13.06.2026, 13:59
(13.06.2026, 12:38)Broensen schrieb: Es macht dadurch Sinn, dass die Fregatten nicht aktiv gehen müssen bzw. auch gar nicht selbst über aktive Sonare verfügen müssen.
Das ist korrekt, aber du willst ja mit deinem Pinger so weit weg vom Verband stehen, dass der Gegner nicht aus der Position des Pingers auf die Position des Verbandes schließen kann - heißt für mich so ca. 50 nm (+) wird der Pinger weg stationiert sein müssen.
(13.06.2026, 12:38)Broensen schrieb: Und GIUK sollten im offenen Krieg keine russischen Überwasserkräfte erreichen können. Irgendwo dazwischen werden die ASW-Verbände ihr U-Boot-Jagdrevier haben. Es geht also ganz primär darum, die eigenen Kräfte gegenüber der Entdeckung und Bekämpfung durch feindliche U-Boote zu schützen, was aber weitestgehend außerhalb des Wirkungsradius feindlicher Seestreitkräfte stattfindet.
Russische Doktrin wäre auch nicht, dort mit Seestreitkräften zu arbeiten, sondern mit weitreichenden AShM von Land, See oder Luft aus - da reden wir von 1.000 km (+) als Radius der Bedrohung. Das Problem bei der Aufklärung der gegnerischen Seestreitkräfte ist die berühmte Nadel im Heuhaufen, da das Meer verdammt groß ist - auch für eine Aufklärung aus dem Orbit. Wenn du aber diese Position durch die Ortung des Pingers einschränken kannst, wird das plötzlich wieder eine machbare Sache - deshalb gilt EMCON ja auch immer "unter" Wasser. Zudem wird es schwierig, anlaufende Torpedos oder UUV passiv zu orten, wenn so ein starker Pinger im Betrieb ist.
Die meiste Zeit wird ASW genau aus diesem Grunde passiv gefahren und aktiv nur dann gegangen, wenn eine POSSUB-Indikation vorliegt.
(13.06.2026, 12:38)Broensen schrieb: Muss ein solcher Pinger eigentlich auch eine geringe Betriebsgeschwindigkeit einhalten oder gilt das nur für den passiven Part? Die M80 ist ja schon was schneller ausgelegt.
Das ist für den rein aktiven Part mehr ein mechanisches Problem. Solange der Pinger seine Position an die passiven Empfänger ausreichend genau kommunzieren kann (in Echtzeit) dürfte das für die Signalauswertung relativ egal sein. Aber der mechanische Zug wird irgendwann ein Problem oder der Halteapparat verdammt groß und schwer. Sprich ja, der Pinger wird mit ASW Speed operieren und maximal bis 30 kts ("Survival Speed") gehen können.
(13.06.2026, 12:38)Broensen schrieb: Warst du es nicht, der immer darauf bestanden hat, dass geringe Größe und somit Auffindbarkeit der beste Schutz ist.
Schutz gegen AShM auf dem Pinger heißt für mich, entweder ist der ein "Wegwerfartikel" und eine normale Fregatte übernimmt dann mit ihrem Schlepp- oder Bugsonar die Rolle oder das LUSV bekommt maximal eine R-ESM-Anlage und einen SeaRAM drauf - dann spart man sich das taktische Radar.

