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(09.05.2026, 10:49)DeltaR95 schrieb: Es gab schon immer einen Inflationsausgleich, entweder als für jedes Jahr festen Prozentsatz... oder als indexbasierte Klausel. Beides hilft natürlich nicht bei spezifischen Preissteigerungen, die von der allgemeinen Anpassung abweichen. Oder setzt man dafür spezielle Indizes ein?
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Zitat: Weil Damen dazu schlicht nicht fähig ist?
Deutsche Werften ja anscheinend noch weniger. Damen hat schon ganz andere Schiffe auf den Weg gebracht .
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(09.05.2026, 11:45)Broensen schrieb: Beides hilft natürlich nicht bei spezifischen Preissteigerungen, die von der allgemeinen Anpassung abweichen. Oder setzt man dafür spezielle Indizes ein?
Ja, diese werden vom Statistischen Bundesamt ermittelt, z.B. 61241-0004 für den Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte. Der hat diverse Optionen, die dann auch die Auswirkungen z.B. von Krisen und Krieg abbilden.
Der Wert ist von 2022 auf 2026 um mehr als 25 % gestiegen und würde die vertraglichen Meilensteine entsprechend verteuern.
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(10.05.2026, 21:52)niko199111 schrieb: Find ich gut das dass Projekt jetzt mit großer Wahrscheinlichkeit abgebrochen wird , niemand braucht solche Piraten Kreuzer niemand auch nicht für Friedenseinsätze. Unfassbar wie man so ein Kreuzfahrtschiff planen kann. Zum einen ist das eine sehr oberflächliche Betrachtung dieser Klasse und zum anderen halte ich diese Ansicht für ein wenig merkwürdig, angesichts dessen, dass der von einigen favorisierte Ersatz dieser Klasse einfach nur eine etwas weniger fähige F126 ist.
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(11.05.2026, 00:04)niko199111 schrieb: Tatsächlich Interessiert es Putin nicht wie lange eine f126 durchhält ohne zu Tanken von dem her ist sie in den nicht entscheidenden Fähigkeiten besser aber in den entscheidenden absolut mies gz
Zumindest interessiert Putin IKM Kram und "Festnahmen Modul", Unsinn nicht.!!
Aber 64 bis 96 VLS dürften ihn interessieren...!!
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(11.05.2026, 00:04)niko199111 schrieb: Tatsächlich Interessiert es Putin nicht wie lange eine f126 durchhält ohne zu Tanken von dem her ist sie in den nicht entscheidenden Fähigkeiten besser aber in den entscheidenden absolut mies gz Was Putin hingegen schon interessieren dürfte, ist eine höhere relative Einsatzfähigkeit im ASW durch zwei statt einem BHS, die langen Steinzeiten durch den die Schiffe lange präsent sein können, die Eisklasse durch die die Schiffe auch im Winter nahe der norwegischen Küste operieren können, die Fähigkeit Verbände und landeseitige Operationen zu führen, etc etc etc.
Das meinte ich mit „oberflächlich“. Ich bin ja ebenfalls der Meinung, dass unsere MSC einen AAW Layer 3 benötigen. Genau deshalb halte ich an der F126 auch so fest, auf der sich das von den aktuellen Bestandseinheiten noch am ehesten realisieren lässt ohne direkt auf ein ausländisches Stangenprodukt zurückzugreifen. Perspektivisch könnte es sein, dass wir zeitweise die Fähigkeitslücken einer F124 länger überbrücken müssen sofern die F127 nicht oder anders umgesetzt wird als aktuell geplant, entsprechend wäre ein Absetzen der F126 aktuell fatal.
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„Milspec_1967“ schrieb:Zumindest interessiert Putin IKM Kram und "Festnahmen Modul", Unsinn nicht.!! Dreimal darfst du raten wem wir es zu verdanken haben, dass uns Afrika und der Nahe Osten ständig implodieren. Da kann man IKM meinetwegen als niedere Arbeit sehen, hilft nur nix, ohne IKM gehen unserer Handel und unsere Rohstoffbezüge, damit unsere Wirtschaft den Bach runter.
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Jedes Mal das Gleiche, seit einem Jahrzehnt.
Leute, wir leben nicht mehr in der Zeit der Flottenverträge, ob ein Schiff angemessen bewaffnet ist oder nicht, bestimmt sich anhand seiner Aufgaben, nicht seiner Verdrängung oder Größe.
