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(11.05.2026, 00:53)DopePopeUrban schrieb: Weil viele dieser „Fakten“ keine Fakten sondern Halbwahrheiten sind die ich so schon seit Jahren immer wieder sehe und die bewusst um ein Narrativ herumgebaut und kultiviert werden. Teils aus ideologischer Überzeugung, teils aus Gründen der Community/Cloud, solche Leute nennt man Germaricans, gibt’s auch nicht selten in den Communities anderer Länder. Und Leute die gerade frisch in die Thematik einsteigen fallen dann darauf herein, ist mir damals auch passiert.
Viele (wenn auch nicht alle) deiner Aussagen in dieser Thematik sind so einfach nicht wahr oder fraglich hergeleitet/interpretiert. Was mir persönlich relativ egal ist, aber in einem Themenstrang wie diesem irgendwann problematisch wird, da man keine 2m gehen kann ohne, dass man mit herbeigeredeten Totschlagargumenten (die keine sind) konfrontiert wird. Anstatt sich über reale Projekte und Möglichkeiten zu unterhalten verbringt man dann stattdessen 90% seiner Zeit damit zu diskutieren, ob der Geist von Charles De Gaulle höchstpersönlich in seiner von MBDA gesponserten Finsterfestung den Untergang Deutschlands plant, was mir ehrlich gesagt zu doof ist. Da könnte ich mir auch den Armchair General schnappen und ihn in ne Diskussion um FCAS verwickeln, das Ergebnis davon wäre dann ungefähr genauso produktiv.
Insofern habe ich dir alle für diese Diskussion relevanten Tatsachen und Fakten dargelegt und inzwischen auch mehrfach belegt. Wenn du dem nicht zustimmst, was dein gutes recht ist, bitte ich darum diese Meinungen deinerseits als Meinungen anzuführen oder alternativ zu belegen. Idealerweise in nem grundsätzlicheren Thread sofern das jeweilige Thema keine direkten Verbindungen aufwirft.
Ich weiß nicht ob man das so sagen kann. Realistisch scheint der Maritime Markt für Diehl mehr eine Art Exkursion als ein tatsächliches Geschäftsfeld zu sein, alleine schon deshalb, da die Zielgruppe nicht groß sein wird. Aktuell sind die navalisierten SLM und SLX im Gespräch, die beide eher in die Kategorie der Nieschenprodukte fallen dürften. SLX aufgrund ihrer ungewöhnlichen Leistungsparameter und SLM aufgrund ihrer Guidance, die nicht unbedingt prädestiniert für den maritimen Anwendungsbereich ist.
In Anbetracht der aktuellen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten würde ich eine Mk41 Integration der IRIS-T ebenfalls alles andere als gesichert sehen. Lockheed Martin würde bestimmt, aber LM würde auch Tomahawk an die Bundeswehr verkaufen wenn sie könnten. Das ist gerade wenig wert.
Das sehe ich persönlich ein wenig anders. Ich gebe dir grundsätzlich recht, dass es eine entsprechende Quantität an MRAD-Effektoren auf unseren Einheiten braucht um eben auch Sättigungsangriffen per Low-End Bedrohungen standhalten zu können, aber das muss meines Ermessens nach nicht zwangsweise über „das“ VLS geschehen, obgleich das natürlich auch Vorteile hätte.
Ich persönlich bin auch einem T26-ähnlichen Mix der VLS-Typen ggü offen, was zwar einerseits logistischen Mehraufwand sehen würde, aber andererseits auch Kapazitäten redundanter angelegt werden könnten und schiffbaulich mehr Freiheiten möglich sind. Es kann von Vorteil sein nicht jede Einheit die einen AAW Layer 2 benötigt mit einem vollumfänglichen VLS ausstatten zu müssen und selbst auf denen, die diese ohnehin schon vorhalten, lässt sich Platz somit besonders deckseitiger Platz flexibler nutzen.
