13.06.2026, 19:37
(13.06.2026, 18:20)Broensen schrieb: Ich denke, es sollte doch klar sein, dass man auf einem Schiff wie der F125 immer versuchen würde, das stärkst mögliche Sonar einzurüsten, wenn man sowas angeht. Und dann könnte man ja darüber nachdenken, ob man nicht besser auf ein starkes Passiv-Sonar setzt und den Aktivteil auslagert, statt beides in jeweils geringerer Leistung vorzuhalten.
Was verstehst du unter einem "starken Passiv-Sonar"?
Der passive Anteil ist nicht der Treiber für Kosten und Gewicht, sondern der aktive Teil.
Die Leistungsfähigkeit des passiven Schleppsonars ist faktisch allein durch die Länge der Schleppantenne und die Qualität der Empfangsmodule bestimmt. Da wird es keinen wesentlichen Leistungsunterschied zwischen TRAPS, CAPTAS-4 oder ACTAS geben.
Der einzige Unterschied ist, wie und wieviel Sendeleistung der aktive Teil ins Wasser bringen kann. Wenn wir ein CAPTAS-4 oder ACTAS auf die F125 bringen können, gerne, warum nicht? Ich persönlich sehe dies aber als unrealistisch an, ohne das Schiff massiv schiffbaulich anzufassen - die F125 hat kein SWAP-C für ein Schleppsonar und ist schon gar nicht "ffnbw" dafür. Da wird faktisch jede Integration oberhalb eines passiven Schleppsonars "interessant". Allein die Heckpforte, die man für so ein großes aktives Schleppsonar einbringen muss, wiegt normalerweise ab 10 t aufwärts. Mit dem gesamten Stahlbau und dem "großen" Schleppsonar reden wir da locker über 40 bis 50 t Mehrgewicht im Heck der F125.
(13.06.2026, 18:20)Broensen schrieb: Natürlich, aber auch dieses Relais muss halt erstmal von dem U-Boot aus angesprochen werden, ohne sich damit zu verraten.
Genau dafür ist JANUS bzw. LRAM ja entwickelt worden, damit getauchte U-Boote kommunizieren können ohne sich durch Funkausstrahlungen Überwasser zu verraten.
LRAM ist kein lauter Ping, wie bei einem aktiven Sonar, sondern ein im Hintergrundrauschen verstecktes digital moduliertes Signal. Dies ist so schwach, da ist Einpeilen faktisch unmöglich.