Und niemand würde eine Wald-und-Wiesen-3.500 t-ASW-Fregatte mit einem 16-Zellen-VLS als unterbewaffnet bezeichnen—denn es ist einfach nicht die Aufgabe des Schiffes, Verbandsflugabwehr zu leisten, es muss sich nur selbst verteidigen. Wo also liegt das Problem? Natürlich wären 32 Zellen besser als 16, zumal ein 8-Zellen-MK 41 mit rund €10 Mio. kaum zu Buche schlägt, und man die Zellen auch leer spazieren fahren kann, im Sinne von: besser Haben als Brauchen.
Aber: Wenn sich eine ASW-Fregatte ohne Deckung durch eine AAW-Einheit (oder gar einen MAD) in einer Umgebung wiederfindet, wo 64 ESSM und 42 RAM zur Selbstverteidigung nicht ausreichen, hat man sich derart verzettelt, dass auch Feuerkraft den Fehler nicht mehr ausbügeln kann.
Es gibt nun wirklich größere Probleme mit diesem Entwurf. Weswegen ich zu Fiskus bete, dass das Programm eingestampft und durch die F128 ersetzt wird.
Und was die Kosten angeht: Laut 'ES&T' begründet Rheinmetall die Kostenexplosion von 50% vor allem mit der nötigen Obsoleszenzbeseitigung. Softwareseitig werde das Schiff den Anforderungen des Jahres 2032 nicht genügen. ( Quelle)
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(11.05.2026, 01:47)niko199111 schrieb: „Dein Optimismus in allen Ehren, aber man muss die F126-Fan-Brille schon mit Sekundenkleber fixiert haben, um dieses schwimmende Bürogebäude als strategischen Geniestreich zu verkaufen. Hier mal ein kleiner Realitätscheck für den Boden der Tatsachen: Warum habe ich den Eindruck hier einen KI generierten Text zu lesen? Und ein weniger giftiger Ton wäre für eine ordentliche Diskussion wirklich hilfreich.
Abgesehen davon hat @muck schon das Nötige kommentiert und ich muss das nicht auch noch tun, wobei ich die F126 nicht abbrechen sondern aufhübschen würde mit insgesamt 24 VLS Zellen (und nicht mehr). Wenn schon die F127 aus Kapazitätsgründen auf die längere Bank geschoben werden muss, dann wird eine F128B mit "vernünftigen" Fähigkeiten noch länger auf sich warten lassen, weshalb die F126 nicht abgebrochen werden sollte.
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„niko199111“ schrieb:Dein Optimismus in allen Ehren, aber man muss die F126-Fan-Brille schon mit Sekundenkleber fixiert haben, um dieses schwimmende Bürogebäude als strategischen Geniestreich zu verkaufen. Oder man hat sich einfach nur ausreichend mit schiffstechnischen Eigenschaften, Einsatzerfahrungen und Doktrin beschäftigt anstatt Sachverhalte derart falsch zu vereinfachen, dass sie auf eine Quartettkarte passen. Aber das überlasse ich dir.
Zitat:1. Das Zwei-Hubschrauber-Märchen (ASW):
Die F126 verdrängt über 10.500 Tonnen – das ist Kreuzer-Niveau! Dass du feierst, darauf zwei Hubschrauber unterzubringen, ist schiffbaulicher Slapstick. Andere Marinen packen auf diese Tonnage 96 bis 128 Raketenzellen plus zwei Helikopter.
Es ist mir vollkommen Pumpe, ob die F126 1.000t oder 10.000t groß ist. Wie @muck schon angeführt hat wird die Bewaffnungstiefe einer Einheit nicht nach dessen Tonnage sondern nach dessen angedachten Einsatzprofil bestimmt. Wenn dem nicht so wäre, müsstest du LPD/LHD oder EGV konsequenterweise ebenfalls als unterbewaffnet ansehen, was du vermutlich nicht tust. Diese ganze „so groß wie ein Kreuzer“ Polemik dient einfach nur als moralisches Scheinargument, dem keinerlei Substanz oder Implikationen anhängen.
Die Zielvoraussetzung für das MKS180 in Bezug auf den Luftverteidigungskomplex war ggü. der F123 ursprünglich ein Aufwuchs von einem AAW Layer 1 auf einen AAW Layer 2 sowie die Verdoppelung derer Lfk. Die F123 fahren im pre sdev stand mit 16x NSSM, das MKS sollte daher über mindestens 32x ESSM verfügen, was der Fall ist bzw. mit 64x ESSM abermals verdoppelt wurde. Unabhängig davon ob man der Doktrin der „ESSM-Bomber“ wie ich sie nenne zustimmt (was ich bspw. nicht tue), liegt die F126 damit im bis leicht über dem Durchshcnitt vergleichbarer ASW- bzw Mehrzweckplattformen.
