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Die Kräfte waren für das was man machen wollte doch völlig ausreichend. Was hätte man denn anders gemacht wenn man einen Träger und ein paar Staffeln mehr vor Ort gehabt hätte?
Wie gesagt, das Problem ist das man abgebrochen hat bevor es dem Regime durch Angriffe aud die infrastrukturelle Basis richtig weh getan hätte. Die Entscheidung hat Trump getroffen, wobei es da an Fehleinschätzungen bezüglich des Fanatismus des iranischen Regimes weder auf politischer noch militärischer Ebene mangelt.
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Der Begriff Falsch ist hier nur dann gegeben, wenn man jedwede Nicht-Israelische Perspektive nimmt. Aus der Sicht Israels war da rein gar nichts falsch, weil die Kriegsziele in Wahrheit komplett andere sind.
Zitat:Man hat zu wenig Kräfte zusammengezogen, weil man den Bedarf falsch kalkuliert hat.
Der Bedarf hängt davon ab, was man erreichen will.
Zitat:Man hat überhastet Angegriffen, weil man den optimalen Zeitpunkt falsch eingeschätzt hat.
Der optimale Zeitpunkt war der, bei welchem man Chamenei und andere ranghohe Iraner töten und die USA in diesen Krieg hinein reiten konnte, aus blindem orientalischen Rachedenken der Israelis heraus.
Zitat:Man hat zu früh abgebrochen, weil man den bereits erreichten Effekt falsch eingeschätzt hat.
Man hat unterbrochen, weil ein Never-Ending-War für Israel wesentlich besser ist als ein Sieg, weil man sich dann auf den Libanon gestürzt hat (es war primär der massive Angriff auf den Libanon welcher den Luftkrieg gegen den Iran massiv herunter gefahren hat) und weil die israelischen Kriegsziele komplett andere sind als die der USA und aller anderen und weil es immer nur um Klein-Klein Effekte auf weniger als Sichtweite geht in der israelischen Nicht-Strategie.
Israel und Israel allein - das hat die aktuelle Situation verschuldet.
Im übrigen wird Schrödingers Iran nun in unglaublicher (weil vollkommen unglaubhafter) Geschwindigkeit wieder raufrüsten und in Kürze erneut eine tödliche Gefahr sein und wieder unmittelbar vor der Atombombe stehen usw. Eurasien war schon immer unser Feind. Krieg ist Frieden. Und wenn Israel mit einem Staat Krieg führt, dann führte es schon immer mit diesem Staat Krieg und wird auch in Zukunft immer mit diesem Staat Krieg führen.
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@Broensen
Zitat:Kann man nicht im Endeffekt alle von dir genannten Fehler auch als "verkalkuliert" betrachten?
Verkalkuliert heißt, dass man einen Fehler gemacht hat und sich zunächst des möglichen Risikos nicht bewusst war. Das denke ich aber hier nicht, man wusste hinter dem Vorhang durchaus, welche Risiken bestehen und hat sich bewusst für die Fehlentscheidungen entschieden.
Zitat:Wobei "man" dabei vmtl. nicht die professionellen US-Militärs betrifft, sondern deren politischen Entscheider.
Ich sehe den Fehler sogar eher beim Militär und weniger in der Politik. Die Administration ist in erheblichen Teilen eine Ansammlung von Selbstdarstellern, Show-Leuten und militärisch wenig versierten Personen, denen traue ich eine solch komplexe Operation nicht zu, aber gerade das Pentagon und die militärische Führung hätten wissen können müssen, was an Material und Personal benötigt wird. Aber angesichts des rabiaten Vorgehens der Administration gegenüber nicht gemochten oder sich nicht wohlwollend äußernden Militärs, haben vermutlich führende Köpfe schlicht die Klappe gehalten, um ihre Karriere und ihre Pension nicht aufs Spiel zu setzen, obwohl sie wussten, dass die Rechnung auf des Messers Schneide erstellt wurde.
Versagt hat also im Schwerpunkt das Militär, primär durch das eigene Schweigen, während zugleich die Politik von ihrer eigenen, überzogen rabiaten Vorgehensweise gegenüber Kritikern eingeholt wurde, weil sie eben erfolgreich darin war, das Militär entsprechend einzuschüchtern.
