Vierter Golfkrieg
(08.03.2026, 10:21)Schneemann schrieb: Nachtrag zu Verluste auf alliierter Seite:

Bislang waren es eher nur unscharfe Gerüchte, aber die Iraner haben wohl in zwei Fällen relativ teure US-Radarsysteme treffen können.
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Schneemann
Reisners Blick auf die Front:
Zitat:"Die Iraner erzielen noch immer viele Treffer"

Dieser Angriff der USA und Israels auf den Iran ist ein Geschenk für Russland und China. Einerseits für den Kreml, weil die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit sich von der Ukraine in den Nahen und Mittleren Osten verschiebt. Zudem braucht die Ukraine, was jetzt ganz viele Staaten in der Golfregion brauchen: Fliegerabwehrraketen mittlerer Reichweite. Da wird für die Ukraine die Konkurrenz größer, denn die Vorräte werden immer kleiner. Der steigende Ölpreis spült zudem mehr Geld in die russische Staatskasse. Laut Berechnungen basierte der russische Staatshaushalt auf Gewinnerwartungen bei einem Ölpreis von 50 bis 60 Dollar pro Barrel. Die Russen können jetzt darauf hoffen, dass sie plötzlich viel mehr Geld zur Verfügung haben werden als gedacht.

Wie profitiert China?

China nutzt es, dass die militärischen Ressourcen, die die USA jetzt im Nahen und Mittleren Osten einsetzen, mittelfristig nicht gegen China eingesetzt werden können. Nebenbei zeigen die Chinesen uns, welche Fähigkeiten sie selbst haben.

Inwiefern?
Wir werden gerade geflutet mit chinesischen Satellitenaufnahmen, die im Detail den Einsatz amerikanischer Kräfte dokumentieren. Wo befinden sich die Flugzeugträger-Kampfgruppen? Wo fahren die Schiffe der Marine? Die US-Flugplätze werden überwacht und chinesische Satellitenaufnahmen zeigen auch die für die USA sehr schmerzhaften Treffer auf ihre Frühwarn-Radarsysteme. Russland und China ziehen aus dem Iran-Konflikt Vorteile, und je länger er dauert, desto mehr begünstigt er ihre Absichten.

Dieser Krieg könnte deutlich länger dauern als gedacht, oder?
Epic Fury und Roaring Lion, die beiden Kampagnen der Amerikaner und Israelis, waren immer darauf ausgerichtet, in sehr kurzer Zeit ein maximales Ergebnis, konkret den Fall des Regimes, zu erzielen. Wenn das Ziel nun nicht so schnell erreicht werden kann, werden die Kriegsparteien - wie wir es auch 2022 in der Ukraine gesehen haben - recht rasch in eine Art Abnutzungskrieg hineingezogen.
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Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj haben die Golfstaaten, die USA und Israel gegen iranische Luftangriffe in den ersten Tagen des Krieges bereits mehr als 800 Patriot-Raketen eingesetzt. Dieser hohe Verbrauch liegt darin begründet, dass in der modernen Art der Kriegsführung über große Distanzen hinweg Abstandswaffen mit Tausenden Kilometern Reichweite eingesetzt werden. Dadurch lastet besonderer Druck auf der Flugabwehr. Mit ähnlichen Herausforderungen, wie sie die Ukraine seit 2022 hat. Bei den Golfstaaten, also bei den Gegnern des Iran, deutet einiges darauf hin, dass sich die Lager leeren. Südkorea überlegt aktuell, zur Unterstützung 30 Patriot-Raketen in den Mittleren Osten zu liefern. Wenn nun zunehmend Munition für Patriot-Systeme in diese Region geht, wird die Situation für die Ukraine, die ja dieselben Systeme benutzt und dieselbe Munition verschießt, noch dramatischer.