Optionen oberhalb der ESSM stünden im aktuellen Ökosystem der Marine ohnehin nicht zur Verfügung, da aktuell kein Vertreter der SM-Familie außerhalb des AWS zur Verfolgung steht. Die letzte dafür infrage kommende SM-2 Variante (die Block IIIA) wird seit geraumer Zeit nicht mehr produziert und ob die JUWL-Befähigung des APAR b2 ausreicht um die technischen Hürden zur Verwendung der SM-2IIIC zu überwinden, ist derzeit noch fraglich und wurde so noch nie durchgeführt. SM-6 und SM-3 sind hingegen nativer Bestandteil von ABMD und standen in ihrer seegestützten Anwendung nie außerhalb des AWS zur Verfügung. Das gilt im übrigen auch für deine 48x-VLS A-300, die im aktuellen Ökosystem ebenfalls auf ESSM, ASuW- und ASW-Effektoren beschränkt wäre.
Beim Thema VLS-Aufwuchsreserve scheiden sich wiederum die Geister, da es hierfür soweit ich weiß nie eine direkte Nennung gab. 2020/21 wurde die VLS-Batterie von 1x auf 2x Mk41 Module vergrößert, wobei damals die Rede davon war, dass die F126 über entsprechende Baureserven verfügt, die damit teilweise ausgenutzt wurden. Hier im Forum ist es einigermaßen halbgeratener Konsens, dass die F126 grundsätzlich über eine solche Reserve verfügt, aber das Ausmaß dessen steht noch zur Diskussion. Das reicht von insgesamt maximal 3-4x VLS-Modulen (was ich persönlich auf für am wahrscheinlichsten halte, da der BAE Entwurf für das MKS ebenfalls mit 4x8 Modulen beworben wurde) am unteren Ende bis 8x8 Modulen, die noch rein rechnerisch ins Vorderkastell passen. Näheres wird sich erst bestätigen lassen, wenn es offizielle Informationen dazu gibt.
Soweit zum Status Quo.
Zitat:Wladimir wird sich im Kreml kaum halten können vor Lachen, wenn er sieht, dass die Deutsche Marine 10.000 Tonnen wertvollen Stahl opfert, nur um zwei Helis Gassi zu führen, während seine halb so großen U-Boote der Yasen-Klasse bis zum Rand mit nuklearen Marschflugkörpern vollgestopft sind.
Ohne jetzt klugscheißen zu wollen verwechselst du hier glaube ich die Yasen Klasse mir der Borei Klasse. Die Yasen Klasse sind AShM-Träger, Boote die zusammen mit SfBS und MPA als Teil eines A2/AD Komplexes das eindringen feindlicher Kräfte in heimische Gewässer verhindern sollen. Die durch die Yasen Klasse verschossenen AShM sind nicht mWn nuklear bestückbar. Nebenbei bemerkt ist das kein sonderlich guter Vergleich, da die Yasen Klasse deutlich älter ist als du und ich, es sei denn du bist Baujahr pre 1977.
Zitat:Eisklasse 1C bedeutet lediglich, dass der Rumpf dick genug ist, um bei ein paar Eisschollen (bis 0,4m) nicht sofort wie die Titanic zu enden. Das ist kein arktischer Krieger, das ist lediglich eine Absicherung gegen Schneematsch.
Korrekt, was in Anbetracht dessen, dass die F126 in einer ihrer Sekundärbefähigung seeseitigen Fire Support stellen soll, was besonders in den norwegischen Küstenregionen relevant sein wird, auch erforderlich ist. Hat man von der F125 übernommen, die ebenfalls teilweise mit diesem Aufgabenprofil betraut ist. Man hat sich nicht aus Jucks von der 76mm auf Fregatten verabschiedet, unabhängig davon wie man dazu steht.
Zitat:4. Die „Verbandsführung“ mit 16 Zellen:
Ein Führungsschiff ohne massive Luftverteidigung (AAW) ist in einem echten Konflikt Selbstmord. Die F126 hat 16 VLS-Zellen. Das ist die Bewaffnung eines besseren Patrouillenboots. Nach der ersten ernsthaften Salve des Gegners ist das Magazin leer und der 10.000-Tonnen-Riese nur noch eine riesige Zielscheibe.