Der make or break für die SLM wird dahingehen für mich vor allem die Performance im maritimen Anwendungsbereich sein. Es gab ja bereits ein Testschießen vor Norwegen, aber das fand unter Guten Witterungsbedingungen gegen hoch fliegende langsame Ziele statt, nicht zuletzt bei Nacht. Gewisse Perfomanceabnahmen sind bei schlechtem Wetter grundsätzlich zu erwarten, aber mMn muss es Mitmieter SLM trotzdem möglich sein, im zufriedenstellenden Maße gegen Bedrohungen auch in schwierigen Situationen wirken zu können. Andernfalls wäre ich dafür, die SLM zugunsten eines anderen Effektors nicht in den Bestand der Marine aufzunehmen. Primär CAMM-ER oder VL MICA NG RF/EM die ihre maritime Leistungsfähigkeit und vor allem Zuverlässigkeit bereits demonstriert haben, abhängig der Pack-Befähigung eventuell auch/oder SLX die dank ihrem aktiven Radarsuchkopf auf der Guidance-Ebene ebenfalls geeignet sein dürfte.
Die Frage, ob und wie weit der maritime Markt für DIEHL relevant ist, kann selbstverständlich nur DIEHL selbst für sich beantworten.
Aus meiner Sicht lohnt es sich aber durchaus:
DIEHL ist maßgeblich am RAM System beteiligt, mit eigener Produktionsstätte in Deutschland und somit Industriepartner bei dutzenden Marinen, insbesondere auch in der EU.
Ein Flugabwehr Produkt, was an Land läuft muss konzeptionell nicht zwangsläufig für See Einsatz tauglich sein....korrekt.
Allerdings gibt es keine zwingende Argumentation einen Land LfK nicht grundsätzlich mit modifoizierten Antriuebselementen, Suchköpfen und Leitelektronik zu versehen, um diesen besser für See Einsatz zu qualifizieren (IRIS-T SLM)
Da eine VLS Kapsel primär die Seefestigkeit im Transport auf Schiff sicherstellt, ist keine großartige Anpassung des LfK an sich an See Bedingungen erforderlich...ab Zeitpunkt Abschuss aus dem VLS ist der Himmel überall gleich.
Einzig die Finnen müssen dem gewählten Std. VLS angepasst werden und ggf. klappbar gemacht werden (wenn Sie es nicht eh schon sind)
Die Frage des VLS Ökosystems stellt sich hier selbstverständlich.
Diehl kann und wird...wenn es kein eigenes VLS baut... mit dem Partner zusammenarbeiten müssen, der willens sind, Sie in hre VLS Produkte zu integrieren.
Davon gibt es nur 2: SYLVER (Naval) und MK41 (LM)
Eine Zusammenarbeit mit NAVAL ist offiziell seitens Diehl bislang nicht angestrebt oder publiziert worden.
Die Zusammenarbeit mit LM sehr wohl.
Es bleibt abzuwarten, inwieweit die US Regierung hier sich einmischt, um Zusammenarbeit zu verhindern.
Durch sein RAM Engagement sollte DIEHL aber an sich gute Kontakte in die USA haben...zu Frankreich eher keine.
Das Potential an LfK für die deutsche Marine (MK41 vorausgesetzt als Ökosystem) liegt bis 2040 bei:
- ESSM Ersatz für F-123B, F-124. F-126 und oder F-128 und F-127 (mit SLM und ggf. SLX)
- ASBM Defense für F-126/F-128 und F-127 mit HYDEF.
Die dafür benötigte Anzahl an M, X und Hydef LfK Abwandlungen der IRIS-T Familie (inkl. Kriegs Arsenal = 2-3-faches Lager wie Anzahl vorhandener VLS) bezifffere ich insgesamt mit über 3000 LfK bis 2040 (Sofern die Ablösung von ESSM angestrebt wird)...allein für die deutsche Marine !