Die Koalition gegen den Iran hatte allerdings vorher einen Plan entwickelt, der darauf abzielte, in den ersten 24 oder 36, und maximal 48 Stunden so viele iranische Abschussbasen für Raketen und Drohnen zu zerstören, dass Teheran seine Waffen nur noch sehr eingeschränkt hätte einsetzen können. Aber beim Militär sagt man, der beste Plan im Krieg hält nur bis zum ersten Feindkontakt. Das haben wir gesehen. Der Iran hat überraschend viele Frühwarnradar- und Satellitenkommunikationssysteme der USA zerstört, es gab auch den verheerenden Angriff auf einen Gefechtsstand mit sechs Toten auf Seiten der USA.
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Blick ins Kaleidoskop:

- Der Sultan von Oman gratuliert dem Iran und dem neuen Führer der Revolution Mojtaba Khamenei

- Im Irak gibt es angeblich recht heftige iranische Angriffe auf US Militärinfrastruktur dort. Berichtet wurde auch von Angriffen auf Ziele in der Nähe des Flughafens von Bagdad.

- Die Busy little Beavers ordnen für weitere Ortschaften im Libanon die sofortige Evakuierung der Zivilbevölkerung an. Wer nicht innerhalb weniger Stunden verschwunden ist befindet sich ab diesem Zeitpunkt in einer Free Fire Zone.

- Die Türkei hat den iranischen Botschafter einbestellt wegen des Beschuss der Türkei mit einer ballistischen Rakete. Die Türkei hat zudem recht massive Drohungen ausgestoßen, sollte es zu weiteren iranischen Angriffen auf Azerbeidschan kommen. Bei weiteren Angriffen auf die Türkei würde man diese als kriegerischen Akt werten. Zeit einen Angriff auf die Türkei zu simulieren / vorzutäuschen.

- Die aktuelle syrische Regierung hat offziziös angekündigt, den Libanon allgemein zu unterstützen, insbesondere aber bei der Entwaffnung der Hisbollah zu helfen. Die aktuelle (radikal-islamistiche-sunnitische) Regierung will zudem Kämpfer der Hisbollah in Syrien entwaffnen oder vertreiben.

- Trump hat die Wahl des neuen Führers des Iran als einen schweren Fehler bezeichnet. Zudem hat er erklärt, es sei zwar zu früh dafür darüber zu sprechen sich "Irans Öl unter den Nagel zu reißen", aber er schließe das nicht aus.

- Die Hisbollah hat eine Menge Angriffe in Zentralisrael ausgeführt. Aktuell gibt es mehr effektive Angriffe der Hisbollah als durch den Iran. Nicht schlecht für Feierabend-Miliz. Der Iran agiert aktuell weit unter seinen Möglichkeiten, die Hisbollah wie üblich weit über den ihren.

- Der Eindruck dass Israel und die USA verschiedene Kriegsziele haben nimmt zu. Wobei das israelische Kriegsziel schlicht und einfach ist, den Iran in einen Bürgerkrieg zu stürzen und damit längerfristig als Gefahr für Israel zu neutralisieren.

- Die Busy little Beavers haben unzählige Drohnenstellungen im Iran zerstört und konzentrieren sich angeblich / anscheinend aktuell auf diese.

- In Mays al-Jabal im Libanon gibt es angebliche heftige Kämpfe zwischen der Hisbollah und den Israelis.

- Die EU kritisiert Israel wegen ihrer Angriffe auf den Libanon, insbesondere weil diese zu heftig und unverhältnismässig seien. Die EU forderte Israel auf die Souveränität und die territoriale Integrität des Libanon zu achten, itzo lasst mich lachen.

- Der Libanon geht von aktuell ungefähr 500 Toten Zivilisten und um die 1350 Verwundeten aus.

- Kuwait erklärte, dass es nach Artikel 51 ein Recht auf Selbstverteidigung gegen den Iran habe. Man betrachte sich nun als im Krieg mit dem Iran und deklariere diesen als Selbstverteidigung. Der Emir von Kuwait erklärte, dass der Iran Kuwait völlig ungerechtfertigt angegriffen habe.

- Die Busy little Beavers knallen gerade dutzende Ortschaften im Südlibanon mit Bomben zu.

- West-Taiwan verlangt einen sofortigen Waffenstillstand. Nach Ansicht der Westtaiwanesen ist der aktuelle Krieg ein Akt des Wahnsinns. Wang Yi sprach in diesem Sinne mit Katar, Bahrain und Kuwait. West-Taiwan erklärte zugleich, die Angriffe des Iran auf seine Nachbarstaten seien völlig inakzeptabel.

- Die Hisbollah schießt relativ viele Raketen auf grenznahe Positionen in Israel.