Ich glaube du hast grundsätzlich nicht verstanden, was eine Führungsfähigkeit ist. Die Fähigkeit zur Verbands- und Operationsführung wird nicht dadurch definiert, wer den dicksten hat, sondern über entsprechende Infrastruktur an Bord über die ein Staab aus führen kann. Neben Brücke, OPZ und WSB finden sich somit auch CTG-Räumlichkeiten an Bord, sowie gehärtete Kommunikations- und Cyberzugänge und entsprechende Einschiffungskapazität. Diese Fähigkeiten sind auch bitter nötig, denn die meisten unserer europäischen Verbündeten verfügen über die Fähigkeiten nicht auf ihren MSC. Wie vieles basiert auch das auf direkten Einsatzerfahrungen der Marine, man kann nicht ewig die EGVs und F125 als Kommandoschiffe missbrauchen.
Ich bin ebenfalls deiner Meinung, dass der VLS-Bestand der F126 unzureichend ist. Nicht weil das Schiff 10.000t groß ist, sondern weil ich den volksmündlichen Eigenschutz gegen gewisse Arten von Bedrohungen durch die ESSM alleine nicht mehr als gegeben sehe, das gilt für den AAW Layer 2 grundsätzlich. Gegen Saturationsangriffe und SeaSkimmer Defense ist der Lfk (oder besser gesagt die Art Lfk) nach wie vor ausreichend, aber gegen ballistische, semi-ballistische und hypersonische Bedrohung bietet der Effektor mAn keine ausreichende Performance. Das Problem ist nur deutlich vielschichtiger, als dass es sich mir einem „einfachen Aufwuchs“ lösen könnte, denn selbst wenn die sensorik dafür ausreichen sollte (was ich anzweifeln würde), wird es wie gesagt mit einem AAW Layer 3 ohne Ökosystemwechsel nichts.
Nebenbei bemerkt jagst du hier auch glaube ich einem Zustand nach, der so überhaupt nicht existiert. Zwar sind Schiffe die mit Zellenanzahl >100x jetzt nicht unbedingt exotisch, aber bis auf ein paar wenige Sonderfälle (bspw den ASEV) sind das keine reinen Lufterverteidigunsplattformen. Sowohl auf den Burkes wie auch auf den Ticos entfällt bspw ein wesentlicher Anteil des VLS-Komplexes nicht auf die Luftverteidigung sondern auf ASuW- und ASW-Effektoren, da diese Schiffe üblicherweise mit einem dicken Batzen an Tomahawk umherfahren, die wohl der Anti-Surface wie auch der primären Anti-Ship Capability dienen nachdem Harpoon langsam ausgemustert wird. Das können je nach Kontext gut und gerne 24-32x Zellen sein, die alleine darauf entfallen, zuzüglich ASW-Effektoren. Ähnlich sieht es beim Type 055 aus, der zwar auf dem Papier erstmal groß aussieht, aber bei dessen kommunizierten Bewaffnungsmöglochkeiten und den Bekannten Bewaffnungsverhältnissen anderer PLAN-Einheiten sowie diversen Implikationen durch Leaks nur etwa die Hälfte des 112x-Zell-Kompexes tatsächlich für AAW zur Verfügung stehen dürften. Ausnahmen wie den ASEV gibt es wie gesagt, ist aber auch ein schlichtes Beispiel da der ASEV kein Kriegsschiff ist sondern zwei nicht-realisierte AEGIS-Ashore Einrichtungen ersetzen soll und nicht mit dem Schutz von sich selbst sondern dem Schutz des japanischen Kernlands betraut ist. Insofern einfach mal einen Gang runterschalten.
Zitat:Die F126 wurde als MKS 180 entworfen – ein Schiff für Piratenjagd und Stabilisierung. Jetzt zu versuchen, daraus einen Luftverteidigungszerstörer zu basteln, ist technische Nekromantie. Man kann ein Polizeiboot nicht zum Aegis-Zerstörer „patchen“. Ein Absetzen der F126 wäre nicht fatal, sondern würde endlich Ressourcen für Schiffe frei machen, die tatsächlich für den Seekrieg im 21. Jahrhundert gebaut sind.
Stabilisierungsmissionen oder besser gesagt IKM im Generellen war definitiv eine der Kernanforderungen an das MKS und ist maßgeblich für das Schiffskonzept, immerhin ist die Sicherung der Seerouten auch ein Kernauftrag der Marine. Aber das spricht nicht gegen die Aufrüstung einer solchen Einheit, im Gegenteil, die großzügige Auslegung und damit einhergehenden große Platzreserven der Klasse dürfte sich eher als Vorteil erweisen, da Ausweichräumlichkeiten und "Knautschzonen" zur Verfügung stehen. Da sind die rollstuhlgerechten Schiffsgänge vielleicht wirklich mal zu was gut, denn Baunormen und Betriebsnormen werden definitiv voneinander abweichen.
