Spanien
(27.01.2026, 21:11)lime schrieb: Eine linke Regierung mal wieder gegen den Willen der großen Mehrheit der Spanier. In Umfragen ist diese Regierung auch schon lange erledigt. Das Gesetz wird dann einfach nur noch mehr Wähler kosten.
Dein "Wunschergebnis" ist wohl nicht erreicht worden:
Zitat:Die extreme Rechte verliert bei Regionalwahlen in Spanien an Boden
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Nach Auszählung der Stimmen gewann die Volkspartei, die dort seit fast vier Jahrzehnten an der Macht ist, laut offiziellen Ergebnissen 33 Sitze im 82-köpfigen Regionalparlament. Die Sozialisten sicherten sich 30 Sitze, während die rechtsextreme Vox 14 Sitze gewann, weniger als erwartet.
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- das war vor einem Monat, am 16. März, und ich hatte nach Deiner Ankündigung eigentlich auf Meldungen von Dir gewartet
- und es zeigt, dass die Spanier mit ihren (Regional-)Regierungen wohl relativ zufrieden sind, was auch der wirtschaftlichen Situation gedankt sein dürfte.
Dazu recht aktuell:
Zitat:Migration
Warum Spanien den Rest der EU wirtschaftlich abhängt
Während Deutschland stagniert, wächst Spanien kräftig. Ein Grund: Zuwanderer finden dort schneller Arbeit.
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2025 legte die spanische Wirtschaft um 2,8 Prozent zu. Deutschland kam 2025 auf ein Wachstum von 0,2 Prozent, Frankreich auf 0,9 Prozent. Und auch für dieses Jahr prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) Spanien einen Vorsprung. An der Börse setzte sich das Land ebenfalls ab: Der Leitindex Ibex gehörte mit einem Plus von fast 50 Prozent 2025 zu den stärksten in Europa.

Ein wichtiger Faktor ist der Arbeitsmarkt. In Spanien tragen viele Zugewanderte zum wirtschaftlichen Aufschwung bei. Seit 2021 sind 1,2 Millionen Ausländer ins Land gekommen. Zuletzt brachte die linksgerichtete spanische Regierung unter Ministerpräsident Pedro Sánchez eine bereits angekündigte Amnestie für Migrantinnen und Migranten auf den Weg. Rund 500.000 Menschen, die bislang ohne Aufenthaltsgenehmigung in Spanien leben und arbeiten, können ab dem 20. April einen legalen Status beantragen. Nach Regierungsangaben könnte etwa eine halbe Million Menschen antragsberechtigt sein.
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Migration als Standortfaktor
Spanien verfolgt damit einen Kurs, den viele andere EU-Länder derzeit eher meiden: Neuankömmlinge vergleichsweise schnell und unbürokratisch in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Im vergangenen Jahr besetzten Zugewanderte in Spanien 43 Prozent aller neu geschaffenen Stellen. Friedrich Henle, Spanienexperte bei Germany Trade & Invest, erklärt, dass es sich dabei vor allem um Jobs im Dienstleistungssektor, in der Pflege, im Gesundheitswesen und in der Gastronomie handelt – also um Bereiche, in denen Arbeitgeber sonst oft kaum genügend Personal finden.
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Für alternde Gesellschaften wie Spanien und Deutschland ist Einwanderung von zentraler Bedeutung. Länder mit niedrigen Geburtenraten sind auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen, wenn sie ihren Wohlstand sichern oder ausbauen wollen. Deutschland braucht laut Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) jedes Jahr netto rund 400.000 qualifizierte Zuwanderer, um das Arbeitskräfteangebot konstant zu halten.

Wie groß der Beitrag der Zuwanderung in Spanien ist, zeigt eine Studie der Europäischen Zentralbank aus dem vergangenen Jahr. Sie misst den Effekt ausländischer Arbeitskräfte auf die Volkswirtschaften der Eurozone zwischen 2019 und 2024. Im Vergleich zu Deutschland, Frankreich, Italien und den Niederlanden hatte die ausländische Erwerbsbevölkerung in Spanien den größten Effekt auf das Bruttoinlandsprodukt.

Ein Grund, warum die Integration in den spanischen Arbeitsmarkt besser gelingt als in Deutschland, sind Henle zufolge die kulturellen und sprachlichen Voraussetzungen. Neben Marokko stellt Lateinamerika die größte Gruppe unter den Eingewanderten dar. 2024 machten Menschen von dort 48 Prozent der Einwanderungsbevölkerung aus. „Für die Menschen selbst ist Spanien natürlich auch deshalb ein interessantes Zielland, weil es keine Sprachbarrieren gibt und weil es viele Landsleute gibt, die denselben Weg gegangen und früher eingewandert sind“, sagt Henle. „Mit Spanisch kommt man hier schnell zurecht, kann sich verständigen, auch in den Ämtern.“ Die meisten kommen aus Kolumbien, gefolgt von Venezuela und Ecuador.
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also genau das Gegenteil der Trump'schen Abschottungsmauer, die ja auch in den USA gegenteilige wirtschaftliche Effekte auslöst als wir in Spanien beobachten.
Aber niemand ist unnütz. Er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen. Das gilt auch für die US-Regierung.
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