24.04.2026, 20:50
„Aegrotare“ schrieb:Das ist ziemlich einfach, die Katapullte und Fangseile auf ihren Träger sind Energie beschränkt. Außerdem ist FCAS für Frankreich ein primäres Exportprodukt, Dassault hat Angst das ein Flugzeug mit den von Deutschland geforderten Eigenschaften sich nicht so gut verkauft wie die Rafale.Für einen Trägerfähigen NGF ist das auch nachvollziehbar, aber wer sagt denn, dass es nicht wie bei der Rafale oder der F/A-18 eine landgestütztes und eine seegestützte Version des NGF geben wird/soll? Ich kenne glaub ich kein Kampflugzeug, dass in seiner seegestützten Variante landgestützt eingesetzt wird, also warum sollte das nun plötzlich hier der Fall sein?
Dass FCAS nur für die französische Marine vorgesehen und sonst nur als Exportprodukt produziert werden soll, wurde so noch nie kommuniziert und erscheint mit in Bezug auf die Projektkosten und den Aufwand dahinter doch recht unwahrscheinlich. Ersteres da Dassault mit der mehranteiligen Entwicklung und Produktion des NGF keine Kapazitäten mehr für eine Eigenentwicklung im selben Maßstab hätte und letzteres, da FCAS bisher als Systemverbund aufgrund seiner Kosten und Struktur kaum Exportpotenzial bietet.
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„Bairbus“ schrieb:Ich sehe außer Airbus kein Konstrukt, was FCAS zurück in sicheres Fahrwasser bringen kann.Was sollte Airbus denn deiner Meinung nach jetzt konkret tun um FCAS aus der Krise zu führen? Aktuell gibt es keinen direkten Projektkoordinator (was auch ein Stück weit Teil des Problems ist), diese Rolle müsste man in die Projektstruktur erst einmal hineinerfinden. Und das müssten Dassault und Indra erstmal akzeptieren, was die - berechtigterweise - nicht tun werden da Airbus DaS selber industriell beteiligt ist und sich damit die besten Stücke am Kuchen sichern kann. Das was wir im Endeffekt Dassault gerade vorwerfen (was Dassault allerdings strukturell nicht kann, was auch immer wieder vergessen wird).
Die Liste der erfolgreichen internationalen Kooperationen ist im Vergleich zu Dassault endlos.
Das wäre wie wenn Mercedes, Audi und BMW, also direkte Konkurrenten, gemeinsam ein Auto entwickeln und bauen sollen und Mercedes darf sich aussuchen, wer was bauen darf und wohin die IP geht. Ich glaube wir sind uns beide einige, dass das nicht passieren wird.
So eine Koordinatorrolle würde von den beteiligten Partnern nur akzeptiert werden, wenn der Koordinator selber nicht in den direkten Prozess involviert ist, also nur organisatorische Aufgaben übernimmt. Dass man das nicht gemacht hat ist wieder so ein klassischer Fall von Inkompetenz aber dafür gab und gibt es geeignete Kandidaten. Airbus gehört nicht dazu, genauso wenig Dassault und Indra.
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„Pmichael“ schrieb:Natürlich wäre ein solches Flugzeug für Frankreich rein militärisch sinnvoll, da aber die zentrale französische Forderung an das Kampfflugzeug die Trägerfähigkeit ist, ergeben sich hier massive Einschränkungen hinsichtlich Gewicht, Größe und andere Träger spezifische Anforderungen.Also wenn wir von den öffentlich verfügbaren Performancewerten ausgehen, sind die Unterschiede zwischen Rafale und Eurofighter recht gering. Reichweite und Ausdauer unterschieden sich kaum voneinander, auch das Leergewicht und MTOW sind nahezu identisch.
Hier kann man sich auch die Unterschiede zwischen Rafale und Eurofighter anschauen, die zwar beide Deltaflügler sind aber aerodynamisch doch sehr unterschiedlich sind.
Die großen Unterschiede finden sich in Agilität und Geschwindigkeit.
Aber den Reichweitenpunkt sehe ich hier wirklich überhaupt nicht.