(Bei 4x 16VLS für F-128, 6x 16 VLS für F-126, 6x 96 VLS für F-127 = potentiell minimum über 700 verfügbare MK41 VLS + x Container für F-125.)
Zu behaupten, das lohnt sich für Diehl nicht, wäre meiner Meinung nach marktpotentialtechnisch nicht gerechtfertigt.
das Argument, dass es den einzelnen Waffengattungen egal ist, was für LfK Sie für Ihre Zwecke verwenden, hauptsache Ihr eigener Nachschub ist da, teile ich nicht.
Eine Konsolidierung des Bestandes und Vereinheitlichung der Plattformen kann und muss sogar im Interesse des Prinzips "Kriegsvorbereitung" sein, da nur durch strategisch verteilte Dislozierung vieler Produktionsstandorte EINES SYSTEMS eine Resilienz gegen Feindzerstörung erreicht werden kann.
Das negative Beispiel deutschen Panzer -und Flugzeugbaus in WK2, mit Typenvielfalt und Konkurrenzkampf der Hersteller (gegenüber Sherman und T34 buw. Mustang/Spitfire/Thunderbolt ONE MODEL Massenproduktion bei den Allierten), zeigt, wie es NICHT sein darf.
Je mehr IRIS-T desto billiger die Produktion (Skalierung) ...das kommt noch dazu.
Kurz:
Eine Marine IRIS-T Familie wäre für D und EU MK41 Nutzer (E/DK) erstrebenswert.
Zwei systeme stett eins beim VLS ?
Eine gemischte Bestückung von VLS Systemen auf zukünftigen Deutschen Marine Schiffen, wie Sie UK und KOR vornehmen, wäre zwar denkbar, ist aber arg durch die Vorgaben des CMS limitiert, welches prinzipiell vermutlich nur EIN Okösystem perfekt unterstützt.
Die Integration des anderen Systems ist dann mit erheblichen Risiken versehen....oder man betreibt 2 CMS unabhängig, wie bei F-127 vorgesehen.
Eine Frage , die hier nicht einwandfei bislang durch Quellen belegt ist, lautet wie folgt:
Kann CMS330 ZUKÜNFTIG US unabhängig (!) IRIS-T Produkte anflanschen und steuern...OHNE AEGIS / SPY-6/7?
Sollte diese Frage mit JA beantwortet werden können, ist die Migration auf IRIS-T Famile für zukünftige deutsche Schiffsklassen eine "natürliche" Folge, denn nur Sie sichert 100% POLITISCHE Unabhängigkeit.
(Ich lasse mal die Lieferantenabhängoikeit von Motorhersteller etc. außen vor...die wollen auch Geld verdienen und sind aber im Falle der IRIS-T Famile alle europäisch.)
Die Tatsache, dass die F-125 Klasse als erste CMS330 bekommen sollen UND zugleich die ersten Schiffe sind, die IRIS-T SLM vermutlich bekommen (wenn auch nicht im MK41 VLS) spricht allerdings sehr dafür, dass dem so ist.
Sollte die Frage allerdings mit NEIN beantwortet werden, ist CMS330 schlicht falsch als CMS für die deutsche Marine ... und politisch wie technisch völliger Unsinn.
Aber wir wissen ja alle, dass im BAAINBW und der Streitkräfte Führung das Fällen von 100% bekloppten Entscheidungen an der Tagesordnung ist....
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(11.05.2026, 13:28)DopePopeUrban schrieb: https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/no...IK63U.html (paywall)
Das macht auch Sinn, da ein Jahrestakt für die F127 jegliche Endausstattungskapazitäten in Deutschland für mind. 4, eventuell 6 ganze Jahre vollständig belegen würde. Was im luftleeren Raum vielleicht kein Problem wäre aber parallel befinden sich zu dem Zeitpunkt auch noch die letzten Typvertreter der F126 und die ersten Typvertreter von MUsE in der Endausstattung und wenn man mit der F125 pennt kriegt die Anfang der 2030er auch gerade ihr Upgrade. + Nach aktuellen Planungen wäre LM noch mit im Boot, mit denen man an sowas noch nie zusammengearbeitet hat und die für Integrations/Ausstattungsarbeiten unerlässlich sind, die ja auch nur begrenzte Kapazitäten haben.
