Gestern, 14:36
(Gestern, 07:27)Kul14 schrieb: Konfiguriere ich die Schiffe für eine AAW Rolle sind 24 ESSM, 16 Iris-T SLX und 8xSM 2 möglich. Das entspricht ziemlich genau der typischen Bewaffnung der F124. Und übrigens auch der einer Arleigh Burke in diesem Bereich...Nur dürfte die A-200 sensorseitig gegenüber diesen wohl zurück bleiben. Gerade eine SM-2 sehe ich auf der A-200 noch nicht, im Gegensatz zur F126, auf der man den FK mMn hätte einplanen sollen.
(Gestern, 07:29)Leuco schrieb: Nachdem sich im Strang der F126 und hier tonnenweise Beiträge über die Notwendigkeit eines Flugkörpers oberhalb der ESSM finden, wirkt es etwas seltsam nun dagegen zu argumentieren.Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass das Schiff diesen FK auch sinnvoll einsetzen kann. Es hängt also an der Sensorik, die wir auch noch nicht kennen.
(Gestern, 09:39)Helios schrieb: ... zum anderen gibt es eine viel zu große Fokussierung auf die Bewaffnung der Schiffe mit unnötig überhöhten Anforderungen daran, obwohl dies für die Leistungsfähigkeit und Standfestigkeit auch in intensiven Szenarien nur ein Teilaspekt ist, der in meinen Augen sogar hinter anderen Punkten (Sensorik, EloKa-Fähigkeiten, usw.) bei der Priorisierung zurück stehen sollteEs scheint halt die Sensorik und EloKa-Ausstattung noch schwerer einschätzbar zu sein als es die kurzfristig realisierbaren Bewaffnungsoptionen sind. Denn das, was dahingehend auf der A-200EN verbaut wurde, entspricht eher nicht einer realistischen Ausstattung für die Deutsche Marine. Und die ältere A-200AN kombiniert ältere Saab-Radare mit einem Umkhonto-VLS, so dass wir daraus auch nicht so viel ableiten können hinsichtlich der Möglichkeiten zur Kombination eines Mk.41 mit aktuellen AESA-Radaren auf der A-200DEU.
Die Bewaffnungsoptionen lassen sich halt (für Außenstehende wie uns) anhand der physikalischen Grenzen des Entwurfs eher greifen. Ich weiß, für dich bedeutet das, wir sollten es einfach nicht diskutieren....
Zitat:sofern die Schiffe mit 2*8 MK41 und dem marinetypischen 2*RAM kommen sehe ich mit Blick auf die Selbstverteidigung in intensiven Szenarien keine großartigen Defizite für alle realistischen Operationen, auch solchen, die außerhalb des erweiterten Schutzes einer Verbandsflugabwehr erfolgen.Ich würde dem auch nicht widersprechen, zumal die Einschränkung "realistische Operationen" ja schon beinhaltet, dass die von z.B. DPU und mir vertretenen Szenarien und Konzepte außen vor bleiben. Weil sie realistisch betrachtet ohnehin nicht von der Marine geplant sind. Deshalb sage ich ja auch immer wieder, dass man bei der Beurteilung des A-200 unterscheiden sollte zwischen der realistischen Betrachtung und dem Wunschkonzert: Ich würde mir einen U-Jagd-Zerstörer statt der F126 wünschen. Die A-200 ist aber keiner und wird auch nicht als solcher eingesetzt werden. Also wäre es nicht sinnvoll, aus ihr einen machen zu wollen, indem man sie mit Waffen vollstopft, für deren sinnvollen Einsatz sie gar nicht befähigt ist. Aus der F126 könnte man theoretisch einen machen, wird man aber auch nicht tun.
Zitat:Wie bereits gesagt, wichtiger sind für mich andere Fragen.Aber sprechen die nicht hinsichtlich der Ausstattung eher allgemein gegen die A-200 aufgrund der Grenzen, die dieser Basis-Entwurf mit sich bringt?