Wenn wir beim konkreten Fallbeispiel AWS bleiben hättest du recht, das wäre aber auch eine deutlich kompliziertere Herangehensweise, als notwendig.
Zitat:Bezug zu Putin: Er bestellt sich einen eisgekühlten Wodka auf die Nachricht, dass Deutschland seine Luftverteidigungslücke schließt, indem es Raketen mit Panzertape auf eine überfettete Anti-Piraten-Yacht klebt.
Real-Life-Beispiel: Das ist, als würdest du ein Brotmesser an deinen Saugroboter kleben und der Nachbarschaft stolz erklären, das sei jetzt dein primäres Heimverteidigungssystem, weil der Wachhund leider gestorben ist.“
Du willst doch nicht etwa behaupten, dass sich eine Birke gut bügeln lässt weil die Antilope dem Bahnhofsvorsteher den Röhrich einölt nachdem Karsten sein A gefunden hat und der Waschbär dank Helmpflicht das Skifahren lernte? 
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Ottone schrieb:Wenn schon die F127 aus Kapazitätsgründen auf die längere Bank geschoben werden muss, dann wird eine F128B mit "vernünftigen" Fähigkeiten noch länger auf sich warten lassen, weshalb die F126 nicht abgebrochen werden sollte. Nicht nur das, selbst wenn die F127 im angedachten Zeitplan zulaufen würde, wäre eine zwischenzeitliche Aufrüstung der F126 sinnvoll. Denn selbst wenn das Typschiff der F127 2034 in Dienst gestellt wird, braucht es mit der angedachten Taktung von 1.5-2 Jahren/Schiff rechnerisch bis 2037-40 bis überhaupt 3x F127 zugelaufen sind, als bis diese Fähigkeit überhaupt zu jeder Zeit zur Verfügung steht. Ich würde schon anzweifeln, dass die F124 überhaupt bis 2035 brauchbar durchhält, also würde es im geplanten Zulaufzeitraum der F127 mit hoher Wahrscheinlichkeit und bei jetziger Verspätung der F127 gesichert einen Zeitraum geben, in der Verbandsflugabwehr gar nicht oder nicht kontextual gestellt werden kann.
Tatsächlich ist die F126 auf Anpassungen im Laufe ihres Lebenszyklus auch bereits besonders vorbereitet. Mit einer gewissen Voraussicht die ich hier mal wirklich loben muss wurde beim Projekt darauf geachtet, dass die F126 mit einem sog. "digitalen Zwilling" ausgestattet ist. D.h. von den Schiffen existieren vollständig virtuelle Kopien an dem diverse Maßnahmen getroffen, getestet oder integriert werden können, ohne das Schiff dafür im Dock halten zu müssen. Zu den angedachten Anwendungen dieses digitalen Zwillings zählen:
Wehrtechnischer Report schrieb:• Durch Simulation vor physischer Umsetzung kann die Funktionsweise des Systems vorab simuliert werden.
• Durch strukturierte Informationen für den Verifikationsprozess werden alle relevanten Daten bereitgestellt.
• Frühzeitige Fehlererkennung erlaubt eine effiziente Fehlerbeseitigung schon in der Designphase und damit Minimierung von Verzögerungen während der Bauphase.
• Der Digitale Zwilling erlaubt während der operativen Phase eine effiziente Simulation von Änderungen am Design und Einsatzprofil.
• Ein Digitaler Zwilling ermöglicht eine datengetriebene Überwachung der Schiffsstruktur und der schiffsbetriebstechnischen Anlagen während der Nutzungsphase mit großen
Vorteilen für die Materialerhaltung. https://marineforum.online/wp-content/up...26_WEB.pdf
Mit anderen Worten können Änderungen an Schiff und System digital simuliert und integriert werden. Anstatt dass wie bei der F123 (von der kein digitaler Zwilling existiert) die Integrationsarbeiten parallel zu den Baumaßnahmen im Dock geschehen und man somit quasi "ins Blau" arbeitet, können Berechnungen, Integrationsarbeiten, Simulationen und co vollständig Digital abgehalten und entsprechende Verfahren erprobt werden, während die Schiffe selber noch im aktiven Dienst sind. Damit verkürzen sich Werftaufenthalte bei Aufrüstungen natürlich massiv, da dort nur noch der physische Einbau der Systeme sowie die Übertragung der neuen Systemdaten erfolgen muss.
Ich würde soweit gehen zu behaupten, dass die Einrüstung von bspw neuen Sensorinseln somit keine Frage von Jahren sondern nur noch von Monaten sein dürfte, natürlich mit entsprechender Vorlaufzeit um das ganze per digitalen Zwilling zu erarbeiten. Mitunter könnten bereits die letzten Typvertreter der F126 diese Aufrüstungsmaßnahmen bei Indienststellung erfahren haben, der Rest müsste dann eben nach und nach aufgerüstet werden.
