11.04.2026, 16:37
(10.04.2026, 20:43)Leuco schrieb: Ist schon etwas her das ich mich damit beschäftigt habe. War es nicht so dass die F126 zwei Boote in Länge XY seitlich mitführen kann und ein weiteres in einer etwas längeren Ausführung unter dem Hubschrauberdeck? Wenn ich mich da richtig erinnere könnte sich die Max. Länge auf die untere Bucht beziehen.
Die Seitenbuchten können auf jeden Fall 12m, ich meine irgendwas bezüglich bis zu 15m unter dem Flugdeck mal gehört zu haben, aber offiziell ist 3x12m und alle 3 mit den gleichen Booten ausgestattet, die auch von allen Positionen aus eingesetzt werden können.
Auf die 12m an den Seiten kommt man alleine schon dadurch, da sich hinter diesen toren auch der Abstellbereich von insgesamt 4 20ft Containern befindet, was bedingt, das dort 2 Container hintereinander reinpassen, nach aktuellen Infos.
(11.04.2026, 14:38)DopePopeUrban schrieb: Aber mal ein paar News
Ist bislang in der deutschsprachigen Presse noch nicht angekommen aber die F127 Diskussion hat anscheinend wieder Fahrt aufgenommen. In einem vor einigen Tagen veröffentlichten Artikel von Marineschepen soll berichtet worden sein, dass es anscheinend Zweifel im BMVg hinsichtlich der AEGIS Basis der F127 geben soll.
So schreibt Defensayseguridad unter Berufung auf Marineschepen.nl:
https://defensayseguridad.es/alemania-re...atas-f127/
Näheres konnte ich bislang nicht dazu herausfinden.
Ich glaube, das es sich dabei um Niederländisches Wunschdenken handelt, das Deutschland zu FuAD und Thales Nederlands zurückkommt.
Da ist die Kacke v.a. bei Damen inzwischen ziemlich am Dampfen: Deutschland entzieht Damen die F126 und kauft auch kein Thales Nederlands mehr(seit K130 Los.2) und Belgien überlegt sich, aus ähnlichen Gründen, aus der ASWF zurückzuziehen/ eine Übergangslösung zu kaufen.
Natürlich gibt bei solchen Entscheidungen auch immer Zweifel und Gegner , wie z.B dich, in dem Artikel gibt es auch das Zitat:
Übersetzt:
Zitat:Ein (Premium-)Artikel, der gestern, am 10. April, vom niederländischen Portal veröffentlicht wurde marineschepen.nl, unter dem Titel “Duitse twijfel über Amerikaanse systemen op nieuwe fregatten” (Deutsche Zweifel an amerikanischen Systemen auf den neuen Fregatten), hat eine Debatte in den Vordergrund gerückt, die in deutschen Verteidigungskreisen seit Monaten, wenn auch diskret, präsent ist.
Da sind unter anderem auch wir gemeint, glaube ich. Da ich aber kein marineschepen Abo habe kann ich das nicht abschließend klären.
Für einen Weiteren Kurswechsel ist es bei der F127 jedoch zu spät, wenn wir die Schiffe vor 2040 haben wollen, da das Projekt schon relativ weit fortgeschritten ist und wir uns weit zurückschmeißen würden wenn wir jz sagen wir wollen doch kein AEGIS.
(11.04.2026, 16:17)DopePopeUrban schrieb: Das wäre ja letzten Endes eine der großen Hürde. Die gesamte Marine ist um das amerikanische VLS-Lfk-Ökosystem gebaut, heißt ein Umschwung wäre keine leichte oder schnelle Aufgabe. Was natürlich ein vergleichsweise kleiner Preis wäre, immerhin gibt es mögliche Alternativen was ein ausgesprochener Luxus ist, aber wenn europäische Souveränität nicht als must-have sondern nur als nice-to-have angesehen wird, weil man noch fest an die transatlantische Partnerschaft glaubt, wäre das eben ein Argument, es nicht zu tun.
Der Mensch hat ein ausgesprochenes Talent dafür, Dinge erst dann zu tun wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.
Das Problem ist auch, man ist den Goldstandard(Mk41) gewohnt und müsste signifikante Fähigkeitseibusen in kauf nehmen. Man würde von einem Universallauncher auf ein rein für wenige Franz. Flugkörper ausgelegtes VLS gehen.
Außerdem würde man sich ausschließlich von den Franzosen abhängig machen, was die eigene Munition angeht und dabei die Perspektive aufgeben müsste mit der IRIS-T Familie im Mk41 zumindest teilweise in der Munition unabhängig zu werden.
Die Franzosen, die eh schon zu wenig Fertigungskapazität haben und diese auch nicht skaliernen können ist das nächste hindernis.
Leider hat die Deutsche Politik was Rüstung angeht die Franzosen als schlechteren und unzuverlässigeren Partner erlebt als die Amis, was schon viel sagt.
(11.04.2026, 16:17)DopePopeUrban schrieb: Die zweite große Hürde, die darin sehe, ist unsere geliebte heimische Rüstungsindustrie. Denn die verdient sich am Geschäft mit amerikanischen Rüstungsunternehmen dumm und dusselig in dem sie gerne als Wanze/Türöffner agiert. An vielen Produktionsabläufen sind Rheinmetall, Hensoldt, Diehl usw ja selber beteiligt, da wird eine Abkehr von diesen Produkten nicht gerne gesehen werden. Wir Leben hier ja leider in einer Dystopie indem ein Unternehmenschef ein Mitspracherecht in der Sicherheitspolitik des Staates hat.
Dreh das Argument mal um die deutsche Rüstungsindustrie Ist in den meisten Projekten(auch mit den Amis wie du gesagt hast) tief involviert und welcher Politiker will nicht die eigene Industrie und Wirtschaft unterstützen. Deshalb haben viele dieser Chefs auch ein gewisses Mitspracherecht in der Sicherheitspolitik.
Aus Sicht der deutschen Politik wäre das Ganze durch französische Rüstungskonzerne zu ersetzen Ziemlich sinnbefreit, da man sich von Leuten abhängig machen würde, die seit 2 Jahren sowohl die französische als auch die deutsche Regierung Geisel halten, was gemeinsame Projekte angeht. Dann ist es kein Wunder, dass man in Berlin sehr wenig Appetit darauf hat im Marinebereich auf französische Waffen zu setzen.