Schneemann
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(23.05.2026, 14:06)Quintus Fabius schrieb: Der Begriff Falsch ist hier nur dann gegeben, wenn man jedwede Nicht-Israelische Perspektive nimmt. Man sollte Donalds Perspektive einnehmen, im Zweifelsfall entscheidet er sehr allein wie es weiter geht. Die Idee Netanyahu hätte hier den Fortgang aus der Hinterhand groß hatsteuern können halte ich für ziemlich abwegig.
Schneemann schrieb:Versagt hat also im Schwerpunkt das Militär, In welchen Punkt sollen sie den versagt haben? Es lief militärisch wenigstens sehr ordentlich. Es ist schwerlich die Schuld des Militärs wenn Trump (sowie viele andere auch) die Mullahs nicht versteht, in ihnen zuviel Rationalität vermutet und die Show vorzeitigt beendet sobald man meint das es reichen könnte. Diese Entscheidung ist dann aber keine militärische sondern eine sicherheitspolitische gewesen. Und da gibt es niemanden der eine abweichende Position vertritt und auf den Trump im Zweifelsfall auch hören würde.
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(23.05.2026, 14:23)Schneemann schrieb: Verkalkuliert heißt, dass man einen Fehler gemacht hat und sich zunächst des möglichen Risikos nicht bewusst war. Das denke ich aber hier nicht, man wusste hinter dem Vorhang durchaus, welche Risiken bestehen und hat sich bewusst für die Fehlentscheidungen entschieden. Die Fragen dabei sind immer, wer etwas weiß und wer entgegen besseren Wissens handelt oder meint, es besser zu wissen. In dem Zusammenhang teile ich deine weitergehende Analyse.
Zitat:Versagt hat also im Schwerpunkt das Militär, primär durch das eigene Schweigen, während zugleich die Politik von ihrer eigenen, überzogen rabiaten Vorgehensweise gegenüber Kritikern eingeholt wurde, weil sie eben erfolgreich darin war, das Militär entsprechend einzuschüchtern.
Ich bin mir insofern recht sicher, dass die Militärs wussten, dass sie einen Fehler begehen, wenn sie den Fehleinschätzungen der Administration folgeleisten und nur noch versucht haben, das Bestmögliche heraus zu holen. Der Vorwurf geht also in beide Richtungen, unterscheidet sich aber dahingehend, dass an den Militärs vorwerfen muss, gegen besseres Wissen gehandelt zu haben, während man der Administration Ignoranz, Unfähigkeit etc. unterstellen muss.
Den Militärs muss man dabei allerdings auch die fehlende Alternative zugute halten. Hätten sie nicht folgegeleistet, wären sie vmtl. ersetzt worden durch andere, weniger qualifizierte, dafür obrigkeitshörigere Akteure, was womöglich zu mehr eigenen Verlusten geführt hätte.
(23.05.2026, 15:04)Nightwatch schrieb: Man sollte Donalds Perspektive einnehmen, im Zweifelsfall entscheidet er sehr allein wie es weiter geht. Die Idee Netanyahu hätte hier den Fortgang aus der Hinterhand groß hatsteuern können halte ich für ziemlich abwegig. Man kann Trump vieles unterstellen, aber sicher nicht, dass er schwer zu beeinflussen wäre.
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@Nightwatch
Zitat:In welchen Punkt sollen sie den versagt haben?
- zu wenig Personal und zu wenig Flugzeuge für zu viel Land und Manpower
- man fing schon an anzugreifen, obgleich noch gar nicht alle Assets vor Ort waren
- unzulänglich geschützte Basen
- das Parken von wichtigen und teuren Systemen sehr weit vorne, was keinen Sinn ergibt
- obgleich alle darauf hinwiesen, dass der Iran Hormuz im Falle eines Krieges dicht machen könnte, hatte man kein Konzept, wie man damit umgehen soll
- Probleme bei der Drohnenabwehr - gerade so, als ob Drohnen was neues wären. Gottlob sind die Iraner hier relativ unfähig und die Golfanrainer dafür recht fleißig gewesen
Das sind nun nur ein paar Punkte, die mir auf die Schnelle einfallen.
@Broensen
Zitat:Die Fragen dabei sind immer, wer etwas weiß und wer entgegen besseren Wissens handelt oder meint, es besser zu wissen.
Wenn wir in einem Philosophie-Kurs an der Uni wären, dann müssten wir hier tatsächlich nun alle Möglichkeiten querbeet durchdiskutieren. Zum Glück führen wir aber nur Krieg.
