03.05.2026, 23:12
(03.05.2026, 18:22)Pmichael schrieb: Der Irankonflikt zeigt doch eher, dass sich die amerikanischen Vorstellungen der Trump-Regierung nicht wirklich mit der politischen Realität decken.Tun sie nicht? Also mEn haben wir diesbezüglich nichts getan um das Kabinett Trump vom Gegenteil zu überzeugen. Die Bundesregierung hat eine aktive Partizipation vor Beendigung der Kampfhandlungen abgelehnt, das ja, aber das ist eher ein Beispiel des klassisch neudeutschen proto-Pazifismus der in internationalen Kriesenfällen grundsätzlich Auftritt. War bei Aspides nicht anders.
Aber während manche unserer europäischen Partner ihren Luftraum für amerikanische Militärtransporte gen Nahost schlossen, blieb die deutsche Drehscheibe heimlich, still und leise offen. Während mache unserer europäischen Partner die US-Regierung direkt kritisierten, tapste die Bundesregierung vorsichtig umher und vermied jegliche Benennung des Aggressors, noch mehr, advokierte auch noch für den amerikanischen Standpunkt. Und natürlich ist man auch mit einer der ersten die daran denken, selber Kräfte in die Straße von Hormuz verlegen um eine etwaige Minensperrung zu räumen.
Wir haben keine militärische Unterstützung beigesteuert aber seiner wichtigsten Rolle, als Enabler für amerikanische Interessen in Nahost zu agieren, wurde Deutschland vollends gerecht. Wenn überhaupt dürfte sich das US Kabinett bestätigt fühlen, dass es mit uns tun und lassen kann, was es will. Siehe die aktuelle Situation in Bezug auf die Stationierung von Langstreckenwaffen, die von uns ebenfalls ohne jegliche Gegenwehr zähneknirschend hingenommen wurde.
Bei diesem Grad an Unterwürfigkeit muss ich würgen.
Zitat:Dass sich die europäischen und amerikanischen Interessen im Pazifikraum derart überschneiden, dass man sie nicht ignorieren kann, ist offensichtlich und wird auch von den asiatischen Staaten sowie Australien begrüßt. So waren die Eurofighter in Japan und Australien zwar nur eine Randnotiz, entfalteten dort jedoch eine enorme politische Signalkraft.Darin gebe ich dir auch durchaus recht, aber wir planen nicht ein selbstständiger Akteur im Pazifikraum zu werden. Wir planen als Anhängsel der Vereinigten Staaten zu wirken und integrieren uns dafür vollständig in den amerikanischen Militärkomplex und die dazugehörige Logistikkette. Oder um es in den Worten von Colby auszudrücken, Transatlantismus als „one theatre“ Doktrin.
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Da möchte man schon fast sagen „wären die Amerikaner doch bloß in Grönland einmarschiert“.
Vielleicht hätte das Berlin aus dem La La Land zurückgeholt.

