19.06.2005, 11:22
Inzwischen entsteht immer mehr der Eindruck, daß bei den Wahlen im Iran etwas faul ist.
Die Anschuldigungen von Karoubi klingen ziemlich präzise, und auch aus Kreisen um Moin hieß es, man habe Unregelmäßigkeiten entdeckt. Moin wollte wohl schon am Samstagabend eine Erklärung in Form eines offenen Briefes abgeben, hat die Veröffentlichung jedoch - wohl aus taktischen Gründen - verschoben.
Hier mal ein Zitat, wo die Unregelmäßigkeiten genannt werden:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,361172,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 72,00.html</a><!-- m -->
Hierzu wieder etwas aus der oben angegebenen Quelle:
Die Anschuldigungen von Karoubi klingen ziemlich präzise, und auch aus Kreisen um Moin hieß es, man habe Unregelmäßigkeiten entdeckt. Moin wollte wohl schon am Samstagabend eine Erklärung in Form eines offenen Briefes abgeben, hat die Veröffentlichung jedoch - wohl aus taktischen Gründen - verschoben.
Hier mal ein Zitat, wo die Unregelmäßigkeiten genannt werden:
<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,361172,00.html">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0 ... 72,00.html</a><!-- m -->
Zitat:Der Erfolg Ahmadinedschads ist bemerkenswert. In allen Umfragen lag der Erzkonservative stets weit hinten im Feld der Kandidaten. Während Konkurrenten wie Karubi mit profanen Offerten wie einem Festgehalt von 60 Dollar für jeden Iraner Stimmen einsackten, fiel Ahmadinedschad nicht auf. Außer bei einem Anteil an radikalen Wählern in bestimmten Stadtteilen Teherans oder auf dem Land wurden ihm kaum Chancen eingeräumt. Allein diese Tatsache lässt Gerüchte und Mutmaßungen über eventuelle Manipulationen leicht gedeihen.Die Stimmung im Iran scheint gereizt zu sein. Es wäre wohl nicht gut für die Entwicklung des Iran, wenn Ahmadinedschad die Wahl gewinnen würde.
Wer wusste wann was?
An anderen Merkwürdigkeiten mangelte es schon bei schlichter Betrachtung der Abläufe am Samstag nicht. So kündigte Ahmadinedschad seinen Erfolg schon Stunden vor einem offiziellen Statement des Innenministeriums an. Die Behörde leitete die Wahl offiziell und teilte die aktuellen Prozentzahlen meist live im staatlichen Fernsehen mit. Ebenso fiel auf, dass der Wächterrat Ahmadinedschad schon kurz nach der Veröffentlichung der ersten Hochrechnungen auf dem zweiten Platz verortete, als er auf der offiziellen Liste noch an dritter Stelle hinter Moin gesetzt war.
Hierzu wieder etwas aus der oben angegebenen Quelle:
Zitat:Ein Mann wie er an der Spitze des Staats hätte auch internationale Folgen. So plädierte er im Gegensatz zu seinem Konkurrenten in der Stichwahl stets offen für einen einseitigen Abbruch der Atom-Gespräche mit den Europäern, während Konkurrent Rafsandschani eine vorsichtige Fortführung ankündigte.
Verkehrte Welt bei der Stichwahl
Ahmadinedschads Erfolg bei der Wahl hat alle Szenarien für die Stichwahl auf den Kopf gestellt. Vor der Wahl hatte man erwartet, dass es ein Rennen zwischen einem Reformer wie Moin und dem moderaten Geistlichen Rafsandschani geben werde. Nun steht der 70-Jährige Ex-Präsident plötzlich als Symbol der Weiterführung von Reformen und der Öffnung Irans gen Westen gegen einen Dogmatiker, der lieber zurück als vorwärts will.
Seine Gesinnung hat Ahmadinedschad schon im Wahlkampf untermauert. "Wir haben die Revolution nicht gemacht", sagte er vor seinen Anhängern, "um die Demokratie zu bekommen."