Beiträge: 1.296
Themen: 6
Registriert seit: Feb 2025
Währenddessen sucht die Bundesregierung mal wieder ihr Niveau
Zitat:Trotz Trumps Annexionsdrohungen:
Wadephul betont bei Grönland gemeinsame Interessen mit den USA
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat vor seiner Reise nach Washington und dem dortigen Treffen mit seinem Amtskollegen Marco Rubio die gemeinsamen Interessen der EU und der USA mit Blick auf Grönland betont. US-Präsident Donald Trump habe recht, dass „insbesondere der Norden Europas ein Interesse daran hat, dass hier unsere Sicherheitsinteressen gewahrt werden, auch gegenüber China, gegenüber Russland“, sagte Wadephul am Sonntag dem ZDF.
Deutschland und insbesondere auch Dänemark seien bereit, sich im Rahmen der Nato stärker in der Arktis zu engagieren, sagte Wadephul weiter. Zugleich sei „vollkommen klar, (...): Was mit Grönland geschieht, das entscheiden die Grönländerinnen und Grönländer. Und das entscheidet das Königreich Dänemark, weil es von der Souveränität her zu Dänemark gehört“.
https://www.tagesspiegel.de/internationa...26039.html
Validiere den Irren doch noch. "Untertänlichste Verzeihung, dass wir so wenig in Grönland investiert haben. Wir werden das prompt ändern... ...genauso wie die 5% NATO Beiträge und die europäischen Sicherungstruppen in der Ukraine".
Beiträge: 14.117
Themen: 232
Registriert seit: May 2006
Naja, das, was Wadephul hier macht, ohne dass ich nun ein Fan von ihm wäre, ist nicht ganz falsch. Denn es ist das, was die deutsche Außenpolitik in den letzten Jahren verpennt oder ignoriert hat. Erst ignorierte man Trump und sein Lager über Jahre hinweg und bandelte nur mit den Demokraten an, obwohl einige wenige Beobachter vor dieser Schlagseite warnten (berechtigterweise, wie wir aktuell erfahren), und nun soll man ihn wieder ignorieren, weil er sich ja nicht so ganz konform benimmt, wie wir das gerne hätten.
Man bemerkt also die vorherrschende Bescheidenheit: Es wird endlich wieder Zeit, dass die Welt am deutschen Wesen genesen tut (sie weiß es bloß noch nicht). Nur mischt sich dieses Mal der besserwisserisch-linksliberale deutsche Studienrat-Zeigefinger in einem pseudopatriotischen Anflug mit den Klängen von Heil dir im Siegerkranz. Ob das nun die bessere Mischung ist als die vormalige, d. h. preußisch gefärbte Variante, wage ich anzuzweifeln.
Schneemann
Beiträge: 6.698
Themen: 17
Registriert seit: Jan 2017
Es ist absolut richtig, Trump bei seinen falschen Aussagen zuzustimmen.
Trump hat ja insofern indirekt recht, dass es im Umfeld von Grönland an einer ausreichenden militärische Präsenz der NATO mangelt. Und es liegt in unserer europäischen Verantwortung das zu ändern. Also ist es richtig, hier etwas zu tun. Der Rest ist Psychologie im Umgang mit einem Riesenbaby in globalpolitischer Verantwortung.
Und es ist allemal besser, unseren gegen Trump gerichteten Stolperdraht als Entgegenkommen ihm gegenüber zu deklarieren und parallel unsere Sicherheit gegenüber Russland zu erhöhen, als auf eine offene, NATO-interne Konfrontation zu setzen.
Beiträge: 1.296
Themen: 6
Registriert seit: Feb 2025
@Schneemann
Oh ich sage nicht, dass er unrecht mit seiner Aussage. Ganz im Gegenteil, es ist faktisch so.
Ich kritisiere, dass der gute Mann anscheinend so schlecht darin ist den Raum zu lesen, dass er ausgerechnet jetzt damit ankommt.
