15.04.2026, 13:22
(14.04.2026, 23:21)Leuco schrieb: Womit wir wieder zur SLX und der Frage kommen ob diese wenn dualpackfähig, eine sinnvollere Ergänzung zur ESSM darstellt als SM2 oder Aster.
Ich sehe in vielen Fällen, die hier im Forum als "ganz klar" gelten, schon SM2 oder Aster 30 nicht als sinnvolle Ergänzung, einfach weil der hier gern als Basis dienende Ansatz (der ja auch zu den ASW-Zerstörern geführt hat) sich mir nicht erschließt. Aber davon abgesehen fehlen ähnlich wie auch bei der A-200DEU konkretere Informationen zur tatsächlichen SLX, die im Laufe der Zeit erkennbar einen Wandel durchlebt hat und deren ursprünglichen Ziele ich persönlich nicht mehr als Argumentationsgrundlage heranziehen würde. Damit wird es natürlich auch schwierig, eine "nationale" Konfiguration aus SLM und SLX (und womöglich noch SLS als RAM-Ersatz) zu bewerten.
Spekulieren lässt sich diesbezüglich viel, kommt SLX im Quadpack, Dualpack oder Einzeln ins MK41, wo liegen die energetischen/kinetischen Leistungswerte (im Vergleich zu ESSM und SM-2/Aster 30), welche Konfiguration weißt der FK selbst auf (Antrieb, Suchkopf, Zielwirkung). Wenn ich davon ausgehe, dass SLX ein potenter FK für den erweiterten Selbstschutz wird, aber aufgrund der Stückzahlen durch beispielsweise SLM ergänzt werden sollte, sind die zwei FK als Ersatz von einem (ESSM) sinnvoll, weil dadurch eine Harmonisierung mit den Heeresbeständen erfolgt und damit insgesamt größere Stückzahlen vorgehalten werden können (auch größere Produktionskapazitäten), oder ist ESSM als einzelner FK die bessere Variante? Konkrete Antworten gibt es nicht, solange nicht mehr Daten bekannt sind.
Zitat:Was ich so interessant finde um mal auch die Brücke zur CAMM Mr zu schlagen, ist die Frage ob die Einführung von Flugkörpern welche nicht den bisherigen Layern entsprechen sondern sich dazwischen bewegen (bezogen auf Leistung und Packdichte), neue Optionen öffnen. Ggf werden das auch Rohrkrepierer oder aber lösen den ESSM Layer ab, da dieser qualitativ nicht mehr ausreicht.
In Anbetracht der großen Erfahrungswerte und der in meinen Augen konsequenten Weiterentwicklung fällt es mir schwer, gerade bei ESSM eine qualitative Lücke zu sehen, in die ein neuer FK so einfach hineinstechen könnte. Die Gründe habe ich im Beitrag zuvor genannt.
