Vor 11 Stunden
@Kongo Erich
Wenn ich nun wieder einmal den advocatus diaboli geben wöllte, so hätten die Europäer die Gunst der Stunde, die der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran bot, nutzen müssen und in diesen Krieg einsteigen müssen. Denn sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass die USA notfalls einen großen Teich zwischen sich und dem Iran haben, die iranischen Raketen aber bis nach Europa fliegen können. Zudem hätten jene 20.000 oder 30.000 toten Zivilisten in Iran zum Jahreswechsel 2025/26 auch den verstocktesten Europäern die Augen öffnen müssen, was für brutales, zu allem bereites Regime hier agiert. Es wäre, selbst wenn die Mittel anfangs relativ überschaubar gewesen wären, geboten gewesen, gerade auch im europäischen Interesse, hier Flagge zu zeigen und notfalls einzugreifen.
Aber nichts von dem geschah. Stattdessen arbeitete man sich an Trumps wenig diplomatischem Gebaren ab, verschränkte schmollend die Arme, suchte nach Ausreden, versteckte sich hinter Völkerrechtsfloskeln, manche Regierungen blockierten gar die Kriegsanstrengungen der USA direkt (etwa Spanien, Großbritannien). Und in Iran hat man diese westliche Uneinigkeit durchaus bemerkt.
Und nun ist die Lage eben so, wie sie ist: Trump will aus dem Krieg wieder aussteigen, auch weil er seine "Heimatfront" im Auge hat, die Perser sind zwar eine verbeulte und kastrierte Katze, können aber dennoch noch Hormuz blockieren, weil sich niemand groß dafür einsetzen will, und zugleich ärgern sich die Europäer über die steigenden Spritpreise und haben keinerlei Lösung, wie es mit der Straße oder gar dem Atomprogramm weitergehen soll.
Insofern: Ja...du hast wohl recht, Trump ist nicht alleine verantwortlich.
Schneemann
Zitat:Ich denke, die FAZ trifft den Kern ... allerdings möchte ich nicht DT alleine verantwortlich machen.Ich denke, man muss sich eben entscheiden, was man denn will. Unabhängig vom Für und Wider bzgl. des aktuellen Krieges bzw. seiner Rechtfertigungen oder auch Trumps Gebaren, hätte es den Europäern durchaus deutlich wichtiger sein müssen, eine Entscheidung zu suchen.
Wenn ich nun wieder einmal den advocatus diaboli geben wöllte, so hätten die Europäer die Gunst der Stunde, die der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran bot, nutzen müssen und in diesen Krieg einsteigen müssen. Denn sie sollten sich darüber im Klaren sein, dass die USA notfalls einen großen Teich zwischen sich und dem Iran haben, die iranischen Raketen aber bis nach Europa fliegen können. Zudem hätten jene 20.000 oder 30.000 toten Zivilisten in Iran zum Jahreswechsel 2025/26 auch den verstocktesten Europäern die Augen öffnen müssen, was für brutales, zu allem bereites Regime hier agiert. Es wäre, selbst wenn die Mittel anfangs relativ überschaubar gewesen wären, geboten gewesen, gerade auch im europäischen Interesse, hier Flagge zu zeigen und notfalls einzugreifen.
Aber nichts von dem geschah. Stattdessen arbeitete man sich an Trumps wenig diplomatischem Gebaren ab, verschränkte schmollend die Arme, suchte nach Ausreden, versteckte sich hinter Völkerrechtsfloskeln, manche Regierungen blockierten gar die Kriegsanstrengungen der USA direkt (etwa Spanien, Großbritannien). Und in Iran hat man diese westliche Uneinigkeit durchaus bemerkt.
Und nun ist die Lage eben so, wie sie ist: Trump will aus dem Krieg wieder aussteigen, auch weil er seine "Heimatfront" im Auge hat, die Perser sind zwar eine verbeulte und kastrierte Katze, können aber dennoch noch Hormuz blockieren, weil sich niemand groß dafür einsetzen will, und zugleich ärgern sich die Europäer über die steigenden Spritpreise und haben keinerlei Lösung, wie es mit der Straße oder gar dem Atomprogramm weitergehen soll.
Insofern: Ja...du hast wohl recht, Trump ist nicht alleine verantwortlich.
Schneemann
