29.12.2025, 14:17
(28.12.2025, 20:40)Broensen schrieb: Das gilt ja eigentlich für alle europäischen Flugzeugbauer, zumindest hinsichtlich ernstzunehmender Kampfflugzeuge. Die Unterschiede liegen vor allem darin, inwieweit die jeweilige nationale Industrie bei der Weiterentwicklung das gesamte Flugzeug in allen Aspekten verantwortet hat. Da kann man dann schon sagen, dass Frankreich einen Vorteil hat, weil sie die Rafale ganz alleine verantworten, während Saab bei der Gripen einiges zukauft und Airbus eben nicht vollumfänglich für den EF verantwortlich zeichnet, gleiches gilt für BAE und Leonardo.
Inwieweit das aber tatsächliche Relevanz hat für eine 6th-gen-Neuentwicklung, kann man durchaus in Frage stellen. Meiner persönlichen, zugegebenermaßen wenig fundierten Meinung nach, ist die technische Expertise für so ein Programm bei Dassault nicht eklatant stärker ausgeprägt als bei ADS, sie haben aber definitiv die besseren Rahmenbedingungen hinsichtlich industrieller Eigenständigkeit und politischer Rückendeckung.
Kein Widerspruch. Kratos liefert ein Vehikel, das als Träger für Systeme dient, die später auf eigenen oder multinational-europäischen Plattformen eingesetzt werden sollen, die dann auch größer ausfallen können. Dafür kann man sich m.E. schon an der vorgestellten Airbus Wingman Studie orientieren.
Genau richtig.
Kein europäischer Hersteller ist noch in der Lage, alleine ein Kampfflugzeug zu entwickeln.
Deswegen machen die Kooperationen auch Sinn.
Und auch Dassault ist auf diverse Zulieferer angewiesen, ohne die man ein nacktes Flugzeug ohne Systeme, Bewaffnung, Triebwerk, etc.bauen würde.
Wenn wir einen Kanzler hätten und nicht einen Wendehals, der keine Entscheidung treffen mag, wüssten unsere europäischen Partner, wie der Weg jetzt weitergeht.
Immer nur verschieben, bringt niemandem etwas.
