09.04.2026, 00:21
(08.04.2026, 01:01)DopePopeUrban schrieb: Zumindest für MCM-Einheiten und Ähnliches wäre das der Fall, stimmt.Damit wären wir wieder bei der Debatte, ob der Spagat der MUsE zwischen Tender und amphibischen Drohnenträger so sinnvoll ist. Aber für eine Abwägung F125 vs. F128 müssen wir von der am wahrscheinlichsten zu erwartenden Ausführung ausgehen, denn wenn wir's uns aussuchen dürften, käme ja weder die A-200, noch die MUsE.
Wobei man sich dann natürlich auch fragen kann, oh man dann nicht Extraschritt geht und MUsE gleich selber dazu befähigt.
Zitat:-> „ASW-Verband“ meint einen Verband aus Schiffen dessen Aufgabe es ist, U-Boote aufzuspüren und zu bekämpfen.Für mich waren diese beiden Begriffe bisher deckungsgleich. Was du als "Verbands-ASW" bezeichnest, ist für mich einfach militärischer Geleitschutz durch ASW-Einheiten, meinetwegen auch "Geleit-ASW". Aber das ist für mich nur eine Nebenaufgabe der Deutschen Marine, die nicht für die konzeptionelle Flottenzusammenstellung relevant sein sollte, auch wenn sie natürlich im Bündnis auch von uns geleistet werden würde und sich gerade dafür auch eine Einheit wie die F128 anbieten würde. Nur halt eben mit Schiffen, die wir für andere Konzepte beschafft haben. Geleitschutz sehe ich bei uns da eher in der Form des mehrdimensionalen Schutzes von Einzelfahrern (Versorger), zivilen Konvois u.ä.
-> „Verbands-ASW“ (was glaube ich besser mit Geleit-ASW zu übersetzen ist) meint den Vorgang, ein Hochwertasset wie einen Träger oder ein Amphib während seiner Operation, die nicht ASW ist, vor U-Booten lokal und gerichtet zu schützen.
Zitat:Damit ist der ASW-Verband ein selbst bezweckter Verband der doktrinal ins Area ASW geht (obgleich nicht sonderlich effizient) wohingegen Verbands-ASW nur als Mittel zum Zweck dient um ein Asset zu schützen oder dieses von A nach B zu bringen.Ja, es bringt Unterschiede mit, aber für mich sind die nicht so erheblich. Allenfalls könnte man sagen, braucht es für UxV im Geleit-ASW besonders darauf abgestimmte Muster, die mit dem Verband mithalten können. Da das bei militärischen Verbänden nicht so einfach sein dürfte, fällt das mMn vorerst raus. Seedrohnen für Geleitaufgaben kommen daher für mich nur beim zivilen Geleit in Frage, wo sie aber nur selten wirkliche Vorteile bringen, während sie trotzdem schnell an ihre Leistungsgrenzen kommen. In ihrer Auslegung sollten sie sich also an der originären U-Jagd orientieren.
Das erwähne ich deswegen extra, weil das natürlich deutlich unterschiedliche Implikationen auf Art und Anforderung der zu verwendenden USV/UUV bedingt.
Ich bin ja auch nur ein Fan von MEKO S-X der technischen Konzeption wegen. Den doktrinalen Ansatz, mit dem sie beworben wird, teile ich nicht, zumindest nicht für unsere Marine.
Zitat:Damit muss ein UUV ebenfalls vor allem lange loitern können und dabei möglichst ausdauernd sein. Quasi eine semi-mobile Sonarboje mit deutlich mehr Sonarleistung, die am Rande der schiffseigenen Detektionslimits gemächlich umher schwimmt. Das lässt sich mit UUV in der 12m Klasse mEn problemlos bewerkstelligen, da der Großteil der nautischen Anforderungen in Punkto Reichweite und vor allem Geschwindigkeit entfallen.Und da habe ich halt eine völlig andere Einschätzung, was zeitnah Seedrohnen dieser Größenordnung zu leisten in der Lage sein werden.
Zitat:Der Fall, den du skizzierst, wäre hingegen USV/UUV im Kontext von Verbands-ASW bzw. Geleit-ASW.Nein, da wären die Effekte nur noch problematischer. Ich sehe sie aber auch im U-Jagd-Verband als gegeben an.
Zitat:Wenn dem nicht so wäre, würden wir und unsere europäischen Partner keine Unsummen in MADs investieren.Häh? Ich sag' doch nicht, dass kein MAD gebraucht wird, sondern dass der nicht mit jedem Schiff, dass er schützt, bzw. mit dem er zusammenwirkt, per Flaggen auf Sicht kommunizieren muss. Die können sich schon etwas mehr voneinander entfernen. Wie weit, hängt von der Kombination der Waffen und Sensoren ab. Aber eine Fregatte mit ESSM und ein MAD mit SM-2&6, die zusammen im Verband wirken, können schon ganz erhebliche Abstände zwischen sich lassen und so einen Verband auch dislozieren.
Du weißt, ich sehe da auch Grenzen und würde andere Konzepte dazu vorsehen, aber ganz so schwarz/weiß, wie du es siehst, ist es dann auch wieder nicht.
Zitat:Es gibt schon teils deutliche Unterschiede in der Sonarleistung dieser verschiedenen Plattformen. UxV würden deutlich kleiner und deutlich leistungsschwächere Systeme vorhalten und zudem noch hauptsächlich passives Sonar verwenden, da diese Systeme und diese Betriebswert weniger Energie benötigt.Nicht zwingend. Je größer und ausdauernder die Drohne, desto leistungsstärker die Sensoren. Deshalb setze ich ja auch große Seedrohnen, die eben nicht von Fregatten transportiert werden können. Damit sie eine ausreichende Leistung und Ausdauer bieten können.
Zitat:Kriegt die F125 aber mit der SLM bereitsNoch ist das nicht sicher.
(08.04.2026, 19:19)Milspec_1967 schrieb: Spricht vehement für long Range MPA UAV, wie MQ9... Nur größer.aka EuroMALE RPAS.
Zitat:Manchmal frage ich mich, warum man nicht versucht, eine Bombardier unbemannt als MPA zu entwickeln.Weil die Vorteile eines dedizierten UAV erheblich sind und nicht die fliegende Zelle das herausfordernde an einem UAV ist.
