(See) Next Generation Frigate F127 (F124 Nachfolger)
Broensen schrieb:Eins ist für die Landanwendung.
Ah, danke für die Information Smile
Zitat:Ja, sehe ich auch sehr kritisch. Zumal sich mir der Vorteil dieses Ansatzes nicht wirklich erschließt. Sind es wirklich genau die ein-zwei Jahre mehr, die es für die Integration benötigt, die man durch diese Übergangslösung gewinnt?
Wenn ich mich aus dem Fenster lehnen müsste, würde ich sagen, dass das nur dazu dient, deutschen und europäischen Zulieferern "Hoffnung" zu geben. Die gesamte Ausstattung eines Schiffes im Ausland, vor allem außereuropäischen Ausland, zu beschaffen dürfte in der Industrie sauer aufstoßen. Da ist ein "ja die ersten Schiffe werden ohne eure Produkte kommen aber SPÄTER kommt ihr ja noch dazu und alles ist in Ordnung" natürlich nützlich, auch um internationalen Partnern Partizipation zu vermitteln. Das CMS-330 ist ja auch halb Notlösung, halb Rüstungspolitik um TKMS unter die Arme zu greifen.

Ein wenig wie bei mit CSC. Anfangs noch große Visionen von dezentralen Zulieferungsketten skizziert, mittlerweile alles nur Schall und Rauch. Offiziell wie gesagt aufgrund von technischen und finanziellen/zeitlichen Hürden, ich denke aber auch, dass sich LM nicht von "Drittanbietern" im AWS herumfummeln lassen wird. Wie man ein ECM-System, das ja nicht nur bedienbar sein muss sondern fester Teil des WS wird um bspw auch automatisiert zu funktionieren, ohne, dass der Anbieter dessen tiefgreifende Systemeinsicht erhält, ist mir absolut schleierhaft.
Zitat:Das lässt sich recht leicht vereinfachen, indem man den theoretischen Rahmen definiert. Und der wäre für mich bei diesem Lösungsansatz die Annahme, dass F127 auf US-Unabhängigkeit umgeplant werden soll, ohne parallel größere konzeptionelle Änderungen an der Flottenplanung oder Einsatzdoktrin vorzusehen. Also eine isolierte Betrachtung nur der technischen Umsetzung und Ausstattung der F127. Denn sonst kommt eh jeder zu einer anderen Annahme und wir müssten dringend den Strang wechseln.
Kommt natürlich darauf an, ob die Marine diesen Weg so geht und bspw keinen doktrinalen Kurswechsel anpeilt, aber in diesem Rahmen kann man zumindest arbeiten.
Zitat:Ich halte es für gänzlich abwegig, dass ein deutscher MAD nicht auf einem MEKO-A-400-Entwurf aufbaut, gerade bei einer eigenen Neuentwicklung. Wer soll denn das Schiff entwerfen, wenn nicht TKMS? Und warum sollten die da bei Null anfangen, statt wie schon seit Jahrzehnten ihrem Baukasten zu vertrauen?
Zitat:Und die Entscheidung dafür wird sicher eher positiv ausfallen, wenn man eine für sich betrachtet vergleichsweise simple Lösung finden kann, weswegen ich eben die A-400 mit allem drum und dran beibehalten und nur den AAW-Komplex austauschen würde, durch eine möglichst unveränderte Übernahme eines Gesamtsystems von einem engen und verlässlichen Partner.
Ich ziehe das hier mal nach vorne, weils für den gesamten Rest relevant ist.

Ich gehe stark davon aus, dass man die MEKO A-400AMD in ihrem jetzigen Zustand nur schwerlich oder sogar gar nicht "übernehmen" können wird, sofern man eine Lösung abseits des AWS anstrebt. Denn die A-400AMD ist nach dem Austritt aus dem FuAD in einem Top-Down Prozess entstanden, bei dem Ministerium, Marine und Schiffbauer eng miteinander kooperiert haben und das Design zu sehr spezifischen Anforderungen entworfen haben.

D.h. das Design wurde so wie es jetzt ist um das AWS herum konstruiert, was auch erforderlich gewesen sein wird. Damit fällt die A-400AMD als Basis für einen non-AEGIS MAD natürlich aus.
Dass es dann vermutlich trotzdem eine A-400 werden würde, halte ich ebenfalls für wahrscheinlich, nur wäre das eben keine A-400AMD, sondern eben eine Neukonstruktion auf Basis der F125 A-400, die als separater "Schiffsstrang" davon abzweigt. (Und vermutlich Teile der A-400AMD Entwicklungsarbeit übernehmen wird, das sicherlich, aber es wäre definitiv nicht das selbe Schiff).
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Was ich in einem solchen Fall aber ebenfalls nicht ausschließen würde, wäre eine Rückkehr zum FuAD. Dessen und unsere Anforderungen sind so gut wie identisch und dessen Entwicklung ist seit 2023 ebenfalls fortgeschritten.
Zitat:Ich würde auch eine IRIS-T-Lösung bevorzugen, nur ist das etwas, das eben noch von weiteren Entwicklungen abhängig wäre, während die Verwendung von CAMM-ER im Sylver deutlich risikoärmer ist. Also gehe ich erstmal davon aus, da es mir um eine möglichst realistisch im geplanten Zeitrahmen umsetzbare Alternative geht.
Ich würde persönlich dazu tendieren, beide als realistisch anzusehen. CAMM-ER ist natürlich naheliegend, aber SLM wird man bis 2035 auch problemlos bewerkstelligen können, wenn man die Thematik entsprechend angeht.
Zitat:In diesem Fall muss man wohl prüfen, wieviel Flexibilität erforderlich ist, um ein paar anzunehmende Grundforderungen zu erfüllen:
- Integration eines AAW-FK unterhalb Aster
- Integration von NSM und perspektivisch Tyrfing
- perspektivische Integration von HYDEF/HYDIS
- Anbindung einer Atlas-ASW-Suite
Alles weitere ist mMn nice-to-have und muss hinter Leistung, Stabilität und Verfügbarkeit in den Hintergrund treten.
Grundsätzlich ist alles was bloß bedienbar oder darstellbar sein muss, relativ unkompliziert in einem CMS umzusetzen. D.h. Seezielflugkörper und eine ASW-Suite sind kein Problem, da die Integration nur sehr oberflächlich erfolgen muss.

Lfk ist dann wiederum komplizierter, da die verlässlich mit vielen einzelnen Komponenten arbeiten müssen, was eine relativ "tiefe" Integration erforderlich macht. Systemlogik, Automatisierung, Failsafes, Uplink usw. Für die meisten CMS bedeutet das allerdings "nur", dass eine Integration länger dauert und mehr kostet. Eine "Unintegrierbarkeit" von technischer Seite her ist extrem selten.
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RE: Next Generation Frigate F127 (F124 Nachfolger) - von DopePopeUrban - 18.04.2026, 20:25
RE: Fregatte Klasse F 125 - von Milspec_1967 - 25.10.2024, 00:21
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RE: Bundeswehr – quo vadis? - von ede144 - 01.03.2022, 12:38
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