Umfrage: Wohin wird Grönland künftig gehören?
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Wie bisher - zu Dänemark und damit zur EU
80.00%
12 80.00%
Grönland wird sich mehr nach Nordamerika orientieren
6.67%
1 6.67%
Grönland wird eine Position zwischen den Kontinenten einnehmen
13.33%
2 13.33%
Gesamt 15 Stimme(n) 100%
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Dänemark - Grönland
#61
(06.01.2026, 14:10)EuropeanMind schrieb: Gibt jetzt auch eine gemeinsame Stellungnahme einiger Europäischer Staats- und Regierungschefs zu der Grönland-Frage. Neben Dänemark haben Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien und das Vereinigte Köngreich unterschrieben:

Quelle Auswärtiges Amt: https://www.bundesregierung.de/resource/...download=1

Merkt man, das der Ton doch etwas deutlicher wird zumindest. Glaube, langsam verstehen die Leute, dass die Trump-Regierung das ernster meint, als man ursprünglich vieleicht wahrhaben wollte.
Dazu auch hier eine erste Medienmeldung:
Zitat:Europäische Länder stellen sich hinter Grönland
Aktualisiert am 06.01.2026, 12:55 Uhr
Fahrzeuge für den arktischen Grönland-Einsatz hat die europäische NATO inzwischen
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#62
Im Jahr 1999, als 19 Mitglieder der NATO Serbien angegriffen und zerbombt haben,
ohne Genehmigung der UN - das war OK?
Als 'Kosovo' Unabhängigkeit erklärte, trotz Resolution 1244 der UN - das war OK?
Und welches war der erste Staat, der ´Kosovo´ anerkannte?
Na klar - Dänemark.
Und jetzt berufen sich die Dänen auf teritoriale Integrität?
Und EU schert sich ein Dreck um Grönland, die sorgt sich um ein eventuelles Abkommen
zwischen USA, China und Russland, wonach Russland der grosse Boss in Europa wird, China in Asien
und Amerika in der Rest der Welt.
Und was Recht und Unrecht, was legal und was illegal ist, entscheidet heute der stärkere.
So nach dem Motto: Legal, illegal, scheissegal.
Nur weiter so Trump, mach Amerika great again...
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#63
(06.01.2026, 11:59)DopePopeUrban schrieb: Wer solche "Verbündeten" hat, braucht echt keine Feinde mehr. ..
Das muss man erstmal bringen, live vor lautenden Kameras Expansionsbestrebungen in Territorien von Partnerstaaten auf der Basis von "sie können uns ja sowieso nicht aufhalten" zu verargumentieren.

Sind wir mittlerweile soweit, die Vereinigten Staaten nicht mehr als Verbündete zu sehen oder brauchen wir dafür noch ein bisschen Zeit zum prokrastinieren?

Die Nato in jetziger Form ist bereits tot. Wer glaubt ernsthaft, dass die USA unter jetziger Regierung bei einem Bündnisfall in Europa helfen würden, ohne vorher Geldforderungen zu stellen. Und so wird es auch mit Taiwan kommen. Die EU wäre gut beraten in Windeseile ein eigenes Bündnis aufzustellen mit Aufrüstung in Lichtgeschwindigkeit, Mithilfe von Vereinheitlichung der Schulden (der große Cut kommt eh...). Aber wird nicht passieren
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#64
(06.01.2026, 15:45)Mitleser schrieb: Die Nato in jetziger Form ist bereits tot. Wer glaubt ernsthaft, dass die USA unter jetziger Regierung bei einem Bündnisfall in Europa helfen würden, ohne vorher Geldforderungen zu stellen. Und so wird es auch mit Taiwan kommen. Die EU wäre gut beraten in Windeseile ein eigenes Bündnis aufzustellen mit Aufrüstung in Lichtgeschwindigkeit, Mithilfe von Vereinheitlichung der Schulden (der große Cut kommt eh...). Aber wird nicht passieren

Vereinheitlichung der Schulden, damit die wenigen ökonomisch potenten Länder der EU auch noch ruiniert werden?
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#65
(06.01.2026, 16:37)lime schrieb: Vereinheitlichung der Schulden, damit die wenigen ökonomisch potenten Länder der EU auch noch ruiniert werden?

