20.07.2004, 17:50
Zitat:Seit Jahren redet man von einem "Wirtschaftsboom" und de rgrößte Teil der Iranischen Bevölkerung ist imemrnoch arm. Nur weil es in den großen Städten westlichaussieht heißt es nicht dass da sLand reich geworden ist.Trotzdem finde ich , ist es notwendig diplomatische (und wirtschaftliche) Beziehungen zum Westen zu haben , Iran kann davon nur profitieren...
Und zu deinem letzten Absatz:
Tja das ist nunmal die dumme Eigenschaft der Iraner. Lehnen das gute ab wenn man es ihnen bietet aber wenn sie es nicht kriegen wollen sie es umso mehr :bonk:
Die Regierung hat viel Geld in Zukunftstechnologien investiert und das "Imam Khomeini-Sozialkommitee (Kommiteye Emdade Emam Khomeini) ist großzügiger geworden als all die Jahre zuvor und das Wichtigste ist das Riesenpotential der Studenten (iran hat echt viele Akademiker).
In der Bildungspolitik waren die Mullahs auf jeden Fall erfolgreicher als der Shah , vielleicht wär das auch noch gekommen , denn in den 70er war "die Welt arm" , aber trotzdem trotz eines 8jährigen Krieges mehr Studenten (oder Akademiker) als DEutschland zu haben ,ist echt spitze .
Iran KANN NUR DAVON PROFITIEREN , siehe Kuba und Nordkorea (beides isolierte Staaten) und trotzdem bewegt sich in keinem dieser Länder was obwohl sie auch beide "revolutionäre" Regierungen an der Macht haben...
Außerdem ist es immer so , dass es bei einem Wirtschaftsboom (sehr) schlechte Arbeitsbedingungen gibt , siehe Industrielle Revolution, Tigerstaaten und IRAN in 70er...
@Patriot dürfte dich interessiern

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Zitat:Die Gute alte Zeit
Frage: "Kritiker sagen, dass der Iran so schnell voranschreitet, dass es wirtschaftlich ungesund ist."
Reza Schah Pahlavi: "Warum? Weil wir im diesem Jahr eine Wachstumsrate von 17 Prozent haben werden? Ist es schlecht? Im vergangenen Jahr hatten wir eine Wachstumsrate von 42 Prozent, aber eine Inflationsrate von 20 bis 22 Prozent. Diese Jahr werden wir überhaupt keine Inflation haben. Ist es vielleicht das, was die Kritiker beunruhigt?"
:Schah-Interview mit Newsweek, 1 März 1976.
Frage:"... Wenn sie auf das Jahr 1975 zurückblicken, können sie bestätigen, dass die Entwicklungsvorgaben Ihres Landes vielleicht ein wenig zu ehrgeizig waren?"
Reza Schah Pahlavi:"Vielleicht. Vielleicht ist es so. Bestimmt."
:Schah-Interview mit dem Spiegel, veröffentlicht in Keyhan International, 8.12.1976
Der Kontrast zwischen der selbstsicheren Antwort des Schahs im Februar 1976 und der bedachteren im zweiten Interview im Dezember spiegelt die Wandlung wieder die der Iran, im wirtschaftlichen Chaos, verursacht durch massive Ölgewinne und Modernisierung, durchmachte
In dieser Periode hatte der Iran so viel Geld, dass die verantwortlichen nicht wussten wohin damit. So wurden einige wichtige aber auch unsinnige Investitionen im Ausland getätigt.
Hier ein Auszug
: 25 % Anteils in der Stahlerzeugung der deutschen Krupp-Gruppe.
Als großer Bewunderer der westdeutschen Industrie war der Schah fasziniert von dem Gedanken, den Fuß in eins der ältesten Industrieunternehmens Europas setzen zu können.
: 25 % an der Deutschen Babcock
: 17 % an der BP
Zum ersten mal in der Geschichte wurden große Darlehnssummen von einem Entwicklungsland (Schwellenland?) an Industrienationen vergeben.
: 728 Millionen Dollar an Frankreich und Dänemark
: 1,6 Milliarden Dollar an Großbritannien
: 887 Millionen Dollar an den IMF und die Weltbank
: 283 Millionen Dollar als günstige Kredite an Entwicklungsländer
Die Überhitzung der Wirtschaft und die ineffizient vieler Projekte die vom Schah initiiert worden sind, führte damals immer mehr zu sozialen Spannungen. Diese Probleme können mit als ein Grund für die islamische Revolution (1978) angesehen werden.