Dem Artikel zufolge lägen die jeweiligen Zulaufdaten dann bei:
3034 -> 2036 -> 2038 -> 2040 -> 2042 -> 2044
für die in Kurs Marine geplanten 6x Einheiten.
Hier ist die Rede Schiff 1,3 und 5(voraussichtlich F232, F234 und F236) die in 2034,2036 und 2038 kommen sollen, was heißt Schiff 2 kommt 2035, 4 2037 und 6 2039. Bei schiffen 7 und 8 geht es dann mit 2040(Wolgast) und 2041(andere Werft B&V?) weiter.
Also doch der ein Schiff pro Jahr Takt.
(11.05.2026, 13:28)DopePopeUrban schrieb: Wenn dann müsste das bei GNYK gemacht werden, da die soweit ich weiß die einzigen mit entsprechender Infrastruktur sind. Die sind der go-to Ansprechpartner wenn es um die Montage von großen Rumpfsektionen geht und eine Sensorinsel ist letztendlich auch nur ein Stück Rumpf.
Dabei müsste aber darauf geachtet werden, dass a) der Fuß der Inseln mit den dafür vorgesehenen Tragwerken in der Schiffstruktur übereinstimmen bzw der Footprint gleich bleibt und b) die Gewichtsverhältnisse einigermaßen ähnlich bleiben. Tendenziell würde ich sowohl das APAR b2 wie auch das TRS-4DNR durch andere Systeme ersetzten, was vermutlich einfacher mit einem Ausbau der alten und einem Einbau von neuen Sensorinseln umsetzbar sein wird, als wenn man versucht, neue Systeme in die bestehenden Inselstrukturen einzufügen.
Diese würde man per digitalem Zwilling entwerfen, simulieren und als ganzes bei bspw GNYK bauen. Dort warten sie dann bis die nächste F126 sich des Upgrades unterzieht und ihre alten Inseln abgebaut werden, woraufhin dann die neuen Inseln aufgesetzt werden. Ein wenig wie das auf den Rendern von TKMS Wismar mit der A-400 zu sehen war.
https://www.directupload.eu/file/d/9281/...tq_jpg.htm
https://www.directupload.eu/file/d/9281/...a9_jpg.htm
Es ist Bloß nicht mit nur Insel Austauschen getan, da muss noch sehr viel Elektonik im Rest schiff gemacht werde, was die Meiste Zeit kostet, aber ja ich weiß was du meinst.
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(11.05.2026, 14:33)Milspec_1967 schrieb: Die Frage des VLS Ökosystems stellt sich hier selbstverständlich.
Diehl kann und wird...wenn es kein eigenes VLS baut... mit dem Partner zusammenarbeiten müssen, der willens sind, Sie in hre VLS Produkte zu integrieren.
Davon gibt es nur 2: SYLVER (Naval) und MK41 (LM)
Eine Zusammenarbeit mit NAVAL ist offiziell seitens Diehl bislang nicht angestrebt oder publiziert worden.
Die Zusammenarbeit mit LM sehr wohl. Dass es so ist, lässt sich ja relativ leicht erklären damit, dass es bislang keine Anzeichen gibt, die DM könnte von Mk.41 abrücken. Dementsprechend ergäbe es wirtschaftlich gar keinen Sinn, wenn sich Diehl bei der Navalisierung von IRIS-T an Naval statt an LM wenden würde.
Daraus aber zu schließen, dass das alles auch für den Fall eines Umschwenkens der DM zum Sylver-Ökosystem noch so wäre, ergibt also keinen Sinn.
