04.09.2006, 14:27
Zu den teilweise von Arroganz und Bildungslücken nur so strotzdenden Beiträgen im Thread <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.forum-sicherheitspolitik.org/showtopic.php?threadid=107&time=&pagenum=lastpage">http://www.forum-sicherheitspolitik.org/show ... m=lastpage</a><!-- m -->
sag ich hier konkret nix. Die Posts stehen schon für sich ganz gut.
Man kann Menschen ja auch nicht verbiegen...
Trotzdem, auch wenn es umständlich ist sich mit anderen Ländern/Kulturen zu beschäftigen. Ein Blick auf diesen Artikel -oder zumindest diesen Auschnitt- tut nicht weh.
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sag ich hier konkret nix. Die Posts stehen schon für sich ganz gut.

Man kann Menschen ja auch nicht verbiegen...
Trotzdem, auch wenn es umständlich ist sich mit anderen Ländern/Kulturen zu beschäftigen. Ein Blick auf diesen Artikel -oder zumindest diesen Auschnitt- tut nicht weh.
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Zitat:Irans langer Weg zur Freiheit(Der Ausschnitt ist deshalb ein bissel länger geworden, weil in den zitierten Passagen direkt Bezug auf die ot-Diskussion im o.g. Thread genommen wird.)
von Scheherazade Daneshkhu
Der Iran wird oft als Schurkenstaat dargestellt. Dabei ringt das Land schon seit Jahrzehnten um Demokratie. Die Weltgemeinschaft sollte aus der Geschichte lernen - und im Atomstreit einlenken.
Es ist eine lange Geschichte. Eine Geschichte über das Ringen um Mitbestimmung, um Demokratie. Eine Geschichte, deren sich die USA, ja die gesamte Weltgemeinschaft im aktuellen Atomkonflikt mit dem angeblichen Schurkenstaat Iran dringend bewusst werden muss. Nicht zuletzt, um sich ihre eigene, nicht immer glückliche Rolle darin zu vergegenwärtigen.
Sie beginnt bereits vor 100 Jahren. Damals musste sich Persiens Schah Musaffar den öffentlichen Forderungen nach einer Verfassung und einem Parlament beugen.
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Die demokratischen Wurzeln wurden jedoch bald von Resa Pahlewi ausgemerzt, einem Armeeangehörigen, der von den Briten Unterstützung erhielt. Diese waren zusehends über die Bedrohung ihrer Interessen alarmiert, die von der beliebten Reformbewegung ausging.
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Demokratisches Experiment vereitelt
Fast 30 Jahre nachdem sich Pahlewi 1925 zum Schah krönen ließ, versuchten die Perser erneut, eine Demokratie herbeizuführen. Von 1951 bis 1953 unterstützten sie Mohammed Mossadegh, den ältlichen Ministerpräsidenten, der die Ölindustrie verstaatlichte.
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Doch auch dieses demokratische Experiment wurde vereitelt. Und zwar dieses Mal, nachdem Kermit Roosevelt, Enkel von Präsident Theodore Roosevelt und Leiter der Nahostabteilung bei der CIA, mit Unterstützung der Briten in einem Handstreich Mossadegh stürzen ließ und Reza Pahlewis Sohn Mohammed auf den Pfauenthron hievte.
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Für die Iraner ist Demokratie keine neue Idee, sondern etwas, um das seit langem gerungen wird. Seit einem Jahrhundert versucht dieses muslimische Land aktiv Demokratie herbeizuführen, doch zweimal wurden die Bemühungen von westlichen Mächten zunichte gemacht.
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Diese nationalen Bemühungen lassen die in rechten Kreisen beliebte These, Islam und Demokratie seien nicht miteinander vereinbar, als Unfug erscheinen