In diesem Kontext das primäre Ziel der deutschen Außenpolitik aktuell zu verhindern, dass die Vereinigten Staaten Grönland übernehmen.
Dann auf die Begründung "Europa investiert nicht genug in Grönlands Verteidigung, deshalb müssen wir Grönland aufgrund der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten übernehmen" umgangssprachlich mit "Sie haben vollkommen Recht, wir haben zu wenig in Grönland investiert" zu antworten kommt einem argumentativen Todesurteil gleich. (Scheiß) egal ob es Wahrheit entspricht oder nicht, jetzt hat er ihm öffentlichkeitswirksam in seiner Begründung für eine Übernahme Recht gegeben.
Wer nicht in der Lage ist, Leuten offen ins Gesicht zu lügen, soll kein Außenminister werden.
----------
@Broensen
Ich befürchte inzwischen, dass uns unsere ständigen Anbiederungsversuche genau dahin geführt haben, wo wir heute stehen.
Der Mann ist Impulsgetrieben aber er ist ebenfalls tief egoistisch und das hat man mMn unterschätzt. Die Lollipop-Strategie funktioniert anscheinend nur bei Themen, die ihn herzlich wenig interessieren. Russland-Ukraine bspw.
Grönland hingegen scheint eines seiner Herzensprojekte zu sein. NATO und EU ebenfalls und ich fürchte, dass die selbe Lollipop-Strategie hier ein absoluter Reinfall war. Der denkt jetzt, dass er hier tun und lassen kann was er will, da wir am Ende ja doch wieder von selber ankommen.
Wir haben beim 2.5-prozentigen Verteidigunshaushalt nachgegeben, wir haben beim 5-prozentigen Verteidigungshaushalt mehr oder weniger nachgegeben, wir haben bei einer europäischen Friedenstruppe in der Ukraine nachgegeben und sind drauf und dran, beim Verlust ukrainischer Gebiete nachzugeben. Der kriegt hier am Ende überall seinen Willen, darum denkt er jetzt, dass es mit Grönland auch so laufen wird. Berechtigterweise.
Beiträge: 12
Themen: 0
Registriert seit: Dec 2025
Das Fälschen von Impfbüchern kann mit bis zu zwei Jahren bestraft werden. Das Vorlegen eines gefälschten Impfbuchs kann zur Kündigung führen. Es gibt Gerichte in Deutschland, für die ist das Urkundenfälschung.
Das Fälschen eine Impfbuchs sind für mich keine Peanuts, da die Gesundheit andere gefährdet sein kann.
Der Mann mit dem Wurm im Kopf soll sich um sein Land kümmern.
Beiträge: 1.960
Themen: 40
Registriert seit: Feb 2024
(Vor 4 Stunden)DopePopeUrban schrieb: @Schneemann
....
@Broensen
Ich befürchte inzwischen, dass uns unsere ständigen Anbiederungsversuche genau dahin geführt haben, wo wir heute stehen.
Der Mann ist Impulsgetrieben aber er ist ebenfalls tief egoistisch und das hat man mMn unterschätzt. Die Lollipop-Strategie funktioniert anscheinend nur bei Themen, die ihn herzlich wenig interessieren. Russland-Ukraine bspw.
Grönland hingegen scheint eines seiner Herzensprojekte zu sein.
...
Der kriegt hier am Ende überall seinen Willen, darum denkt er jetzt, dass es mit Grönland auch so laufen wird. Berechtigterweise. Du bist mit Deiner Meinung nicht alleine:
USA-Experte im Interview
Zitat:"Trump zu beschwichtigen, führt nirgendwohin außer in die Hölle"
11.01.2026, 14:19 Uhr
Kaum haben die USA Maduro entführt, da betont US-Präsident Trump seinen Appetit auf Grönland. Was auch immer Deutschland noch mit den USA verbindet - Freundschaft ist es nicht mehr. Die Entfremdung habe schon lange vor Trump begonnen, sagt der USA-Experte Holger Stark.
ntv.de: Herr Stark, wenn es mit Grönland richtig schief geht und ein militärischer Konflikt entsteht, dann könnte im absurdesten Fall ein Nato-Land Beistand nach Artikel 5 einfordern gegen den Angriff eines anderen Nato-Landes. Wie lässt sich das verhindern? Worauf reagiert Donald Trump?