Zitat:Kann CMS330 ZUKÜNFTIG US unabhängig (!) IRIS-T Produkte anflanschen und steuern...OHNE AEGIS / SPY-6/7?
Diese Frage ergibt so ebenfalls wenig Sinn.
Wenn die F127 mit AN/SPY-6(V)1 ausgestattet wird, dann liefert das auch die Daten für den Einsatz der IRIS-T, wenn diese dort integriert wird. Den FK ohne das Hauptradar einsetzen zu wollen, ergibt keinen Sinn. Und wenn man den FK über CMS-330 anbindet, statt über Aegis, dann stellt sich weniger die Frage, ob das technisch machbar ist, als viel mehr, ob es sinnvoll ist, denn schließlich entscheidet das CMS über die Parameter der Bekämpfung. Hat man dann verschiedene FK über verschiedene CMS verwaltet, kommt da nur Mist bei rum. (Ich meine, Delta hatte das hier mal ganz gut dargelegt.)
Es ist also für die F127 recht egal, ob CMS-330 IRIS-T unabhängig von Aegis anbinden könnte, weil das nicht erstrebenswert ist.
Und auf Einheiten ohne Aegis lässt sich ein FK wie IRIS-T eigentlich in so ziemlich jedem gängigen CMS integrieren. Ich wüsste zumindest nicht, was dagegen sprechen würde.
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(11.05.2026, 20:03)Broensen schrieb: Diese Frage ergibt so ebenfalls wenig Sinn.
Wenn die F127 mit AN/SPY-6(V)1 ausgestattet wird, dann liefert das auch die Daten für den Einsatz der IRIS-T, wenn diese dort integriert wird. Den FK ohne das Hauptradar einsetzen zu wollen, ergibt keinen Sinn. Und wenn man den FK über CMS-330 anbindet, statt über Aegis, dann stellt sich weniger die Frage, ob das technisch machbar ist, als viel mehr, ob es sinnvoll ist, denn schließlich entscheidet das CMS über die Parameter der Bekämpfung. Hat man dann verschiedene FK über verschiedene CMS verwaltet, kommt da nur Mist bei rum. (Ich meine, Delta hatte das hier mal ganz gut dargelegt.)
Es ist also für die F127 recht egal, ob CMS-330 IRIS-T unabhängig von Aegis anbinden könnte, weil das nicht erstrebenswert ist.
Und auf Einheiten ohne Aegis lässt sich ein FK wie IRIS-T eigentlich in so ziemlich jedem gängigen CMS integrieren. Ich wüsste zumindest nicht, was dagegen sprechen würde.
Das hast Du falsch interpretiert.
CMS330 ist als DAS CMS zukünftig für alle deutschen Kampfschiffe erkoren worden.
Ich frage also konkreter:
Kann CMS330 die DIEHL Palette für F-125, F-128, K-130... Ggf MUSE, F-127 Mod 2 ohne AEGIS, F-129 etc . unterstützen?
Ich schätze mit genügend 100e Millionen Euro an Programmierung... JA!
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(11.05.2026, 21:00)Milspec_1967 schrieb: Das hast Du falsch interpretiert.
CMS330 ist als DAS CMS zukünftig für alle deutschen Kampfschiffe erkoren worden.
Ich frage also konkreter:
Kann CMS330 die DIEHL Palette für F-125, F-128, K-130... Ggf MUSE, F-127 Mod 2 ohne AEGIS, F-129 etc . unterstützen?
Ich schätze mit genügend 100e Millionen Euro an Programmierung... JA!
Ist es nicht etwas "schizophren" bei den Effektoren alles "national" entwickeln zu wollen und dann das Herzstück bei einem Konzern in Nordamerika zu lassen? Zudem einem CMS, welches noch nie einen MAD ausgerüstet oder BMD-Fähigkeit nachgewiesen hat?
