13.12.2004, 16:38
Zitat:Ebadi: Nicht der Islam, sondern das Patriarchat ist das ProblemQuelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.zeit.de/politik/dlf/interview_041213">http://www.zeit.de/politik/dlf/interview_041213</a><!-- m -->
Interview mit Shirin Ebadi, Friedensnobelpreisträgerin, iranische Frauenrechtlerin
Liminski: Die Menschenrechte zu wahren, das sei der innere Sinn von Macht, so heißt es bei Klassikern der abendländischen Philosophie. Dass die Macht keineswegs immer für dieses noble Ziel gebraucht wird, beweisen fast täglich viele Nachrichten aus aller Welt. Aber es gibt auch Lichtblicke: Einer war die Verleihung des Friedensnobelpreises 2003 an die iranische Frauenrechtlerin und Menschenrechtsaktivistin Shirin Ebadi. Sie war jetzt in Bonn zu Gast beim Deutschen Juristinnen Bund und diskutiert über Menschen- und Frauenrechte im Iran. Wir haben sie nach einer Veranstaltung in einem Restaurant zu einem kurzen Gespräch bitten können. Die erste Frage lautete: Sie waren die erste Richterin im Iran, mussten Ihr Amt dann aber nach der Revolution aufgeben. Wäre es heute denkbar, dass eine Frau ein wichtiges Amt im Iran bekleidet? Also als Ministerin oder Richterin am Obersten Gericht?
Ebadi: Die Anzahl der Akademikerinnen übertrifft bei weitem die der Akademiker. Die iranischen Frauen haben durchaus die Fähigkeit, Ministerposten zu bekommen. Wenn sie bisher solche Positionen nicht haben besetzen können, so deshalb, weil es bestimmte Probleme im Iran gegeben hat. Aber die Frauen werden diese Probleme überwinden.
Zitat:Durchsuchung bei DaimlerChrysler - Lkw illegal in den IranQuelle: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.reuters.de/newsPackageArticle.jhtml?type=companiesNews&storyID=637188§ion=news">http://www.reuters.de/newsPackageArticl ... ction=news</a><!-- m -->
Sonntag 12 Dezember, 2004 10:26 CET
Frankfurt/Stuttgart (Reuters) - Im Zusammenhang mit einer illegalen Lieferung von Nutzfahrzeugen in den Iran hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart die Konzernzentrale von DaimlerChrysler sowie das Lkw-Werk Wörth durchsuchen lassen.
"Es gibt ein Ermittlungsverfahren", sagte Staatsanwältin Tomke Beddies am Samstag auf Anfrage und bestätigte einen entsprechenden Vorabbericht des Magazins "Focus". Es gehe um eine Lieferung von Lastwagen nach Saudi-Arabien, die letztlich aber in Iran gelandet seien. Der Autokonzern selbst habe dies dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mitgeteilt, sagte Beddies. "Inwieweit diese Weiterlieferung in den Iran mit Wissen von DaimlerChrysler geschehen ist, werden wir im Ermittlungsverfahren klären."