Kurze Antwort, weil off-topic hier: So könnte sich in dieser theoretischen Überlegung, die eh nicht zum Tragen kommt, kein Land ausnehmen. Oder denkst Du, Länder wie Spanien, die jetzt eh schon kaum zu Nato oder Ukraine beitragen, könnte man sonst in die Pflicht nehmen? Außerdem schrieb ich, dass ein Cut (bei der nächsten großen Eurokrise) imho eh käme, mit oder ohne Bonds (auch die gibt es imho schon, siehe 90 mrd Ukrainehilfe).
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#66
Unsere Regierung ist sowas von blöd...

Es wird eine Regierungserklärung von 7 Staaten veröffentlicht, also 6 EU-Staaten plus GB.
Die EU besteht aber aus 27 Staaten plus enge Partner Norwegen und GB.

Es haben also 7 von 29 Staaten eine gemeinsame Erklärung abgegeben.
Besser könnte man die EU nicht schwächen, als mit so einem Schnellschuss ohne wirklich alle Mitglieder auf der Erklärung zu haben...
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#67
(27.12.2025, 14:17)lime schrieb: Es haben also 7 von 29 Staaten eine gemeinsame Erklärung abgegeben.
Besser könnte man die EU nicht schwächen, als mit so einem Schnellschuss ohne wirklich alle Mitglieder auf der Erklärung zu haben...

Es gab ja schon am Wochenende eine Erklärung zur Sache Venezuela, da hat sich Ungarn nicht angeschlossen, also eine von allen abgesegnete Erklärung zu diesem Sachverhalt kannst du eh' vergessen.
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#68
Vielleicht ist es jetzt aber auch an der Zeit nicht mit einem Handelskrieg zu drohen, sondern Trump auf der Sprache zu antworten die er versteht.

Sinngemäß, ok greif Grönland an aber überleg ob es dir Wert ist einen Flugzeugträger zu verlieren...
und natürlich alle Basen in Europa.
Da müsste halt vor allem auch aus De und Fr ein starkes Signal kommen denn:

Zitat:Artikel 42 Absatz 7 des Vertrags über die Europäische Union

(7) Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats schulden die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung, im Einklang mit Artikel 51 der Charta der Vereinten Nationen. Dies lässt den besonderen Charakter der Sicherheits- und Verteidigungspolitik bestimmter Mitgliedstaaten unberührt.

Die Verpflichtungen und die Zusammenarbeit in diesem Bereich bleiben im Einklang mit den im Rahmen der Nordatlantikvertrags-Organisation eingegangenen Verpflichtungen, die für die ihr angehörenden Staaten weiterhin das Fundament ihrer kollektiven Verteidigung und das Instrument für deren Verwirklichung ist.

Denn will Trump wirklich der erste Präsident seit dem 2. WK sein der einen Träger verliert?
Ich denke dies wäre einer der wenigen Wege tatsächlich die US Navy abzuschrecken, grade da es nur einen Lucky Punch bräuchte.

Ob man am Ende nur Bluffet oder wirklich schießt ist natürlich eine andere Sache...
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#69
(Gestern, 16:06)Spaten schrieb: Vielleicht ist es jetzt aber auch an der Zeit nicht mit einem Handelskrieg zu drohen, sondern Trump auf der Sprache zu antworten die er versteht.

Sinngemäß, ok greif Grönland an aber überleg ob es dir Wert ist einen Flugzeugträger zu verlieren...
und natürlich alle Basen in Europa.
Da müsste halt vor allem auch aus De und Fr ein starkes Signal kommen denn:


Denn will Trump wirklich der erste Präsident seit dem 2. WK sein der einen Träger verliert?
Ich denke dies wäre einer der wenigen Wege tatsächlich die US Navy abzuschrecken, grade da es nur einen Lucky Punch bräuchte.

Ob man am Ende nur Bluffet oder wirklich schießt ist natürlich eine andere Sache...

Ein Träger gegen Grönland wäre wohl eher ein Megadeal für Trump? Und wozu sollte die USA die europ. Basen zwingend brauchen, die nutzen der EU wesentlich mehr als den USA. Gerade für Trump wohl eher Ballast den er dann endlich los wäre.
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#70
(Gestern, 17:12)lime schrieb: Ein Träger gegen Grönland wäre wohl eher ein Megadeal für Trump? Und wozu sollte die USA die europ. Basen zwingend brauchen, die nutzen der EU wesentlich mehr als den USA. Gerade für Trump wohl eher Ballast den er dann endlich los wäre.