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@Milspec_1967
Zu den IRIS-T spezifischen Themen hinsichtlich Marktpotenzial habe ich dir im „IRIS-T Navalisiert“ Thread geantwortet.
Zitat:Das Potential an LfK für die deutsche Marine (MK41 vorausgesetzt als Ökosystem) liegt bis 2040 bei:
- ESSM Ersatz für F-123B, F-124. F-126 und oder F-128 und F-127 (mit SLM und ggf. SLX)
- ASBM Defense für F-126/F-128 und F-127 mit HYDEF.
Die dafür benötigte Anzahl an M, X und Hydef LfK Abwandlungen der IRIS-T Familie (inkl. Kriegs Arsenal = 2-3-faches Lager wie Anzahl vorhandener VLS) bezifffere ich insgesamt mit über 3000 LfK bis 2040 (Sofern die Ablösung von ESSM angestrebt wird)...allein für die deutsche Marine !
(Bei 4x 16VLS für F-128, 6x 16 VLS für F-126, 6x 96 VLS für F-127 = potentiell minimum über 700 verfügbare MK41 VLS + x Container für F-125.)
Das wurde zum einen voraussetzen, dass HYDEF (die immer noch keine IRIS-T ist) auch IOC erreicht, was aktuell ja eher nach 50/50 aussieht und zum anderen verstehe ich den Sinn hinter diesem Ansatz btw dessen Rahmenbedingungen nicht ganz.
Sofern die Unabhängigkeit von amerikanischem Logistikkomplex und politischen Schikanen eine Rolle spielt, macht es keinen Sinn, beim Mk41 zu bleiben, auch nicht mit eingerüsteten IRIS-T SLM/SLX. Tomahawk lässt sich im Zweifel auch containerisiert oder per Boxstarter einrüsten, dafür lohnt es sich nicht beim Mk41 zu bleiben. Und sofern man dabei bleibt um auf IRIS-T zugreifen zu können (die aus unerklärlichen Gründen nicht in SYLVER integriert wurden, was bei HYDEF eigentlich so überhaupt keinen Sinn macht aber whatever), würde das festhalten an IRIS-T hier aktiv gegen ein loslösen aus diesem Komplex streben und wäre entsprechend abzulehnen.
Zudem ignoriert der Ansatz die oberseitige Fähigkeitslücke im Lfk-Portfolio. Wenn sowohl HYDEF wie auch SLX besonders an ballistische Bedrohungen angepasst sind und in ihrer flugtechnischen Charakteristika eher Richtung Patriot PAC-3 streben, stünde der DM somit kein Lfk mit einer Reichweite im SK-2/ASTER 30 Spektrum zur Verfügung, womit Threatre Air Defense konetxual ausfallen müsste.
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(11.05.2026, 21:00)Milspec_1967 schrieb: CMS330 ist als DAS CMS zukünftig für alle deutschen Kampfschiffe erkoren worden. Primär deshalb, weil man es für eine sinnvolle Aegis-Ergänzung auf F127 hielt, was sich jedoch zunehmend als Fehlannahme darstellt.
Zitat:Kann CMS330 die DIEHL Palette für F-125, F-128, K-130... Ggf MUSE, F-127 Mod 2 ohne AEGIS, F-129 etc . unterstützen?
Bei passender Hardware und Integrationsarbeit bestimmt. So wie jedes andere gängige FüWES auch, bei dem der Anbieter ein Interesse an der Integration hat. Nur halt mit tlw. unterschiedlich leistungsfähigen Ergebnissen und individuell unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.
Aber zumindest kann man davon ausgehen, dass CMS-330 dahingehend keinerlei Vorteile gegenüber Alternativen wie z.B. 9LV aufweisen kann, vmtl. eher im Gegenteil. Führungssysteme, insbesondere für AAW werden besser, je mehr sie zum Einsatz kommen und dahingehend ist CMS-330, gerade aufgrund der Prädestinierung als Aegis-Anhängsel, nicht unbedingt erste Wahl, weil CMS-330-basierte AAW-Komplexe eher rar sind und nur auf eine dementsprechend schmale Daten- und Erfahrungsgrundlage zurückgreifen können.