Zitat:Der Vorwurf geht also in beide Richtungen, unterscheidet sich aber dahingehend, dass an den Militärs vorwerfen muss, gegen besseres Wissen gehandelt zu haben, während man der Administration Ignoranz, Unfähigkeit etc. unterstellen muss.
Da kann ich mitgehen.
Schneemann
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(23.05.2026, 15:46)Schneemann schrieb: obgleich alle darauf hinwiesen, dass der Iran Hormuz im Falle eines Krieges dicht machen könnte, hatte man kein Konzept, wie man damit umgehen soll Kann man das nicht auch darauf zurückführen, dass der Krieg "unter den falschen Umständen" geführt werden musste? Ich würde davon ausgehen, dass man das sehr wohl auf dem Schirm hatte, aber nicht die dafür erforderlichen Mittel heranführen und einsetzen durfte. Es ist halt schlicht nicht möglich, einen Krieg gegen den Iran zu führen und währenddessen die Straße von Hormus offen zu halten, ohne dort enorme Ressourcen zum Einsatz zu bringen. Man hätte also einen sehr viel größeren Personal- und Materialansatz bringen und auch mehr eigene Verluste in Kauf nehmen müssen, wozu das Militär eben nicht "befugt" war.
Zitat:Wenn wir in einem Philosophie-Kurs an der Uni wären, ...
Sind Internetforen nicht eigentlich noch schlimmer?
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(23.05.2026, 15:46)Schneemann schrieb: @Nightwatch
- zu wenig Personal und zu wenig Flugzeuge für zu viel Land und Manpower
- man fing schon an anzugreifen, obgleich noch gar nicht alle Assets vor Ort waren Wie schon geschrieben, die Frage ist doch ob es irgendeinen Unterschied bezüglich der Strategie gemacht hätte, wenn mehr Assets vor Ort gewesen wären? Ich meine nein.
Man hätte den Krieg auch mit einem Flugzeugträger mehr genauso geführt. Die Kräfeallokation war unzureichend weil die geplante Operation die iranische Reaktion falsch einschätzte. Der grundsätzliche Fehler war es eher darauf zu bauen, dass der Iraner die Golfanrainer nicht (so umfangreich) angreift und stattdessen mehr oder weniger implodiert und sofort an den Verhandlungstisch kommt. Von außen betrachtet ist das ziemlich naiv, aber wir wissen nicht was intern für Informationen vorlangen und wer wie auf darauf gekommen ist, den Krieg so führen zu wollen.
(23.05.2026, 15:46)Schneemann schrieb: - unzulänglich geschützte Basen Mit was willst du die Basen schützen, mehr Flugabwehr fällt nicht von Himmel.
(23.05.2026, 15:46)Schneemann schrieb: - das Parken von wichtigen und teuren Systemen sehr weit vorne, was keinen Sinn ergibt Soweit vorne war das nicht, Problem war da eher die fehlende Dislozierung und regelmäßiger Positionswechsel.
Ein taktisches Ärgernis, größere Relevanz hatte es aber nicht. Mit einzelnen Treffern ist eh immer zu rechnen.
(23.05.2026, 15:46)Schneemann schrieb: - obgleich alle darauf hinwiesen, dass der Iran Hormuz im Falle eines Krieges dicht machen könnte, hatte man kein Konzept, wie man damit umgehen soll Hatte man augenscheinlich schon: Man ignoriert es kurzfristig und löst es hinterher diplomatisch. Die Effekte sind kurz- bis mittelfristig beherrschbar. Und im Zweifelsfall besteht die militärische Option ja, wie die Durchfahrt der US-Zerstörer gezeigt hat.
(23.05.2026, 15:46)Schneemann schrieb: - Probleme bei der Drohnenabwehr - gerade so, als ob Drohnen was neues wären. Gottlob sind die Iraner hier relativ unfähig und die Golfanrainer dafür recht fleißig gewesen Ich denke die Abfangquoten waren bewegten sich im Rahmen der hohen Erwartungen. Wenn viel fliegt trifft halt hier und da was. Ist halt so.
(23.05.2026, 15:24)Broensen schrieb: Man kann Trump vieles unterstellen, aber sicher nicht, dass er schwer zu beeinflussen wäre. Kann man das? Trump ist für mein Dafürhalten durchaus berantungsresistent wenn er sich mal was in den Kopf gesetzt hat. Man könnte es auch Altersstarrsinn nennen.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Netanyahu hier täglich durchtelefoniert und die Marschbefehle durchgegeben hat. Ich sehe keine Hinweise in diese Richtung, im Gegenteil wenn man die mediale Gerüchteküche bemüht.
