26.02.2026, 07:39
@Kongo Erich
Ich kann es schon verstehen, worauf du hinaus möchtest, dennoch ist meiner Ansicht nach die Lage nicht so rosig wie deinerseits dargestellt. Das hat zwei Gründe:
1. Es ist richtig, dass wir (auch) viele Pflegekräfte aus Osteuropa haben. Aber ich selbst beobachte, wie diese - sofern ich es mitbekomme - bezahlt werden. Und da gibt es zwei Varianten - erstens sitzt die die Pflege anbietende Firma in Deutschland, dann gehen Zahlungen an eine deutsche DE-IBAN (und solche Zahlungen kommen sicherlich den deutschen Renten- und Sozialkassen zugute), zweitens gibt es aber auch die Situation, wonach die Kunden die Pflegekräfte direkt bezahlen und die Gehaltsforderungen an IBAN-Verbindungen von Firmen mit dem Beginn PL (Polen), SK (Slowakei) oder HU (Ungarn) überweisen. Ich bin nun kein Jurist, aber meines Wissens darf keine Doppeltbesteuerung in der EU stattfinden - wenn der betreffende Arbeitnehmer sich richtig angemeldet hat bzw. korrekt gemeldet wurde -, d. h. hierbei ist von auszugehen, dass das Bruttogehalt ins europäische Ausland geht und im jeweiligen Heimatland der Pflegekraft dann versteuert wird. Das betrifft ca. 30-40% aller Überweisungen. Insofern nehme ich an, dass das Heranziehen von Pflegekräften aus dem Ausland keineswegs immer nur den deutschen Renten- und Sozialkassen zugute kommt.
2. Die deutsche Bevölkerung ist seit 2015 um grob bzw. beinahe 2 Mio. Menschen angewachsen, 2024 haben wir sogar die 84 Mio.-Grenze überschritten (derzeit wieder leicht rückläufig). Dennoch hört man u. a. aus der Industrie ein ständiges Jammern darüber, dass der Fachkräftemangel immer noch zunehmen würde. Wenn aber die Behauptung stimmen würde, wonach die Zuwanderung unser Fachkräfteproblem mindern würde, so müsste der Mangel jedoch sinken. Dies ist aber nicht der Fall. Bleibt also die Frage, wieso es so ist und wer hier, entweder bewusst oder unbewusst, die Unwahrheit spricht? Und diese Frage sollten wir übrigens auch dringend klären, wenn wir das Erstarken von rechten Parteien zukünftig einhegen wollen.
Schneemann
Ich kann es schon verstehen, worauf du hinaus möchtest, dennoch ist meiner Ansicht nach die Lage nicht so rosig wie deinerseits dargestellt. Das hat zwei Gründe:
1. Es ist richtig, dass wir (auch) viele Pflegekräfte aus Osteuropa haben. Aber ich selbst beobachte, wie diese - sofern ich es mitbekomme - bezahlt werden. Und da gibt es zwei Varianten - erstens sitzt die die Pflege anbietende Firma in Deutschland, dann gehen Zahlungen an eine deutsche DE-IBAN (und solche Zahlungen kommen sicherlich den deutschen Renten- und Sozialkassen zugute), zweitens gibt es aber auch die Situation, wonach die Kunden die Pflegekräfte direkt bezahlen und die Gehaltsforderungen an IBAN-Verbindungen von Firmen mit dem Beginn PL (Polen), SK (Slowakei) oder HU (Ungarn) überweisen. Ich bin nun kein Jurist, aber meines Wissens darf keine Doppeltbesteuerung in der EU stattfinden - wenn der betreffende Arbeitnehmer sich richtig angemeldet hat bzw. korrekt gemeldet wurde -, d. h. hierbei ist von auszugehen, dass das Bruttogehalt ins europäische Ausland geht und im jeweiligen Heimatland der Pflegekraft dann versteuert wird. Das betrifft ca. 30-40% aller Überweisungen. Insofern nehme ich an, dass das Heranziehen von Pflegekräften aus dem Ausland keineswegs immer nur den deutschen Renten- und Sozialkassen zugute kommt.
2. Die deutsche Bevölkerung ist seit 2015 um grob bzw. beinahe 2 Mio. Menschen angewachsen, 2024 haben wir sogar die 84 Mio.-Grenze überschritten (derzeit wieder leicht rückläufig). Dennoch hört man u. a. aus der Industrie ein ständiges Jammern darüber, dass der Fachkräftemangel immer noch zunehmen würde. Wenn aber die Behauptung stimmen würde, wonach die Zuwanderung unser Fachkräfteproblem mindern würde, so müsste der Mangel jedoch sinken. Dies ist aber nicht der Fall. Bleibt also die Frage, wieso es so ist und wer hier, entweder bewusst oder unbewusst, die Unwahrheit spricht? Und diese Frage sollten wir übrigens auch dringend klären, wenn wir das Erstarken von rechten Parteien zukünftig einhegen wollen.
Schneemann

steigert BIP-Wachstum