Also auch wenn ich ja selber gerne an BMVg und BAAINBw rumnörgle, Hut ab, da hat Jemand mal richtig mitgedacht.
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Wenn F-126 tot wäre...
...warum werden Industrie Koop-Verträge zu F-126 dann gross in der Presse kolportiert:
https://www.navalnews.com/naval-news/202...programme/
Da ist im Projekt also aktuell gar nix gecancelt...bis das Parlament offiziell sein Geld verweigert.
(Dann ist der o.g. Industrie Vertrag eben eigene Risiko... Pechsache)
PS:
Eine F-126 mit 16VLS und 64 ESSM ist für mich UNTERSTES Selbstschutz MINIMUM (für eine Mission im roten Meer....Hormus unmöglich)
Für den V-Fall aber absolut UNZUREICHEND !
Es wurde von den Pazifismus Menschen anno 2015 im BMVg so festgelegt, da mit ESSM
die Anzahl der FK zu F-123 vervierfacht wurde (F-123 VLS kann kein Quadpack).
Das fanden die damals dann vermutlich bereits "erschreckend offensiv".
Weiter denken für andere Waffenbedarfe oder Kriege konnten und können die BMVg Beamten und Admirale trotz A16 aufwärts nicht.
F-127 ist mit angeblich 96 VLS immer noch um einiges hinter US/CHN/KOR/JP Schiffen zurück.
(alle jenseits 110 VLS, die hier den internationalen Weltklasse Maßstab darstellen)
32 VLS auf F-a26 wäre eine internationale DURCHSCHNITT Größe
und für V-Fall mit
128 ESSM / IRiS T SLM (sofern letztere Quadpack fähig ist ???) oder
64 ESSM + 16 Iris-T SLX + 8 Hydef
AUSREICHEND für erweiterten AAW Selbstschutz gerüstet...und mit HYDEF auch gegen ASBM geschützt
(sofern andere an Land oder auf See ABM Radar dafür zur Verfügung stellen)
64 VLS wäre maximaler AAW Selbstschutz mit :
128 ESSM / Iris-T SLM + 32 IRIS-T SLX + 16 Hydef
plus
zusätzlich zukünftige 8 LR SSM gegen stategische Ziele ... oder zukünftige 8 Long range (>150Km) ASROC 2.0.
Wir müssen Magazintiefe für mehrere Wochen bis Monate Kriegseinsatz ohne Nachschub im Hafen rechnen.
Und EU EGV können keine VLS bestücken !!
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(11.05.2026, 11:27)DopePopeUrban schrieb: ----------
Nicht nur das, selbst wenn die F127 im angedachten Zeitplan zulaufen würde, wäre eine zwischenzeitliche Aufrüstung der F126 sinnvoll. Denn selbst wenn das Typschiff der F127 2034 in Dienst gestellt wird, braucht es mit der angedachten Taktung von 1.5-2 Jahren/Schiff rechnerisch bis 2037-40 bis überhaupt 3x F127 zugelaufen sind, als bis diese Fähigkeit überhaupt zu jeder Zeit zur Verfügung steht. Ich würde schon anzweifeln, dass die F124 überhaupt bis 2035 brauchbar durchhält, also würde es im geplanten Zulaufzeitraum der F127 mit hoher Wahrscheinlichkeit und bei jetziger Verspätung der F127 gesichert einen Zeitraum geben, in der Verbandsflugabwehr gar nicht oder nicht kontextual gestellt werden kann.
Tatsächlich ist die F126 auf Anpassungen im Laufe ihres Lebenszyklus auch bereits besonders vorbereitet. Mit einer gewissen Voraussicht die ich hier mal wirklich loben muss wurde beim Projekt darauf geachtet, dass die F126 mit einem sog. "digitalen Zwilling" ausgestattet ist. D.h. von den Schiffen existieren vollständig virtuelle Kopien an dem diverse Maßnahmen getroffen, getestet oder integriert werden können, ohne das Schiff dafür im Dock halten zu müssen. Zu den angedachten Anwendungen dieses digitalen Zwillings zählen:
https://marineforum.online/wp-content/up...26_WEB.pdf
Mit anderen Worten können Änderungen an Schiff und System digital simuliert und integriert werden. Anstatt dass wie bei der F123 (von der kein digitaler Zwilling existiert) die Integrationsarbeiten parallel zu den Baumaßnahmen im Dock geschehen und man somit quasi "ins Blau" arbeitet, können Berechnungen, Integrationsarbeiten, Simulationen und co vollständig Digital abgehalten und entsprechende Verfahren erprobt werden, während die Schiffe selber noch im aktiven Dienst sind. Damit verkürzen sich Werftaufenthalte bei Aufrüstungen natürlich massiv, da dort nur noch der physische Einbau der Systeme sowie die Übertragung der neuen Systemdaten erfolgen muss.
