19.12.2004, 01:22
Dow Jones/vwd
Armenien plant den Bau einer Bahnverbindung nach Iran
Montag 13. Dezember 2004, 16:43 Uhr
ERIWAN (Dow Jones-VWD)--Armenien plant den Bau einer Eisenbahnverbindung, die die recht isolierte frühere Sowjetrepublik mit dem südlichen Nachbarn Iran verbinden soll. Wie der armenischen Transportminister Andranik Manukian bei der Vorstellung entsprechende Pläne sagte, habe die Regierung zwei alternative Pläne über die Streckenführung in Armenien, die aber beide an der Grenzstadt Mergi enden würden. Der Bau der einen Strecke sei mit 760 Mio USD veranschlagt, die andere Strecke würde
Anzeige
900 Mio USD kosten. Auf die Frage, wie das an Liquiditätsproblemen leidende Armenien den Bau der Eisenbahnstrecke finanzieren wolle, ging Manukian nicht ein.
Laut Aussagen eines Regierungsvertreters könnte ein Teil der Finanzierung vom Iran und von europäischen Investoren übernommen werden. Die geplante Eisenbahnverbindung ist ein weiterer Schritt beim Ausbau der armenischen Kooperation mit der Islamischen Republik Iran. So wurde im vergangenen Monat mit dem Bau einer Gaspipeline begonnen, die Armenien mit iranischem Erdgas versorgen und so die Abhängigkeit zu russischen Lieferungen durch Georgien reduzieren soll. Zudem arbeiten die Nachbarn an dem Ausbau ihrer Starkstrom-Verbindungen.
Armeniens einzige funktionierende grenzüberschreitende Eisenbahnverbindung führt nach Georgien. Die Bahnverbindungen mit Aserbaidschan und der Türkei sind wegen der anhaltenden Spannungen über die aserbaidschanische Enklave Nagorni Karabach blockiert, die seit dem Waffenstillstand 1994 von ethnischen Armeniern kontrolliert wird. Mit dem nördlichen Nachbarn Russland pflegt Armenien enge Beziehungen. (ENDE Dow Jones Newswires/13.12.2004/DJN/ap/alfap/mar/sa
Armenien plant den Bau einer Bahnverbindung nach Iran
Montag 13. Dezember 2004, 16:43 Uhr
ERIWAN (Dow Jones-VWD)--Armenien plant den Bau einer Eisenbahnverbindung, die die recht isolierte frühere Sowjetrepublik mit dem südlichen Nachbarn Iran verbinden soll. Wie der armenischen Transportminister Andranik Manukian bei der Vorstellung entsprechende Pläne sagte, habe die Regierung zwei alternative Pläne über die Streckenführung in Armenien, die aber beide an der Grenzstadt Mergi enden würden. Der Bau der einen Strecke sei mit 760 Mio USD veranschlagt, die andere Strecke würde
Anzeige
900 Mio USD kosten. Auf die Frage, wie das an Liquiditätsproblemen leidende Armenien den Bau der Eisenbahnstrecke finanzieren wolle, ging Manukian nicht ein.
Laut Aussagen eines Regierungsvertreters könnte ein Teil der Finanzierung vom Iran und von europäischen Investoren übernommen werden. Die geplante Eisenbahnverbindung ist ein weiterer Schritt beim Ausbau der armenischen Kooperation mit der Islamischen Republik Iran. So wurde im vergangenen Monat mit dem Bau einer Gaspipeline begonnen, die Armenien mit iranischem Erdgas versorgen und so die Abhängigkeit zu russischen Lieferungen durch Georgien reduzieren soll. Zudem arbeiten die Nachbarn an dem Ausbau ihrer Starkstrom-Verbindungen.
Armeniens einzige funktionierende grenzüberschreitende Eisenbahnverbindung führt nach Georgien. Die Bahnverbindungen mit Aserbaidschan und der Türkei sind wegen der anhaltenden Spannungen über die aserbaidschanische Enklave Nagorni Karabach blockiert, die seit dem Waffenstillstand 1994 von ethnischen Armeniern kontrolliert wird. Mit dem nördlichen Nachbarn Russland pflegt Armenien enge Beziehungen. (ENDE Dow Jones Newswires/13.12.2004/DJN/ap/alfap/mar/sa