar.

[...]

ASW ist nach der Planung (bin gerade nicht sicher ob sogar nach Bestellung) zu einer Kernanforderung erklärt worden, aber geplant ist die F126 eben nicht als ASW-Fregatte, sondern als Mehrzweck-Einheit. Sie war und ist keine dedizierte ASW-Einheit. Auch wenn sie nun so angesprochen wird. F126 /= F123!
Das war der Punkt auf den ich hinaus wollte. Aber nun zurück zum Thema Schleppsonare in allen Geschmacksrichtungen.
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