10.08.2006, 13:18
Zitat:Das sieht man in Militärkreisen vermutlich anders. Auch zur Kubakrise gab es all diese Möglichkeiten auf beiden Seiten schon. Das liegt wohl vor allem daran, dass moderne, ballistische Mittel- und Langstreckenraketen (mit lenkbaren Re-entry vehiceln) immernoch sehr schwer abzuwehren sind. Also deutlich schwerer als Cruise Missiles, oder Langstreckenbomber. Aber Du hast von daher Recht, dass solche Raketen schon anderenorts stationiert sind.Das Problem mit den Raketen auf Kuba war aus militärischer Sicht vor allem die viel geringere Vorwarnzeit, eine Rakete braucht von Kuba nunmal nicht so lange von Kuba zu den USA wie aus der UdSSR nach Kuba. SSNB waren zur Zeit der Kubakrise noch nicht so weit verbreitet, Großteile der Atombomben war noch an Bord strategischer Bomber stationiert, die Vorwarnzeit dementsprechend höher.
Zitat:Den US-Experten habe bei ihrer Erkundungstour ein Stützpunkt nahe der mährischen Stadt Olomouc (Olmütz) besonders gefallen, heißt es. Hier seien die Voraussetzungen zur rund 40 Meter tiefen Lagerung von zehn ballistischen Raketen günstigDas wage ich mal als Übersetzungsfehler oder Falschmeldung einzuordnen, die Trident Raketen auf den Ohio U Booten kommen nahe genug an Russland heran, um die Vorwarnzeit zu reduzieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Minutemen III (Meines Wissens die einzig verbliebene ballistische Rakete im Arsenal der USA, die Peacemaker wird ausgemustert.) Pershings und Marschflugkörper gibt es auch nicht mehr. Sorry ich sehe kein Motiv und kein System, dass als ballistische Rakete in Polen stationiert werden sollte.
Ich denke, dass Abwehrraketen gemeint sind.