14.04.2026, 13:25
(14.04.2026, 11:17)DopePopeUrban schrieb: Die Kosten der Bedrohung selber spielen dabei so gut wie keine Rolle, das ist auch ein Fehlschluss der in den Medien in Bezug auf die Drohnen-Thematik häufig gezogen wird. Sollte es mal eine 15 Euro Billigdrohne geben, die mit Sprengstoff bestückt werden kann und die 1.000km/h fliegt, würde man die (sofern möglich) trotzdem mit einer ASTER 30 bekämpfen. Denn die kostet vielleicht 2mio Euro pro Stück, der Schaden durch die Drohne vielleicht aber 20mio oder 200mio.Die Kosten von Angriffs- und Abwehrwaffe zu vergleichen ist kein "Fehlschluss", sondern ein übergeordneter volks-/kriegswirtschaftlicher Aspekt, der den Gesamtverlauf beeinflusst. Den (nicht nur finanziellen) Wert des zu verteidigenden Angriffsziels muss man natürlich auch im Auge haben, aber ein Fehlschluss ist, dass man die jeweils andere Rechnung einfach ignorieren könne. Idealerweise kann man also ein wertvolles Ziel, das mit einer günstigen Waffe angegriffen wird, auch mit einer günstigen Waffe verteidigen, denn andernfalls hat man bald keine Mittel mehr um die nachfolgenden günstigen Waffen zu bekämpfen, die der Gegner durch sein ökonomisches Vorgehen "ansparen" konnte.
Die Kosten der Abwehrwaffen zu ignorieren entspricht allenfalls den Interessen von deren Herstellern.