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(23.05.2026, 17:02)Nightwatch schrieb: Trump ist für mein Dafürhalten durchaus berantungsresistent wenn er sich mal was in den Kopf gesetzt hat. Ihn von etwas abzubringen ist schwer. Es ist aber vergleichsweise leicht, ihm Flausen in den Kopf zu setzen.
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Ja. Allerdings hat er die Idee, dass der Iran keine Atombombe haben darf nicht erst seit er mit Netanyahu telefoniert sondern seit Jahrzehnten. Wobei, das könnte auf das selbe rauskommen. Da haben wirs wieder, Bibi der finstere Fädenzieher.
Wie auch immer, es ist sehr frustrierend wie naiv die Amerikaner parteiübergreifend mit diesem Regime umgehen.
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Hart getroffen wurden im Iran eher die zivilen Infrastrukturen, wie Fabriken, Universitäten, Schulen, Polizeistationen. Rein militärisch gesehen waren die Israelis und USA aber mit ihrer größten Luftkampagne seit WW2 überraschend wirkungslos. Stationäre Radare, vor Anker liegende legacy Schiffe aus den 1960ern, ausgemusterte/nicht flugtaugliche Jets aus den 1970ern, ein paar temporär verschüttete Tunneleingänge und eine handvoll günstiger Wegwerf-TEL, sowie einige Decoys. Nichts von militärischer Bedeutung für solche Konfrontationen.
Tatsächlich haben sich die Iraner gegenüber den beiden Aggressoren dadurch sogar einen relativen Vorteil verschaffen können, weil diese wohl ~70% ihrer Abwehrmittel in 4 Wochen verballert haben, während die Iraner wahrscheinlich ~70% ihrer ballistischen Raketen noch weiterhin besitzen. Mit inzwischen wieder steigender Tendenz. Auch sind die verschütteten Eingänge laut Satellitenbildern fast alle wieder repariert und entsprechend vermute ich auch, dass die unterirdischen Atomanlagen ziemlich glimpflich davon gekommen sein müssten. Die waren ja teilweise noch deutlich besser geschützt. Ergo, ein glatter Knieschuss. Und jetzt blockieren und meutern die Militärs und Verbündeten. Nicht im Iran etwa, sondern in den USA.
Und ich prophezeihe auch, dass die libanesische Regierung vor der Hisbollah stürzt.
Donald und Bibi werden auch keinen Erfolg damit haben, einerseits die arabisch-muslimische Bevölkerung und Regierungen zu vergraulen und gleichzeitig ihre lächerlichen "Abraham Accords" aufzunötigen. Das geht alles so wunderbar nach hinten los. Zusammengenommen haben die iraner in der Region und globalwirtschaftlich mit recht überschaubarem Einsatz gegen die richtigen Targets mehrere billionen Dollar verbrannt. Und da geht noch viel mehr. Ein Gedicht.
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@KheibarShekan
Zitat:Rein militärisch gesehen waren die Israelis und USA aber mit ihrer größten Luftkampagne seit WW2 überraschend wirkungslos.
Es war erstens mit Sicherheit nicht die größte Luftkampagne seit dem Zweiten Weltkrieg, wer das vermutet, ignoriert kurzerhand einmal Konflikte wie in Korea, Vietnam oder auch am Golf 1991. Zweitens gingen die iranischen Aktivitäten nach einigen massiven Anfangssalven dramatisch zurück, und hierbei reden wir nicht von einer Halbierung, sondern von 80 bis 90 Prozent der betreffenden Feuerintensität. Ob das nun einen taktischen Hintergrund hatte hinsichtlich einer wie auch immer begründeten Zurückhaltung, wofür es indessen keine Beweise gibt, oder aber dem Luftbombardement geschuldet war, bleibt wohl dem geneigten Betrachter überlassen.
Zitat:Stationäre Radare, vor Anker liegende legacy Schiffe aus den 1960ern, ausgemusterte/nicht flugtaugliche Jets aus den 1970ern, ein paar temporär verschüttete Tunneleingänge und eine handvoll günstiger Wegwerf-TEL, sowie einige Decoys. Nichts von militärischer Bedeutung für solche Konfrontationen. [...]
