(Allgemein) Bundeswehr - Wunschkonzert 2026
#61
Broensen:

Auch die Gegner werden unterbesetzt sein, sonst wird man nämlich eine solche Operation überhaupt gar nicht erst anfangen. Im urbanen Kampf sind heute teilweise Übermachten von bis zu 20 zu 1 notwendig um sich wirklich durchzusetzen. Entsprechend wird der Gegner zahlenmässig deutlich unterlegen sein müssen, denn ansonsten braucht man diese Truppen erst gar nicht einsetzen. Es stellt sich zudem auch die Frage, inwieweit es überhaupt Sinn macht, Städte tatsächlich im Nahkampf zu erobern.

alphall31:

Zitat:Aus welchem Grund sollte Infanterie weniger Pioniere brauchen ?

Weil leichte Infanterie querfeldeinbeweglicher ist und weil die Fähigkeiten der Pioniere welche sie benötigt sich mit weniger Personal und mit leichteren Pionierkräften abbilden lassen. Und für den ausgedehnten Stellungsbau etc. greift man wiederum Fähigkeiten der Korps-Pioniere ab, zumal ein solcher im umkämpften Raum ohnehin nicht möglich ist, sondern nur im eigenen Raum stattfinden kann, dort aber schneller und mit größerem Materialansatz bewerkstelligt werden muss.

Zitat:Hier fehlt die Einordnung der Brigade . Auf korpsebene sind die Pionierteile angesiedelt die mit Feldlager , Bau, Pipeline, tanklager und solche Sachen beauftragt sind . Und natürlich dem schweren Brückenbaugerät. Auf divisionsebene findet man die Pioniere für Brückenbau , mit den Benötigten Maschinen, Taucher und Kmpfb.

Guter Punkt. Die Pionierbrigade auf Korps-Ebene müsste hier stärker für Tätigkeiten der "niedrigeren" Ebenen spezialisiert werden. Was aber durchaus machbar und auch sinnvoll wäre.
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#62
(Gestern, 11:22)Quintus Fabius schrieb: Auch die Gegner werden unterbesetzt sein, sonst wird man nämlich eine solche Operation überhaupt gar nicht erst anfangen. ... Es stellt sich zudem auch die Frage, inwieweit es überhaupt Sinn macht, Städte tatsächlich im Nahkampf zu erobern.
q.e.d.

Den von dir angesprochenen Kampf, bei dem leInfBg in einer Großstadt "versickern", wird die BW so halt gar nicht führen. Das Gros der Einsätze wird eben mMn eher im Regimentsrahmen stattfinden.
Zitat:weil die Fähigkeiten der Pioniere welche sie benötigt sich mit weniger Personal und mit leichteren Pionierkräften abbilden lassen.
Zudem bietet die Mannstärke der LeInf Möglichkeiten, dass diese, von Pionieren angeleitet, selbst Pioniertätigkeiten übernehmen, die Pioniere brauchen daher weniger eigenes Personal.
Zitat:Die Pionierbrigade auf Korps-Ebene müsste hier stärker für Tätigkeiten der "niedrigeren" Ebenen spezialisiert werden.
In deiner Struktur könnte man den leInfBg z.B. nur je eine PioKp geben und dafür ein leichtes Pionierbataillon innerhalb der Pionierbrigade beim Korps vorhalten, das dann auch eigenständig als schnell verlegbare Pionierkapazität eingesetzt werden kann. Das entspräche dann dem Ansatz, für den ich die Divisionsebene eingezogen hätte.
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#63
Zitat:Nicht wegen der fehlenden Fähigkeit, sondern wegen der mangelnden Quantität.
Natürlich kann die BW im urbanen Raum kämpfen, aber mit 2-3 Brigaden Infanterie wirst du halt "beim Kampf um eine Großstadt" nicht lange durchhalten, wenn nicht der Gegner auch entsprechend unterbesetzt operieren sollte

Die komplette Infanterie der Bw würde halt schon längst n einer 100000 Einwohner Stadt versickern. Das ist richtig . Ich würde daher mehr auf leichte Kräfte als auf mechanisierte Kräfte setzen. Der Kampf wird sich wenn immer möglich in Ortschaften oder Wäldern abspielen . Und die absitzstärke bei Gren kann man sich sparen .



Zitat:Zudem bietet die Mannstärke der LeInf Möglichkeiten, dass diese, von Pionieren angeleitet, selbst Pioniertätigkeiten übernehmen, die Pioniere brauchen daher weniger eigenes Personal

Das geht vielleicht beim Stellungsbau im Hinterland , aber im Gefecht sieht das schlecht aus . Die Infanterie hat ihre eigenen Aufgaben. Je Kampftrpbtl sollte eine Kp Pio zur Unterstützung zur Seite stehen. Schon um die durchhaltefähigkeit sicher zu stellen .

Die von @Broensen angesprochene Struktur des Jägerrgt , aber auch in Teilen die der NVA halte ich gerade für leichte Infanterie für zweckmäßig . Ich habe Inf, Pio , Fla , San, Aufkl und Unterstützung in einem Verband vereint unter einem Kommandeur . Das ist eine andere Herangehensweisen als wenn man Teile unterstellt.
Bei einer Gliederung wie Jgrgt1 wären 3 Rgt in einer Brig , brigadetruppen würde nur Artbtl nötig werden.
Das würde zur heutigen BrigadeGliederung alleine schon mindestens 600-800 Soldaten in Stabs und versorgungskompanien einsparen .
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