- In Gaza gibt es eine deutlich Verschärfung der "Sicherheitsmaßnahmen" der Israelis. Zudem fahren diese etliche Angriffe in Gaza die angesichts des größeren Krieges im Iran völlig untergehen.

- Alle Beteiligten scheinen sich nun den Entsalzungsanlagen zuzuwenden und beschuldigen sich gegenseitig die Trinkwasserversorgung anzugreifen. Tatsächlich befindet sich hier eine Achillessehne der Ölaraber. In den VAE werden ungefähr 50% des Trinkwassers mit Entsalzungsanlagen gedeckt, in Saudi-Arabien sind es 70% und im Oman sind es 86% und in Kuwait sogar 90%. Der Iran könnte dies gezielt ausschalten. Was innerhalb weniger Tage Milllionen von Menschenleben durch Verdursten kosten würde. Aktuell aber noch keine Anzeichen in diese Richtung. Wahrscheinlich werden die Drohungen der USA im Rahmen der Geheimdiplomatie entsprechend sein. Für eine Weltuntergangssekte jedoch ein nettes Szenario.

- Der Präsident des Libanon hat die Israelis aufgefordert auf der Stelle die Angriffe auf sein Land einzustellen.

- alle Staaten der Region und auch die USA bitten aktuell die Ukraine um Hilfe bezüglich der Drohnenabwehr.
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Über die Iraner:

https://www.youtube.com/watch?v=GM_FRnIiG7g
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DT liefert wieder eine neue Begründung für den Überfall auf den Iran:
Zitat:Angriff auf den Iran im Liveticker
+++ 19:56 Trump nennt US-Zugriff auf iranisches Öl als Thema +++
09.03.2026, 00:01 Uhr

Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wurde ein Zugriff der USA auf die Ölreserven des Irans diskutiert. "Sicherlich hat man darüber gesprochen", sagt Trump in einem Telefoninterview mit dem Sender NBC News. Er verweist dabei auf das Vorgehen in Venezuela. Für derartige Überlegungen sei es jedoch noch zu früh, fügt er mit Blick auf den Iran hinzu.
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noch zu früh - das heißt, die Katze wird erst aus dem Sack raus gelassen, wenn der Kriegsablauf soweit in trockenen Tüchern ist.

Aber dazu braucht es Bodentruppen - für die es (nach der wohl vergeblichen Suche von einheimischen Hilfstruppen) bereits erste Spekulationen gibt:
Zitat:US-Spezialeinsätze im Iran? Spekulation um Bodenoperationen
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Den Quellen von Axios zufolge wird in der US-Regierung nur über Optionen für mögliche Spezialeinsätze gesprochen, und Bodenoperationen würden insgesamt erst stattfinden, wenn das iranische Militär keine ernsthafte Bedrohung mehr darstellen würde. Trump selbst erklärte zuletzt, man würde dies vielleicht in der Zukunft, aber nur aus guten Gründen und und nur dann tun, wenn die Iraner zu dezimiert für Bodenkämpfe seien. Die Absage einer Übung für die Führungselemente der 82nd Airborne Division, die Teil der weltweiten Schnelleingreifkräfte der USA sind, löste allerdings ebenfalls Spekulationen um einen Einsatz im Iran aus.

Dagegen ist die Diskussion um einen möglichen amerikanisch und/oder israelisch unterstützten Aufstand kurdischer Gruppen and der iranisch-irakischen Grenze vorerst in den Hintergrund getreten. Nachdem sich kurdische Stimmen angesichts des Schicksals früherer US-Verbündeter in der Region skeptisch geäußert hatten, ging auch Trump auf Abstand zu solchen Überlegungen.

Nur: der Iran ist nur schwer zu erobern:
Zitat:....
Mit seinen 1.6 Millionen Quadratkilometern ist dieses Land mit fast 90 Millionen Einwohnern fast vier Mal so gross wie der Irak.

Die iranische Armee verfügt über rund 400'000 Mann, dazu kommen zwischen 125'000 und 190'000 Revolutionsgardisten.

Ein Land wie eine Festung
Hinzu kommt die Topografie des Iran, die laut praktisch allen Experten eine Invasion massiv erschwert. Im Westen bildet das Zagros-Gebirge über etwa 1450 Kilometer eine natürliche Barriere. ...
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