13.11.2005, 21:56
Dieser Text beleuchtet sehr gut die derzeitigen Machtkämpfe und Veränderungen im Iran. Eigentlich könnte man fast den kompletten Text zititieren, weil er insgesamt recht aufschlussreich ist, aber ich habe es mal aus regeltechnischen Gründen bei dem zentralen Abschnitt für den derzeitigen Diskussionskontext belassen.
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Zitat:Iran: Die heimliche Regierung tritt aus dem SchattenWenn das Interesse geweckt wurde, dann empfehle ich die Lektüre des gesamten Artikels.
Fahrt im Dunkeln ohne Licht - die Taktik der iranischen Hisbollah
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Krieg an der Spitze
Die Konflikte zwischen den verschiedenen Strömungen der iranischen Geistlichkeit sind während der Präsidentschaftswahlen deutlich zu Tage getreten. Die Niederlage von Ayatollah Rafsanjani, dem Vorsitzenden des Rats zur Wahrung der Interessen des Systems, und die Niederlage von Ayatollah Karrubi, dem vorigen Parlamentsvorsitzenden und einem wichtigen Berater des Revolutionsführers Chamenei, gegenüber einem völlig unbekannten Kandidaten - dem Kandidaten der Ayatollahs Mesbahe-Yazdi und Jannati, die tätlichen Angriffe von Militanten der Hisbollah auf hohe Geistliche wie Ayatollah Tawassoli in Teheran und Qom, die stets auf der Seite des Revolutionsführers standen, die Verteilung von 5 Millionen CD's gegen Ayatollah Rafsanjani und seine Familie in Qom, der Hauptstadt der iranischen Geistlichkeit, die gegenseitigen Attacken der Ayatollahs bei den Freitagspredigten und in Interviews: dies alles zeigt deutlich, dass unter den Machthabern ein heftiger Kampf im Gange ist. Die in den Wahlen gescheiterten Ayatollahs entfalten hektische Aktivitäten, um ihre politischen und wirtschaftlichen Interessen zu verteidigen, und haben begonnen, eine jeweils auf ihre Person zugeschnittene Partei zu gründen und die verschiedenen Gegner von Ayatollah Mesbahe-Yazdi unter einem Banner zu vereinigen. Da sie - gewiss zu Recht - von einer Verschärfung der Zensur ausgehen, tragen sie sich in der Absicht, ein Satellitenfernsehen zu gründen, um auf diesem Weg ihre Positionen zu verbreiten.
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