Vor 3 Stunden
(Vor 3 Stunden)alphall31 schrieb: Für was brauch ich dann noch Essm wenn ich Iris T habe oder auch anders herum ?
Auf dem Deck würden noch viele davon Platz finden. Ich denke 16 Stck. könnten evtl möglich sein. Das ist von der Magazintiefe zu wenig um ESSM zu ersetzen. Die ESSM ist auf Seaskimmer spezialisiert und ist in diesem Bereich sehr stark. Die Abfanghöhe und Reichweite ist aber geringer, die Suchkopftechnologie anfälliger. SLX bringt eingeschränkte BMD Potentiale mit. Beide Systeme würden sich insgesamt ergänzen (auch wenn es Überschneidungen gibt) und das Schiff autark robuster machen.
Mir geht es hier darum die geschaffenen Fakten zu akzeptieren (Meko läuft zu, AAW Fähigkeiten der Marine bleiben noch auf Jahre unterentwickelt) und Überlegungen anzustellen wie man damit bestmöglich umgeht. Das Iris T System wird in irgendeiner Form auf die F125 kommen und stünde damit als Option auch für andere Einheiten zur Verfügung. Dass das alles nicht super nice ist, ist ja klar.
(Vor 3 Stunden)DopePopeUrban schrieb: Pragmatismus?
Also ich nenne sowas Schadensbegrenzung.
Die Kunst ein sehr großes Autsch in ein weniger großes Autsch zu verwandeln.
Pragmatisch wäre es mMn, diese Schiffe entweder nicht zu beschaffen oder sie schnellstmöglich wieder auszuflotten. Sie brauchen wertvolle Personalressourcen, Trainingskapazitäten, Liegeplätze und Wartungsslots und das für eine im besten Fall halbwegs ausreichende und im schlimmsten Fall unzureichende Befähigung.
Es ist nicht pragmatisch sich einen Polo zu kaufen und den mit riesen Aufwand mit einem V12 auszustatten, um damit in Le Mans anzutreten. Das wäre der größtmögliche Aufwand bei kleinstmöglichem Ergebnis. Und das alles wegen ein paar nörgelnden Rüstungslobbyisten?
Einfach mal den Mut haben, Unfug nicht einfach so hinzunehmen und retroperspektivisch einzudämmen, sondern das Problem stattdessen verhindern bevor es überhaupt entsteht. Täte der Marine in vielen Belangen mal ganz gut.
Ja das kann man auch Schadensbegrenzung nennen, da die Flottenplanung insgesamt verhunzt ist. Das bekommt man nun aber nicht mehr geregelt ohne unsere Verteidigungsfähigkeit zu gefährden. Den Fakt dass die Schiffe zulaufen müssen wir akzeptieren, auch wenn einzelne sich hier andere Alternativen vorstellen.
Den Vergleich mit dem Polo halte ich für reine Polemik, welche in keiner Weise auf den Vorschlag zutrifft. Der Vorschlag beinhaltet ein bestelltes Schiff mit einer Option auszurüsten, welche parallel bereits für eine andere Fregatte zulaufen wird. Wo ist hier der größtmögliche Aufwand? Wo der Anspruch hier eine Art AAW Zerstörer zu generieren (Le Mans Vergleich)? Es geht darum den Eigenschutz zu verbessern und dies mit einem Mittel welches ohne Zeitverzug, hohe Kosten, oder sonstigen negativen Folgen umgesetzt werden könnte (wenn Platz ausreichend ist). Die Schiffe werden mindestens einige Jahre im Einsatz sein und wenn es hart auf hart kommt auch im heißen Einsatz. Hier wünsche ich unseren Soldaten den unter den gegebenen Umständen bestmöglichen Schutz. Es wird in der Praxis niemandem helfen zu sagen dass man das alles vor 15 Jahren mal hätte anders planen sollen.
