Linksradikalismus in Deutschland
#27
Der G20-Gipfel in Hamburg, im Vorfeld wurde schon gemutmaßt, es könnte zu Ausschreitungen kommen, hat hinsichtlich Krawallen die schlimmsten Befürchtungen übertroffen. Auch wenn nicht jeder Randalierer dem linksextremen Spektrum zugeordnet werden kann - mancher war sicher nur Mitläufer oder nutzte die Gunst der Stunde, um in einem demolierten Markt etwas zu klauen -, so dürfte der harte Kern der Krawallmacher wohl den Autonomen zugeordnet werden können.
Zitat:Anti-G20-Demo

Viele Verletzte auf beiden Seiten

Brennende Barrikaden und Autos, Feuerwerkskörper und Pflastersteine - nachdem die Anti-G20-Demonstration "Welcome to Hell" in Hamburg gestoppt worden war, eskalierte die Situation. Autonome lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei - auf beiden Seiten gab es Verletzte.

Am Vorabend des G20-Gipfels in Hamburg ist es zu massiven gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten gekommen. Bei der Kundgebung "Welcome to Hell", die zunächst friedlich am Fischmarkt begonnen hatte, flogen Flaschen und es wurden Feuerwerkskörper gezündet. Später brannten umgestürzte Mülltonnen und mehrere Autos. [...]

Nach Polizeiangaben hatten sich etwa 1000 Vermummte unter die Demonstranten gemischt. Sie waren ursprünglich sogar von bis zu 8000 gewaltbereiten Autonomen ausgegangen. Der Veranstalter erklärte den Demonstrationszug nach gut einer Stunde für beendet. Dieser war nur wenige Meter weit gekommen.

Die Veranstalter von "Welcome to Hell" warfen der Polizei ein unverhältnismäßiges Vorgehen vor. Noch während man Demonstranten aufgefordert habe, ihre Vermummung abzulegen, sei die Polizei bereits massiv gegen Protestierende vorgegangen. Ein Polizeisprecher erklärte: "Eine Vermummung in einem Aufzug ist ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz und wird von uns nicht geduldet."Man habe versucht, den "Schwarzen Block" der Linksautonomen von den friedlichen Demonstranten zu trennen - dann hätte die Kundgebung fortgesetzt werden können. Dies sei aber nicht gelungen.
http://www.tagesschau.de/inland/welcome-...o-105.html

Und aktuell scheint sich die Lage immer noch nicht zur Gänze beruhigt zu haben:
Zitat:Erneut nächtliche Zusammenstöße im Schanzenviertel

Im Hamburger Schanzenviertel ist es in der Nacht zum Sonntag erneut zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Jugendlichen gekommen.

Auslöser des Einsatzes war einem Sprecher zufolge, dass am Pferdemarkt Flaschen und Steine auf die Einsatzkräfte geworfen worden seien. Später rückte die Polizei mit Wasserwerfern auf der Straße Schulterblatt zum Autonomen-Zentrum Rote Flora vor, wo bis dahin eine große Menschenmenge friedlich vor den Cafes und Restaurants gesessen hatte. Die Menschen flüchteten an die Straßenränder und in die Seitenstraßen. Einige warfen Flaschen auf die Polizisten und zündeten Böller. Es entwickelte sich ein Katz- und Mausspiel zwischen Polizei und Jugendlichen, das sich über verschiedene Straßen erstreckte. [...]

Seit Beginn der Proteste gegen den G20-Gipfel sind einem Polizeisprecher zufolge 144 Personen festgenommen worden, 144 weitere seien in Gewahrsam genommen worden. Details sollen im Laufe des Tages bekanntgegeben werden.
https://de.reuters.com/article/g20-krawa...EKBN19U09L

Schneemann.
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