Ausgehend von der hier halbwegs konsensualen Mindestbewaffnung (2*8Mk.41/8xAShM/2xMk.49/1xHaupt- und 2xNebengeschütz), der dafür und für den ASW-Kernauftrag erforderlichen Ausstattung (BHS/TAS/HMS etc.) sowie einer diesem Paket und der Bedrohungslage angemessenen EloKa-Ausstattung: Lässt sich das alles in dem Grundentwurf realisieren, ohne dass man Zulauf-verzögernde Anpassungen vornehmen muss? Daran zweifle ich und stelle mir dann halt schon die Frage, wo man hier Zugeständnisse machen wird.
(Gestern, 11:38)Helios schrieb: Die Fokussierung auf weitreichende FK impliziert, dass diesen eine besondere Rolle oder Notwendigkeit zur Selbstverteidigung innewohnt, dem ist aber nicht so. Sie sind ein sinnvolles, aber nicht zwingendes Glied einer Kette an Maßnahmen. ... zum einen müsste geklärt werden, ob eine frühzeitigere Bekämpfung tatsächlich möglich wäreSie können meiner Ansicht nach je nach Bedrohungslage schon relevant werden. Nur sehen die realistischen Einsatzszenarien keine Situationen vor, in denen eine ASW-Fregatte sich ohne Verbandsschutz in eine solche Lage begeben würde. Deshalb wäre der obere Layer auf dem Schiff nur dann erforderlich, wenn es sich eben um "U-Jagd-Zerstörer" handeln sollte, die in solchen Szenarien autark operieren können müssen.
Für eine ASW-Fregatte ist das nicht erforderlich, da geben ich dir Recht.
Wenn man hier nun einplant, einen FK über ESSM einzusetzen, dann ist das mMn nicht so sehr relevant für den ASW-Auftrag, sondern eher für Geleitschutzaufgaben und vor allem als "Hilfs-AAW-Fregatte" in Aspides-ähnlichen Operationen.
(Gestern, 10:01)Leuco schrieb: Einem Konsens bei dem Bedarfen gibt es meine ich hier nicht, das geht weit auseinander siehe die Diskussionen um Sea Fire, ASW Zerstörer etc. Ich selbst könnte mir sogar 8 Mekos als Dauerlösung vorstellen.Vorstellen könnte ich mir das auch, nur wird es dann umso wichtiger, dass einerseits diese Schiffe für ein konkretes Aufgabenspektrum ausgelegt werden, das sie dann auch gut erfüllen können, und außerdem der Rest der Flottenplanung dazu passt. Deshalb ist es mir auch so wichtig, dass die A-200 eine potente Begleitschutzeinheit wird, damit sie die anderen Klassen von dieser Aufgabe entlasten kann.
Ich sehe halt die Zukunft im ASW nicht mehr in der klassischen ASW-Fregatte wie sie aktuell als F128 geplant zu werden scheint. Dementsprechend sollte diese Aufgabe mMn nur eine Zwischenstation für diese Klasse sein. Anders als andere hier halte ich sie allerdings auch in der Ostsee nicht für einen Ersatz der K130, sondern nur für eine Ergänzung, ebenso wie sie in anderen Einsatzräumen eine Ergänzung für bestimmte Aufgaben sein kann, insbesondere halt im Geleitschutz. Denn der erfordert weitestgehend die gleichen Fähigkeiten wie die einer klassischen ASW-Fregatte, während man dafür nicht auf den ganzen Schnickschnack einer intensivnutzbaren, modularen Mehrzweckeinheit wie der F126, die Aufklärungsfähigkeiten einer K130 oder das Leistungsspektrum einer F127 angewiesen ist.
Sollten wir also letztlich 8x F128 erhalten, wird sich daraus primär die Frage ergeben, welche Klasse dann das eigentliche Aufgabenprofil der F126 übernehmen wird. Denn das ist ja eben nicht das, wozu die F128 geeignet sein wird, nur weil man die F126 u.a. auch für die U-Jagd einsetzen wollte. Man wird also entweder trotzdem eine F126 brauchen, wenn auch dann vielleicht überarbeitet, oder man muss die F125 entsprechend nachrüsten. Theoretisch bliebe noch die Möglichkeit, mehr F127 zu beschaffen und diese als Universaleinheit zu verwenden. Letzteres wäre dann der berühmte High/Low-Mix und mMn nicht sonderlich effizient, wenn auch effektiv.
