26.04.2026, 16:54
(26.04.2026, 13:53)Fox1 schrieb: Jedenfalls gab es aus guten Gründen F-15 und F-14
Der Hauptgrund war die vom Kongress aus industriepolitischen Gründen unterstützte Forderung der US Navy, einen eigenen Marinejäger mit dem Komplex aus AWG-9 und AIM-54 zu entwickeln, nachdem absehbar war, dass das Projekt F-111B scheitert. Zwischenzeitlich wurde durchaus die Navalisierung der F-15 angedacht, und ohne die starken Modifikationen um die von der Marine geforderten Systeme unterzubringen wäre das Flugzeug der F-14 in fast allen Belangen überlegen gewesen. In welcher Beziehung soll dies hier als Beispiel dienen? Ein einziger Standard-Luftüberlegenheitsjäger auf dem Leistungsniveau (und der Basis) der F-15 wäre durchaus trägertauglich und landgestützt möglich gewesen, so wie es die Su-27 mit ihren Abkömmlingen (bis nach China) auch demonstriert hat. Dafür hätte es aber Einschnitte bei der Industriepolitik (Herstellervielfalt) und den individuellen Anforderungen (bspw. Modifikation des APG-63 zur Nutzung der Phoenix) geben müssen, der Vorteil wären niedrigere Kosten und langfristig bessere Entwicklungsperspektiven gewesen.
Es ist vollkommen richtig, dass umso mehr Kompromisse eingegangen werden müssen, je mehr Anforderungen an ein Muster gestellt werden. Es reicht aber nicht, hier die Nachteile gegenüber (hoch)spezialisierten Flugzeugen aufzuzählen, ohne die Vorteile einer gemeinsamen Basis zu berücksichtigen. Und für letztere gibt es ebenso historische Beispiele. Zudem, das kommt hinzu, ist die individuelle Leistung nicht ohne eine Gesamtbetrachtung der militärischen, industriellen und finanziellen Rahmenbedingungen bewertbar. Darauf wollte ich mit meinem Beitrag hinaus, in meinen Augen geht das hier bei der Diskussion völlig unter.
