28.04.2026, 21:24
Die Meldungen über die Belastung der russischen Wirtschaft durch den Ukraine-Krieg mehren sich. Wobei ich überrascht bin, wie offen und sachlich in Russland die Debatten abzulaufen scheinen. Völlig anders als das ständige Getöse aus Washington, wenn es um die FED geht.
Der Berliner-Zeitung schreibt:
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Der Berliner-Zeitung schreibt:
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„So etwas gab es noch nie“: Russlands Zentralbank sieht die Wirtschaft am Limit
Russlands Zentralbank verschärft die Warnung: Der Arbeitskräftemangel erreicht ein historisches Ausmaß. Krieg und Abwanderung bringen die Wirtschaft an Grenzen.
Erst vor Kurzem hatte Russlands Zentralbank vor akutem Arbeitskräftemangel gewarnt. Jetzt verschärft Chefin Elwira Nabiullina den Ton – und spricht von einem Mangel, den es in der modernen Geschichte Russlands so noch nicht gegeben hat.
„So etwas hat es bei uns noch nie gegeben“, sagte Nabiullina am Dienstag auf dem „Alfa Summit“ in Moskau mit Blick auf den Arbeitsmarkt. Der Mangel wirke sich auf die gesamte wirtschaftliche Lage aus und beeinflusse direkt die Entscheidungen der Zentralbank.
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Eine extrem niedrige Arbeitslosigkeit von rund zwei Prozent gilt in diesem Umfeld nicht mehr als Zeichen von Stärke, sondern als Hinweis darauf, dass das verfügbare Arbeitskräftepotenzial weitgehend ausgeschöpft ist. Die Folge: Unternehmen können nicht wachsen, weil Personal fehlt. Gleichzeitig bindet der Staat genau die Ressourcen, die der zivilen Wirtschaft entzogen werden.
Leitzins bei 14,5 Prozent: Russlands Zentralbank sieht „keine Wahl“
Gleichzeitig gerät die Geldpolitik unter Druck. Die Zentralbank sieht sich regelmäßig dem Vorwurf ausgesetzt, das Wirtschaftswachstum bewusst zu bremsen. Nabiullina wies diese Kritik zurück. „Wir haben im Grunde keine Wahl“, sagte sie weiter am Dienstag. Bei hoher Inflation müsse die Zentralbank restriktiv bleiben, auch wenn dies die wirtschaftliche Dynamik dämpfe.
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Offiziell liegt die Inflationsrate bei rund sechs Prozent – in der Wahrnehmung der Bevölkerung jedoch deutlich höher. Die Zentralbank senkte letzte Woche ihren Leitzins zum achten Mal in Folge um weitere 0,5 Prozent auf aktuell 14,5 Prozent. Zum Vergleich: Der Einlagenzins der EZB liegt seit der letzten Senkung im Juni 2025 bei rund zwei Prozent.
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