25.04.2026, 10:31
(25.04.2026, 09:44)Kongo Erich schrieb: Was, wenn - etwa in einem Konflikt Russlands mit den baltischen Staaten - eine US-Regierung zögert, die NATO-Verpflichtung einzuhalten? Das nächste "Opfer" dürfte dann der Staat sein, der gar nicht erst der NATO angehört und den Aufmarsch russischer Marine im Atlantik blockiert.
Oder was ist in einem Konflikt zwischen USA und Dänemark / EU um Grönland. Da wird dann Island für beide Seiten plötzlich von erheblicher Relevanz. Und - zumindest unter der jetzigen US-Führung - könnte irgendein Holzpfosten plötzlich auf die Idee kommen, Island besetzen bzw. "neutralisieren" zu wollen.
Theoretisch eine Möglichkeit, auf die man sich seitens der EU zumindest vorbereiten müsste.
Die US-Regierung wird nicht zögern, Trump wird sofort tröten, dass es die Schuld der Europäer ist und dass wir das alleine ausbaden müssen. Das weiß Putin, allerdings kann er eine Eroberung Islands nicht gut mit grünen Männchen vorbereiten, eine Militärübung mit Landungsschiffen im Nordatlantik wäre auch sehr auffällig, und die Bedeutung der Beherrschung der Meeresoberfläche im Nordatlantik ist für Russland gering. Russland will Europa spalten, nicht einen!
Im Konflikt mit den USA sehe ich insbesondere soziale Faktoren als Hemmnis. In der EU ist kaum einer bereit, Menschenleben für die Verteidigung der Grenzen zu riskieren. Eine entschlossene Verteidigung ist einfach unrealistisch da nicht demokratisch gewollt. Zumindest beim derzeitigen Fähigkeitsprofil. Da müssten wir in vielen Bereichen erstmal kräftig aufrüsten. David kann auch gegen Goliath gewinnen, aber die EU wird nicht als David Krieg führen wollen.
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Zypern - unmittelbar vor dem Libanon - ist dann noch ein ganz anderes Kaliber. Und ich rede jetzt nicht von der mystischen Urheimat von Europa, vom Stier und der betörenden Schönheit am Strand des Festlandes, was im Kern schon auf eine vorgeschichtliche Verbindung zwischen Kreta, Zypern und dem Libanon hinweist ...
[Bild: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/c...sko_03.jpg]
(Wikipedia)
(Wikipedia)
Die ZEIT nimmt sich der Situation dort in einem lesenswerten Artikel an: Wer beschützt Zypern?
anzumerken ist, dass mehrere EU-Staaten, u.a. Frankreich auch aktiv geworden sind. Der französische Träger war im Umfeld von Zypern aktiv. Aber das waren bilaterale Aktivitäten, keine Maßnahmen der gesamten EU.
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Und das ist genau richtig so. Bilaterale Hilfen sind konkret und verlässlich, die EU kann höchstens Streitkräfte koordinieren die sie nicht kontrollieren kann.