Ich würde soweit gehen zu behaupten, dass die Einrüstung von bspw neuen Sensorinseln somit keine Frage von Jahren sondern nur noch von Monaten sein dürfte, natürlich mit entsprechender Vorlaufzeit um das ganze per digitalen Zwilling zu erarbeiten. Mitunter könnten bereits die letzten Typvertreter der F126 diese Aufrüstungsmaßnahmen bei Indienststellung erfahren haben, der Rest müsste dann eben nach und nach aufgerüstet werden.
Also auch wenn ich ja selber gerne an BMVg und BAAINBw rumnörgle, Hut ab, da hat Jemand mal richtig mitgedacht.
Woher hast du die info, das nur alle 1,5-2 Jahre eine F127 zulaufen soll?
Weil soweit mir bekannt plant die Marine mit ein schiff pro Jahr, wie bei F125 und F126.
Das heißt für mich aber nicht, das ich gegen eine Aufrüstung der F126 bin(Ich bin dafür).
Verklären darf man die Fähigkeiten und das Potenzial der F126 aber auch nicht.
Inseln wechseln(zu einer größeren) zum Beispiel sehe ich als sehr schwierig an wegen der hohen Lage und der damit verbundenen Hebelwirkung auf den Schwerpunkt der Schiffe, auch wenn ein Digital Twin bei der Umsetzung von Anpassungen sehr hilfreich sein wird(auch Zeittechnisch)
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(11.05.2026, 11:27)DopePopeUrban schrieb: Ohne jetzt klugscheißen zu wollen verwechselst du hier glaube ich die Yasen Klasse mir der Borei Klasse. Die Yasen Klasse sind AShM-Träger, Boote die zusammen mit SfBS und MPA als Teil eines A2/AD Komplexes das eindringen feindlicher Kräfte in heimische Gewässer verhindern sollen. Die durch die Yasen Klasse verschossenen AShM sind nicht mWn nuklear bestückbar. Nebenbei bemerkt ist das kein sonderlich guter Vergleich, da die Yasen Klasse deutlich älter ist als du und ich, es sei denn du bist Baujahr pre 1977.
OT: Die YASEN kann den P-800 Oniks verschießen. Dieser könnte thermonuklear bestückt werden
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(11.05.2026, 12:58)DeltaR95 schrieb: OT: Die YASEN kann den P-800 Oniks verschießen. Dieser könnte thermonuklear bestückt werden 
OT-Ergänzung: Und stammt nicht von "pre-1977". Das erste Boot wurde 2014 in Dienst gestellt.
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(11.05.2026, 12:05)roomsim schrieb: Woher hast du die info, das nur alle 1,5-2 Jahre eine F127 zulaufen soll?
Weil soweit mir bekannt plant die Marine mit ein schiff pro Jahr, wie bei F125 und F126. Ostsee Zeitung schrieb:Zeitplan zum Bau der Fregatten in Wismar
Der Zeitstrahl auf einem der Fotos sagt viel über die Ambitionen. Danach würden drei der insgesamt sechs Fregatten in Wismar gebaut werden. Fertigungsstart des ersten Schiffes soll 2027 sein. Schiff Nummer drei und fünf folgen in den Jahren 2030 und 2032.
Schwimmfähig sind die Fregatten nach etwa vierjähriger Bauzeit, im Anschluss erfolgt eine etwa zweieinhalbjährige Erprobungsphase. Betriebsbereit wären die drei Fregatten nach dem Zeitplan Anfang 2034, Mitte 2036 und Mitte 2038.
Die drei weiteren Fregatten sollen durch Partner von TKMS gebaut werden. Fertigungsstart wäre 2029. https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/no...IK63U.html (paywall)
Das macht auch Sinn, da ein Jahrestakt für die F127 jegliche Endausstattungskapazitäten in Deutschland für mind. 4, eventuell 6 ganze Jahre vollständig belegen würde. Was im luftleeren Raum vielleicht kein Problem wäre aber parallel befinden sich zu dem Zeitpunkt auch noch die letzten Typvertreter der F126 und die ersten Typvertreter von MUsE in der Endausstattung und wenn man mit der F125 pennt kriegt die Anfang der 2030er auch gerade ihr Upgrade. + Nach aktuellen Planungen wäre LM noch mit im Boot, mit denen man an sowas noch nie zusammengearbeitet hat und die für Integrations/Ausstattungsarbeiten unerlässlich sind, die ja auch nur begrenzte Kapazitäten haben.
