Flugzeugträger
Zum einen wäre da der Punkt der Flexibilität. Zwei Träger im Größenrahmen von 100.000 t würde ich einem in der genannten Größe vorziehen. Diese Schiffe können getrennt operieren, sie bieten immer noch "kleinere" Ziele bzw. der Gegner muss seine Angriffsfähigkeiten aufteilen, und bei Bedarf können sie ihre Airwings eh zusammen einsetzen, was den Massenvorteil des Megaträgers annulliert. Dazu kommt der genannte Aufwand für Logistik.

Öltanker als Vergleichsbasis sind eh heikel, denn das sind zivile Schiffe mit entsprechenden Anforderungen. Zb. kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass man einen 400.000 t-Träger mit 33 kn durch die Ozeane pflügen lassen kann. Soweit ich weiß, operieren die heutigen US-Träger in dieser Hinsicht so ziemlich am Limit des machbaren, sowohl in Fragen Hydrodynamik als auch Materialbelastung. Man müsste also zumindest überproportional beide Faktoren bei der Gestaltung des Trägers berücksichtigen, was dazu führen könnte, dass der Träger entweder noch weit größer ausfällt, oder bei genannter Größe nicht wirklich proportional mehr bietet (also drei- bis viermal soviel Kapazität).

Dass er schwerer zu versenken wäre, ist vielleicht richtig. Allerdings kann auch ein Treffer, der nicht zur Versenkung führt, einen Mission Kill bewirken, und wenn das Schiff monatelang ins Dock muss, ist es einfach nicht verfügbar. Auch hier wirkt der Zahlenvorteil zugunsten "kleinerer" Träger.
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Flugzeugträger - von Leopard17 - 02.02.2004, 18:56

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