Wir müssen Europa in die Lage versetzen, so zu handeln, als würde es die USA nicht geben. Wir wüssten ja in Wahrheit schon jetzt nicht mehr, ob das Weiße Haus vielleicht die Seite des Kreml einnehmen würde, wenn die Russen das Baltikum angriffen oder entschieden, auf Polen zu marschieren. Eine der allerersten Lektionen aus meinen Jahren in Washington war, dass die Amerikaner Leute akzeptieren, die aus einer Position der Stärke heraus agieren. Das gilt im Kleinen, aber auch in größeren Linien. Ursula von der Leyen hat sich bei Donald Trump Respekt verschafft, obwohl die EU keine übertrieben muskuläre Außenpolitik betreibt. "Tough Ursula" nennt er sie oft und sagt intern auch mal, wenn es um Gespräche mit Putin geht, "We should call Ursula".
...
dazu dann der konservative Merkur: Zitat:Grönland-Schock: Trump will vom Militär Eroberungspläne – Widerstand im Pentagon
Stand:11.01.2026, 16:40 Uhr
Washington, D.C. – US-Präsident Donald Trump treibt seine Ambitionen auf Grönland mit wachsender Vehemenz voran. Der Konflikt um die arktische Insel hat sich binnen weniger Tage zu einem zentralen Streitpunkt zwischen Washington und seinen europäischen Verbündeten entwickelt. Dabei geht es längst nicht mehr nur um strategische Interessen, sondern um Grundfragen von Souveränität, Bündnistreue und internationaler Ordnung.
...
und auch die ZEIT
Zitat:Kaufen, erpressen, besetzen
Im Weißen Haus arbeiten sie längst daran, Grönland unter Kontrolle zu bringen. Welche Optionen hat Trump – und kann Europa ihn stoppen?
Von Alexander Kauschanski
11. Januar 2026, 18:41 Uhr
...
Beiträge: 1.309
Themen: 16
Registriert seit: Apr 2023
(Gestern, 13:04)Schneemann schrieb: Nein, jeder Staat kann selbst entscheiden, wenn er aus der NATO austreten will. Ist ja auch schon passiert.
Schneemann
Das ist nicht richtig. Nur die USA können Mitglieder entlassen.
Beiträge: 80
Themen: 0
Registriert seit: Dec 2025
(Vor 2 Stunden)Frank353 schrieb: Das ist nicht richtig. Nur die USA können Mitglieder entlassen.
Das ist nicht richtig.
Zitat:Art. 13
[Kündigung des Vertrags]
Nach zwanzigjähriger Geltungsdauer des Vertrags kann jede Partei aus dem Vertrag ausscheiden, und zwar ein Jahr, nachdem sie der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika die Kündigung mitgeteilt hat; diese unterrichtet die Regierungen der anderen Parteien von der Hinterlegung jeder Kündigungsmitteilung.
Informieren heißt nicht "Erlaubnis einholen". Zumindest rein vertraglich nicht. Was da jetzt diplomatisch real passieren würde, steht auf einem anderen Blatt. Der Nordatlantikvertrag ist öffentlich im Volltext verfügbar, bei Bedarf mit allerlei juristischem Kommentar, in sofern ist stumpfes "Nein, doch, oh" nicht nötig.
Im übrigen ist Ausschluss im Nordatlantikvertrag gar nicht vorgesehen. Aber es gibt wahrscheinlich genug andere Hebel im internationalen Vertragsrecht um sowas zu bewerkstelligen, zumindest laut einigen Juristen.
|