Dem Artikel zufolge lägen die jeweiligen Zulaufdaten dann bei:
3034 -> 2036 -> 2038 -> 2040 -> 2042 -> 2044
für die in Kurs Marine geplanten 6x Einheiten.
Zitat:Inseln wechseln(zu einer größeren) zum Beispiel sehe ich als sehr schwierig an wegen der hohen Lage und der damit verbundenen Hebelwirkung auf den Schwerpunkt der Schiffe, auch wenn ein Digital Twin bei der Umsetzung von Anpassungen sehr hilfreich sein wird(auch Zeittechnisch)
Wenn dann müsste das bei GNYK gemacht werden, da die soweit ich weiß die einzigen mit entsprechender Infrastruktur sind. Die sind der go-to Ansprechpartner wenn es um die Montage von großen Rumpfsektionen geht und eine Sensorinsel ist letztendlich auch nur ein Stück Rumpf.
Dabei müsste aber darauf geachtet werden, dass a) der Fuß der Inseln mit den dafür vorgesehenen Tragwerken in der Schiffstruktur übereinstimmen bzw der Footprint gleich bleibt und b) die Gewichtsverhältnisse einigermaßen ähnlich bleiben. Tendenziell würde ich sowohl das APAR b2 wie auch das TRS-4DNR durch andere Systeme ersetzten, was vermutlich einfacher mit einem Ausbau der alten und einem Einbau von neuen Sensorinseln umsetzbar sein wird, als wenn man versucht, neue Systeme in die bestehenden Inselstrukturen einzufügen.
Diese würde man per digitalem Zwilling entwerfen, simulieren und als ganzes bei bspw GNYK bauen. Dort warten sie dann bis die nächste F126 sich des Upgrades unterzieht und ihre alten Inseln abgebaut werden, woraufhin dann die neuen Inseln aufgesetzt werden. Ein wenig wie das auf den Rendern von TKMS Wismar mit der A-400 zu sehen war.
https://www.directupload.eu/file/d/9281/...tq_jpg.htm
https://www.directupload.eu/file/d/9281/...a9_jpg.htm
DeltaR95 schrieb:OT: Die YASEN kann den P-800 Oniks verschießen. Dieser könnte thermonuklear bestückt werden Wink Ah ok mein Fehler, das wusste ich nicht 
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SMS_K schrieb:OT-Ergänzung: Und stammt nicht von "pre-1977". Das erste Boot wurde 2014 in Dienst gestellt. Die Arbeiten an Project 885 (das was wir heute als Yasen Klasse kennen) begannen 1977 und konkludierten Mitte der 80er. Der Bau des ersten Bootes sollte ursprünglich Ende der 80er beginnen aber der Zerfall der Sowjetunion führte dazu, dass das Projekt auf Eis gelegt wurde. Ein Paar Jahre später wurde das Projekt von der russischen Marine wiederaufgenommen und Arbeiten am Typschiff "Severodvinsk" begannen 1993, die Indienststellung war für 1998 geplant. Geldprobleme und Korruption verzögerten das ganze aber um mehr als ein ganzes Jahrzehnt, sodass das Typschiff erst 2010 vom Stapel lief und 2014 in Dienst gestellt wurde.
Die restlichen Typvertreter gehören zu Projekt 885M, also zu einer modernisierten Version der Ursprungsplattform, werden seit 2009 gebaut und laufen seit 2021 pö-a-pö zu. Aber auch die sind jetzt nicht unbedingt modern, deren Technikstand entspricht den späten 90ern bis frühen 2000ern. Die russische U-Boot-Waffe ist tief gefallen seit dem Ende der Sowjetunion, den Boreis, Akulas und Kilos gehts nicht besser, besonders den letzten beiden nicht.
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Major Contract Amendment of Advanced RHIB Capability for German Navy F126 Frigate Programme
https://www.navalnews.com/naval-news/202...programme/
Zitat:Bertin Mayer, Project Manager at Damen Naval:
“This amendment reflects the close and constructive collaboration between Damen Naval, BAAINBw and MST. The enhanced communications and mission systems significantly strengthen the role of the FRISC within the F126 programme, enabling seamless integration with the frigate’s architecture. The planned changes and improvements will ensure that the platform can adapt to changing requirements.”
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