18.07.2005, 11:22
Im Großen und Ganzen hat Azrail die Problematik gut zusammengefaßt, auch wenn das Wort "Angst " in deinem Beitrag etwas übertrieben ist. Angst hat man nicht unbedingt, nur wären solche Regime kein Grund zur Freude im Westen.
Letztlich kann man mit dieser Sachlage auch die ewig kritiserte westliche Doppelmoral und Heuchelei erklären:
Überzeugt von der Universalität westlicher Menschen- und Freiheitsrechte setzt man sich im Westen allzu gern für liberale Modernisierungsbewegungen auf der ganzen Welt ein. Der nach dem Kalten Krieg verkündete Sieg von Demokratie, Kapitalismus und Menschenrechten ( für so manchen passen die drei Dinge aber selbst im Westen noch nicht zusammen *fg*) sollte nun auch weltweit seine Umsetzung finden.
Demokratische und liberale Regierungen wären also das Ziel des Westens. Nur dummerweise fehlt in den meisten moslemischen Ländern dafür einfach der gesellschaftliche Nährboden. Entweder sind die Mittelschichten numerisch zu schwach oder sie haben durch wirtschaftliche Probleme kein Interesse an der Politik.
Es gibt daher als gesamtgesellschaftliche Protestbewegung meistens nur islamistische Bewegungen, die im Rahmen einer Flucht in die Religion vor den Problemen der Neuzeit, als Gegner herrschender autoritärer regime auftreten.
Dies ist aber nunmal keine Alternative für den Westen und so unterstützt man weiterhin das kleinere Übel. Sicher versucht man diese Diktaturen auch etwas zu öffnen und zu Liberalisierungen zu bewegen. Diese Versuche dürfen aber nicht die Stabilität gefährden der Staaten.
In Staaten aber, die so der so ein Problem darstellen, wollen vorallem die Amerikaner nun scheinbatr experimentieren. Anstaat das kleinere Übel zu wählen und Saddam weiterhin eingedämmt und schwach zu halten, wagte man mit amateurhafter Vorbereitung das Feldexperiment und versuchte per Eingriff das feindliche diktorische Regime durch ein demokratisches zu ersetzen. Alerdings braucht Demokratie ein gewisse gesellschaftliche Reife und Entwicklung, die so in der religiös und ethnisch fragmentierten und zu lange unterdrückten irakischen Bevölkerung ohne weiteres nicht da ist.
Schon in Japan und Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg hat man gesehen, dass Demokratie erlernt werden muss bzw. leicht angepaßt werden muss. Und wie viel einfacher waren diese Fälle zu regeln.
Letztlich will man m Nahen Osten eben nicht nur die reien Methode der Demokratie verwirklicht sehen, sondern auch so viel wie möglich von westlich orientierten normativen Dimension von Demokratie.
Angesichts fast kaum vorhandener Träger dieser Ideen in der Region ( bis auf ein paar Intellektuelle) ein schweres Unterfangen, das vom scheitern bedroht ist und sein wird. Einzig im Libanon gibt es erste hoffnungsfrohe Zeichen.
Werden aber weiterhin nur radikale Oppsoitionsbewegungen das feld bestimmen im nahen Osten, so wird leider auch die heuchlerische Politik gerade der USA in der Region weitergehen.
Letztlich kann man mit dieser Sachlage auch die ewig kritiserte westliche Doppelmoral und Heuchelei erklären:
Überzeugt von der Universalität westlicher Menschen- und Freiheitsrechte setzt man sich im Westen allzu gern für liberale Modernisierungsbewegungen auf der ganzen Welt ein. Der nach dem Kalten Krieg verkündete Sieg von Demokratie, Kapitalismus und Menschenrechten ( für so manchen passen die drei Dinge aber selbst im Westen noch nicht zusammen *fg*) sollte nun auch weltweit seine Umsetzung finden.
Demokratische und liberale Regierungen wären also das Ziel des Westens. Nur dummerweise fehlt in den meisten moslemischen Ländern dafür einfach der gesellschaftliche Nährboden. Entweder sind die Mittelschichten numerisch zu schwach oder sie haben durch wirtschaftliche Probleme kein Interesse an der Politik.
Es gibt daher als gesamtgesellschaftliche Protestbewegung meistens nur islamistische Bewegungen, die im Rahmen einer Flucht in die Religion vor den Problemen der Neuzeit, als Gegner herrschender autoritärer regime auftreten.
Dies ist aber nunmal keine Alternative für den Westen und so unterstützt man weiterhin das kleinere Übel. Sicher versucht man diese Diktaturen auch etwas zu öffnen und zu Liberalisierungen zu bewegen. Diese Versuche dürfen aber nicht die Stabilität gefährden der Staaten.
In Staaten aber, die so der so ein Problem darstellen, wollen vorallem die Amerikaner nun scheinbatr experimentieren. Anstaat das kleinere Übel zu wählen und Saddam weiterhin eingedämmt und schwach zu halten, wagte man mit amateurhafter Vorbereitung das Feldexperiment und versuchte per Eingriff das feindliche diktorische Regime durch ein demokratisches zu ersetzen. Alerdings braucht Demokratie ein gewisse gesellschaftliche Reife und Entwicklung, die so in der religiös und ethnisch fragmentierten und zu lange unterdrückten irakischen Bevölkerung ohne weiteres nicht da ist.
Schon in Japan und Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg hat man gesehen, dass Demokratie erlernt werden muss bzw. leicht angepaßt werden muss. Und wie viel einfacher waren diese Fälle zu regeln.
Letztlich will man m Nahen Osten eben nicht nur die reien Methode der Demokratie verwirklicht sehen, sondern auch so viel wie möglich von westlich orientierten normativen Dimension von Demokratie.
Angesichts fast kaum vorhandener Träger dieser Ideen in der Region ( bis auf ein paar Intellektuelle) ein schweres Unterfangen, das vom scheitern bedroht ist und sein wird. Einzig im Libanon gibt es erste hoffnungsfrohe Zeichen.
Werden aber weiterhin nur radikale Oppsoitionsbewegungen das feld bestimmen im nahen Osten, so wird leider auch die heuchlerische Politik gerade der USA in der Region weitergehen.