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(11.05.2026, 22:11)DopePopeUrban schrieb: @Milspec_1967
Zu den IRIS-T spezifischen Themen hinsichtlich Marktpotenzial habe ich dir im „IRIS-T Navalisiert“ Thread geantwortet.
Das wurde zum einen voraussetzen, dass HYDEF (die immer noch keine IRIS-T ist) auch IOC erreicht, was aktuell ja eher nach 50/50 aussieht und zum anderen verstehe ich den Sinn hinter diesem Ansatz btw dessen Rahmenbedingungen nicht ganz.
Sofern die Unabhängigkeit von amerikanischem Logistikkomplex und politischen Schikanen eine Rolle spielt, macht es keinen Sinn, beim Mk41 zu bleiben, auch nicht mit eingerüsteten IRIS-T SLM/SLX. Tomahawk lässt sich im Zweifel auch containerisiert oder per Boxstarter einrüsten, dafür lohnt es sich nicht beim Mk41 zu bleiben. Und sofern man dabei bleibt um auf IRIS-T zugreifen zu können (die aus unerklärlichen Gründen nicht in SYLVER integriert wurden, was bei HYDEF eigentlich so überhaupt keinen Sinn macht aber whatever), würde das festhalten an IRIS-T hier aktiv gegen ein loslösen aus diesem Komplex streben und wäre entsprechend abzulehnen.
Zudem ignoriert der Ansatz die oberseitige Fähigkeitslücke im Lfk-Portfolio. Wenn sowohl HYDEF wie auch SLX besonders an ballistische Bedrohungen angepasst sind und in ihrer flugtechnischen Charakteristika eher Richtung Patriot PAC-3 streben, stünde der DM somit kein Lfk mit einer Reichweite im SK-2/ASTER 30 Spektrum zur Verfügung, womit Threatre Air Defense konetxual ausfallen müsste.
Kein IRIS-T in SYLVER hat vielleicht den gleichen Grund wie bei CAMM, da es nicht funktioniert, von SYLVER Seiten her, oder das Naval Group es nicht will.
Tomahawk in Boxlanchern existiert nicht mehr und die heutigen können da auch nicht mehr draus Starten und die Containersysteme sind an sich auch Mk41 von der technischen Seite her(Schnittstellen, Verbindung etc.) bloß auf 4 Zellen runtergekürzt. Das macht auch keinen Sinn, wenn man einfach Mk41 einbauen kann. Das Containersystem ist ein Landsystem und da ist auch der einzige Sinn dafür.
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Das simmt nicht ganz, die USN hatte sie schon auf LCS 2 und hat sie insbesondere für die maritimen kleinen missile trucks im Auge, bei uns in etwa als FCSS bekannt.
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(11.05.2026, 22:43)Ottone schrieb: Das simmt nicht ganz, die USN hatte sie schon auf LCS 2 und hat sie insbesondere für die maritimen kleinen missile trucks im Auge, bei uns in etwa als FCSS bekannt.
War eher als man sollte keine Großen Schiffe darum Planen gemeint.
Bei FCSS sehe ich ein, das es Sinn macht und bei den LCS war das mehr eine Testkampagne und Notlösung weil kein VLS an Bord.
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(11.05.2026, 22:43)Ottone schrieb: Das simmt nicht ganz, die USN hatte sie schon auf LCS 2 und hat sie insbesondere für die maritimen kleinen missile trucks im Auge, bei uns in etwa als FCSS bekannt.
Bei den LCS hat man aber einen ISO40 auf das Helipad gestellt.
Wir fangen jetzt doch hoffentlich nicht an, solche Ideen als angestrebte Langzeitlösungen zu betrachten...
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