Mit inzwischen wieder steigender Tendenz. Auch sind die verschütteten Eingänge laut Satellitenbildern fast alle wieder repariert und entsprechend vermute ich auch, dass die unterirdischen Atomanlagen ziemlich glimpflich davon gekommen sein müssten.
Dann hat Bibi also doch recht? Bzw. um es mit Quintus' Worten zu sagen: Die Perser sind die schnellsten kleinen Sch... der Kriegsgeschichte. Der Phoenix aus der Asche ist kalter Kaffee dagegen. Nächste Runde dann im Juli.
Schneemann
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(27.05.2026, 05:49)Schneemann schrieb: Es war erstens mit Sicherheit nicht die größte Luftkampagne seit dem Zweiten Weltkrieg
Dass der Führer und die Folgschaft der US amerikanischen Prasidialdiktatur solche und andere Aussagen treffen, ist entweder richtig oder Angeberei, oder irgendwo dazwischen oder beides. Ich vermute ja eher zuviel organgefarbene Schminke über dem blau-weißen T-Shirt und zu wenig Plan und Verstand. Nun haben die Bibis und Trumpis schon 3 Mal in Verhandlungsphasen einseritig den großen Krieg erklärt, nur um jeweils wenige Tage später erneut um Waffenruhe und erneute Verhandlungen zu bitten, dabei wurde die Verhandlungsposition jedes mal ein Stück schlechter, bei gleichzeitiger Nichterreichung ihrer jeweils verkündeten militärischen Ziele. Durchaus angenehm, dass wir das beide als großen Erfolg werten. Da herrscht doch mal Einigkeit.
Zitat:Zweitens gingen die iranischen Aktivitäten nach einigen massiven Anfangssalven dramatisch zurück, und hierbei reden wir nicht von einer Halbierung, sondern von 80 bis 90 Prozent der betreffenden Feuerintensität.
Ja die Prozentangaben über vermeintliche Vernichtungserfolge gegen iranische Angriffsoptionen sorgen nicht erst seit heute Morgen für Erheiterung.  Im Zweifelsfalls kann man ja mal den Rechenschieber bemühen und wird feststellen, dass nach dem allgemeinen Rundumschlag an Tag 1-2 keinesfalls 80-90% der Raketenangriffsoptionen zerstört wurden. Es wurde in Summe weiterhin mehr verballert als an diesen ersten zwei Tagen und der Trick dabei ist: Das kann auch noch einige Monate auf exakt diesem Level und auf täglicher Basis so weitergehen. Natürlich nicht auf dem Level von Tag 1.
Raketen und strategische Drohnen haben durchaus sehr viel, eigentlich ausschließlich, mit Mathematik der Abnutzung zu tun.
Hier im Forum hatte ich sogar, Monate vor dem Krieg, mit KI Untersützung mal den Sweet Spot für einen strategischen Raketenkrieg dargestellt und dabei 3 hypothetische Strategien auf der Ebene Anzahl Angriffswellen vs. Schaden, Anzahl Raketen vs. Schaden, gegenübergestellt.
Es sind die täglichen/stündlichen sustained attacks, die zur kontunierlichen Degradierung der Flugabwehr- und Durchhaltefähigkeit des Feindes militärisch und zivil führen. Nur so wird der Feind dazu genötigt ein Vielfaches der Abwermittel einzusetzn, die er in Summe aber gar nicht hat. 1000 Flugkörper über 50 Tage verteilt erzeugen damit erheblich mehr militärische, psychologische und wirtschaftliche Effekte, als die gleiche Menge in 5 Tagen auf einen Feind zu verschießen.
Und das Ergebnis spricht für sich:
Zitat:The rapidly intensifying missile defence campaign of the United States–Israel coalition against Iran is entering a potentially decisive logistical phase as interceptor inventories begin approaching critical depletion thresholds after only weeks of sustained high-tempo combat operations.
A detailed assessment released by the Royal United Services Institute indicates that Israel’s Arrow ballistic-missile interceptors could be fully exhausted within days, while the United States faces a comparable strain on its THAAD interceptor inventory if the current operational tempo continues.
The analysis, combined with emerging diplomatic signals from Washington regarding a possible negotiated settlement to the Iran conflict, suggests that industrial endurance and munitions production capacity may now be shaping strategic decision-making as much as battlefield developments.
...
https://defencesecurityasia.com/en/israe...isis-2026/
q.e.d.
