Aufbau einer europäischen Souveränität
#49
Man kann "europäische Souveränität" eng auslegen - rein politisch gesehen - oder auch weit interpretieren. Dann gehört auch wie rüstungs- und wirtschaftspolitische Unabhängigkeit, insbesondere auch die Energiesicherheit, dazu.
Und der Iran-Krieg mit seinen Folgen hat gezeigt, wie "unabhängig" wir von Energieimporten sind.
„Energieunabhängigkeit ist der einzige Weg aus dieser Krise“

Fakt ist:
fossile Energien sind enorm im Preis gestiegen. Das kann jeder an den Zapfsäulen sehen, die Preise für Benzin, Diesel (einschließlich Kerosin und Heizöl) schießen durch die Decke. Und Gas ist nicht viel billiger.

Erstaunlich dagegen:
der Strompreis in Deutschland ist relativ stabil geblieben. Die "Alternativen Energien" - nicht Gas-, Öl- oder Kohlekraftwerke und auch nicht die längst abgeschaltete Atomkraft - haben uns den "Arsch gerettet".
Nun kann man sagen, wir hätten doch einen der höchsten Strompreise Europas - stimmt. Aber der resultiert aus den Netzentgelten, die für den Ausbau des Stromnetzes verwendet werden. Und die Kabel brauchen wir, egal, ob an der Küste ein Wind- oder ein Gaskraftwerk errichtet wird.

Die Folge sollte offensichtlich sein:
a) wir brauchen mehr regenerative Energien, um uns von Importen unabhängig zu machen
b) wir müssen die Stärken unterschiedlicher regenerativen Energien nutzen, um möglichst dezentrale (und damit auch gegen Ausfälle sicherere) Energieversorgung zur Verfügung zu haben; Wind an der Küste, Solar in den Weinbauregionen im Süden und Südwesten, Wasser im (Mittel-)Gebirge, Bio-Gas im ländlichen Raum ...
c) die unterschiedlichen Netze müssen "vernetzt" sein; der Ausfall von Solar (wenn es dunkel ist) kann dann durch andere Quellen ersetzt werden
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RE: Aufbau einer europäischen Souveränität - von Kongo Erich - 21.04.2026, 11:32

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