Meinte er evtl. einen Träger versenken? Was natürlich Quatsch wäre. Und die Basen, gerade in D. zu schließen, mag ein impulsives Träumchen von Trump zu sein. Jedem General drehte sich indes der Magen um bei dem Gedanken. Ramstein, Stuttgart Africom, das wäre kaum ersetzbar. Hochleistungs-Hubs für Umschlag und Intelligence sind das.
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#71
(Gestern, 18:00)Mitleser schrieb: Meinte er evtl. einen Träger versenken? Was natürlich Quatsch wäre. Und die Basen, gerade in D. zu schließen, mag ein impulsives Träumchen von Trump zu sein. Jedem General drehte sich indes der Magen um bei dem Gedanken. Ramstein, Stuttgart Africom, das wäre kaum ersetzbar. Hochleistungs-Hubs für Umschlag und Intelligence sind das.

Braucht man alles nicht mehr wenn das Interesse an Europa auf 0 fällt. Was hatte denn die USA von ihrem jahrzehntelangen Engagement in Europa außer Kosten?
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#72
(Gestern, 18:11)lime schrieb: Braucht man alles nicht mehr wenn das Interesse an Europa auf 0 fällt. Was hatte denn die USA von ihrem jahrzehntelangen Engagement in Europa außer Kosten?

Milliardeneinnahmen der US Rüstungsindustrie zB
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#73
(Gestern, 18:11)lime schrieb: Was hatte denn die USA von ihrem jahrzehntelangen Engagement in Europa außer Kosten?
  • exorbitante Einnahmen für die Rüstungsindustrie
  • die Sicherung der westeuropäischen Industrienationen als Handelspartner, was insbesondere vor 1990 für die US-Industrie entscheidend war (mangels Kapital und ideologischer Akzeptanz für US-Produkte im übrigen Eurasien)
  • vor 1990: die Gewissheit, dass jeder Krieg mit der Sowjetunion in Europa, nicht im amerikanischen Kernland beginnen würde, und auf Europa beschränkt bleiben könnte
  • seit 1990: ein Sprungbrett zur globalen militärischen Machtprojektion, ohne insbesondere die Basen in Deutschland hätten die Golfkriege und der Afghanistankrieg nicht geführt werden können
Die von der amerikanischen Rechten verbreitete Legende, dass die Amerikaner die NATO aus lauter Freundlichkeit gegründet und (angeblich schändlich missbrauchte) Schutzversprechungen ohne irgendeinen Nutzen für sie selbst abgegeben hätten, ist schlicht Unsinn.
(06.01.2026, 17:13)Bairbus schrieb: Unsere Regierung ist sowas von blöd...

Es wird eine Regierungserklärung von 7 Staaten veröffentlicht, also 6 EU-Staaten plus GB.
Die EU besteht aber aus 27 Staaten plus enge Partner Norwegen und GB.

Es haben also 7 von 29 Staaten eine gemeinsame Erklärung abgegeben.
Besser könnte man die EU nicht schwächen, als mit so einem Schnellschuss ohne wirklich alle Mitglieder auf der Erklärung zu haben...
Grönland gehört nicht zur EU, warum sollte die EU hier in der originären Pflicht sein zu reagieren?

Aber vor allem: Es ging hier darum, schnell auf eine verbale Provokation zu reagieren, und dazu taugt nun mal ein Staatenbund aus 27 Staaten nicht, zumal die Zustimmung einzelner Staaten zweifelhaft gewesen wäre (z.B. Ungarn wegen Trump-Sympathie). Langwierige Verhandlungen oder einzelne Dissidenten hätten dem Ansehen der EU mehr geschadet.

Außerdem: Neben Dänemark haben die einzigen nennenswert potenten europäischen Staaten unterschrieben. Auch wenn es der europäischen Idee nicht entsprechen oder nationale Befindlichkeiten verletzen mag; wenn Trump fähig ist, einen Alliierten mit Invasion zu bedrohen, dann ist der Widerspruch Luxemburgs oder Estlands halt nur das Piepsen einer Maus im Sturm.

Nein, die Erklärung war schon richtig so.
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