14.04.2026, 23:21
(14.04.2026, 22:26)Helios schrieb: Die 16 Zellen hat die F126 bekommen, um über ESSM hinaus noch weitere FK einrüsten zu können. Das war als Aufwuchsfähigkeit aber logischerweise unbestimmt und mit Blick auf das Aufgabenspektrum weniger für eine weiterreichende Flugabwehr angedacht, sondern tendenziell eher in Richtung ASW oder insbesondere LA. Nicht ohne Grund hat man das VLS auch in Strike-Länge beschafft. Aber prinzipiell wäre auch eine weiterreichende Flugabwehr eine Möglichkeit.
Womit wir wieder zur SLX und der Frage kommen ob diese wenn dualpackfähig, eine sinnvollere Ergänzung zur ESSM darstellt als SM2 oder Aster. Wenn man als Ziel >32 AAW Flugkörper oberhalb von RAM annimmt ergeben sich z.B. folgende Optionen:
6x4 ESSM = 24
6x2 SLX = 12
4 VLS Plätze übrig für Torpedos
6x4 ESSM = 24
10x1 Aster 30 B1NT = 10
Die Fragen die es zu beantworten gilt:
- ist der Unterschied zwischen ESSM und SLX groß genug um überhaupt darüber nachzudenken?
- ist die Kombination aus geringerer Leistung der SLX, dafür aber der doppelten Zahl an Flugkörpern und der Option 4 Torpedos mitzuführen ausreichend um sich gegen Aster (SM2) und für SLX zu entscheiden, wenn beide Optionen ihre Berechtigung haben?
Vermutlich können wir in Ermangelung der Daten der SLX die Frage heute noch nicht abschließend klären. Das Beispiel zeigt aber auch ein wenig auf, wie sich die Entscheidung der Beladung auf die gesamtverteidigungsfähigkeit auswirken kann. Nun kann man argumentieren, dass die Torpedos auch als Deckstarter kommen könnten, hier verliert man dann aber wiederum Seezielflugkörper usw.
Was ich so interessant finde um mal auch die Brücke zur CAMM Mr zu schlagen, ist die Frage ob die Einführung von Flugkörpern welche nicht den bisherigen Layern entsprechen sondern sich dazwischen bewegen (bezogen auf Leistung und Packdichte), neue Optionen öffnen. Ggf werden das auch Rohrkrepierer oder aber lösen den ESSM Layer ab, da dieser qualitativ nicht mehr ausreicht.