Zitat:Ob das nun einen taktischen Hintergrund hatte hinsichtlich einer wie auch immer begründeten Zurückhaltung, wofür es indessen keine Beweise gibt, oder aber dem Luftbombardement geschuldet war, bleibt wohl dem geneigten Betrachter überlassen.
Äh, Ne. Philosophisch und "geneigt betrachtend" lassen sich nur geisteswissenschaftliche Fragen im Literaturkurs beantworten.
Wer nach Beweisen für mathematische Gesetze sucht, dem hilft ausschließlich mathematische Logik. Das ist alternativlos. Siehe oben.
Zitat:Dann hat Bibi also doch recht? Bzw. um es mit Quintus' Worten zu sagen: Die Perser sind die schnellsten kleinen Sch... der Kriegsgeschichte. Der Phoenix aus der Asche ist kalter Kaffee dagegen. Nächste Runde dann im Juli.
Du, solange die kleinen, persischen Arier auf das Dach von künstlich aufgeblasenen Semiten mit heruntergelassener Hose sch...habe ich weder im Juli, nich im August, oder im September,...egal wann, ein moralisches Problem. So gut dürfest Du mich mittlerweile kennen. Die Frage, inwieweit das sinnvoll ist, müssen die kleinen persischen Sche...(Zitat Moderator Quintus, zitiert von Moderator Schneeman) ja auch praktischerweise nicht beantworten, da sie ja nicht die Aggressoren sind. Daher: Hauptsache es stinkt gewaltig und die Kinderfreunde Bibi und Donald latschen mitten rein. Nette Vorlage übrigens
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(27.05.2026, 08:49)KheibarShekan schrieb: Und das Ergebnis spricht für sich:
https://defencesecurityasia.com/en/israe...isis-2026/
q.e.d. Nö nicht wirklich. Wenn es nach den jüngsten Medienberichten dazu geht wurden 200 THAAD, 100 SM-3/6 seitens der Amerikaner und 100 Arrow 3 (2?) sowie 90 Stunner eingesetzt:
https://www.jpost.com/israel-news/defens...cle-896997
Ich habe mit zu dem elendlichen RUSI Report schon während des Krieges geäußert und mit einer groben Überschlagsrechnung gezeigt, dass die Idee die Abfangraketen würden binnen Tagen ausgehen Quatsch ist:
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...#pid287609
Wenn die Zahlen stimmen, dass die Israelis lediglich rund 200 Abfangraketen eingesetzt haben kann es bei dem tatsächlich gegen Israel gerichteten und zu bekämpfenden Iranischen Feuer keinen akuten Mangel gegeben haben.
So oder so hat der Krieg gezeigt, dass es die völlig richtige Entscheidung war diesen Krieg jetzt zu führen und die iranische Raketenproduktion deutlichst zu reduzieren. Eine Situation in der dieses Regime hunderte Raketen pro Jahr produziert ist völlig untragbar und es war ein Fehler, die Raketenarsenale des Irans derart aufwachsen zu lassen.
Noch viel wichtiger aber, der Krieg hat den strukturellen Mangel an Munition jetzt endlich auch mal in den Mainstream gespült. Jeder der in der Lage war die US DOD Budgets zu lesen und zwei und zwei zusammenzuzählen wusste, dass die Bevorratung nicht ansatzweise ausreicht wenn man sich mit den Chinesen auseinandersetzen müsste. Jetzt wird endlich gegengesteuert und strategisch war es alleine das schon wert.
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(27.05.2026, 10:45)Nightwatch schrieb: So oder so hat der Krieg gezeigt, dass es die völlig richtige Entscheidung war diesen Krieg jetzt zu führen und die iranische Raketenproduktion deutlichst zu reduzieren. Eine Situation in der dieses Regime hunderte Raketen pro Jahr produziert ist völlig untragbar und es war ein Fehler, die Raketenarsenale des Irans derart aufwachsen zu lassen.
Von diesem Krieg wird sich das iranische Regime nicht wieder erholen.
Die Tötung der Führungsriege hat erst einmal Hardliner an die Regierung gebracht.
Aber es wird letzlich egal sein, wer den Karren vollends in den Sand fährt.
Inflation, Wirtschaftskollaps und Wassermangel lassen sich nicht mit Raketen bekämpfen.
Und die Schutzgelderpressung rund um die Trump-Straße wird die Welt den Mullahs nicht durchgehen lassen.
Ich schätze in fünf Jahren werden die Bemühungen der USA und Israels Früchte getragen haben.
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