Gestern, 15:36
(Gestern, 15:01)DopePopeUrban schrieb: Das wäre dann der Fall, wenn der zeitliche Rahmen des Projektes ebenfalls eine entsprechende Flexibilität bietet. Das ist ja aber nicht der Fall. Auslieferung 2029 steht geschrieben und die Begünstiger des Projekts werden auch IOC im selben Jahr fordern.
Du bist ja der Ansicht, dass die A-200DEU auch langfristig eine Rolle in der Flotte spielen soll und auch entsprechende Anpassungen daher rechtfertigbar sind, dass könnte sich das Ministerium im Falle einer Beschaffung aber nicht erlauben. Die freigegeben Mittel für dieses Beschaffungsvorhaben zielen auf eine (initiale) Interimslösung ab 2029 ab, um die "Fähigkeitslücke" der nicht zugelaufenen F126 zu decken. Zeit darüber kann man sich nicht nehmen, da man so entgegen dieser Zielsetzung handeln würde.
Wie rechtfertigt man eine milliardenschwere Investition in ein früher zulaufendes Alternativprodukt, wenn dieses Alternativprodukt zeitgleich mit dem Ursprungsprodukt zuläuft? Ich glaube das wäre die mit Abstand teuerste "Realer Irrsinn" Produktion in der Geschichte von Extra3.
Insofern ergeben sich solche Fragen mEn überhaupt nicht. Alles was figurativ gesprochen nicht schon Gestern bestellt wurde, fällt für diese Schiffe, zumindest vorerst, aus.
Sofern man bis dahin Mk41 Blöcke organisiert bekommt, wird es vermutlich bei 64x ESSM B2 bleiben.
Da meine Kritik an diesen Schiffen hauptsächlich eine Zusammenfassung von bekannten Kritikpunkten an anderen Klassen ist und sowohl hier wie auch im ursprünglichen F126-Ersatz Thread entsprechend formuliert wurde, halte ich diesen Vorwurf für haltlos. Ich will dir dein Gefühl nicht absprechen, aber der Großteil der hier vorgebrachten Kritiken finden sich teilweise 1-1 in den F125/F126/F127 Strängen wieder.
Als Wunschkonzert. Nicht als reale Tatsache.
Im Gegenteil, ich halte es ja aktuell nicht einmal für realistisch, dass IRIS-T im großen Stil in der Marine eingeführt wird, geschweige denn SYLVER oder ASTER.
Tendenziell fällt eine Gewichtszulage mittschiffs deutlich weniger auf als im Vorschiff, maximal die Höhe über der Wasserlinie könnte hier zu verschärften Limits in der Seitenlage führen. Das halte ich für unproblematisch.
Man kann AAW-Fähigkeiten mEn so nicht durch verstärkte ASuW-Fähigkeiten ausgleichen. Dafür müsste die angreifende Einheit a) selber durch Tyrfing verwundbar sein, b) muss eine Bekämpfung möglich sein und c) muss die angreifende Einheit wissen, dass sie durch Tyrfing bedroht wird.
Zwar können Aufklärungssysteme auf lange Distanzen häufig bestimmte Kontaktarten erkennen, aber nicht die spezifische Schiffsklasse. Man kann eines Radarechos, den jeweiligen Emissionen, Kommunikationsdaten falls vorliegend sowie eventuell hydroakustische Merkmale und Doktrinspionage deduzieren, was man da ungefähr auf seinem Schirm hat. Fregatte, Kreuzer, Amphib, Versorger. Teilwiese auch mit Rückschlüssen auf dessen Staatszugehörigkeit, was mal mehr mal weniger spezifische Rückschlüsse auf die vorliegende Einheit zulässt. Üblicherweise lassen sich konkrete Identitätsbestätigungen verschiedener Einheiten aber meist nur rückwirkend ermitteln, bspw über öffentliche Nachrichten, Funkverkehr bei Rettungsversuchen oder eben wieder Spionage.
Im Moment des Angriffs weiß ein Angreifer also mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass er da gerade eine Fregatte angreift. Er weiß aber vermutlich nicht Welche, weshalb er auch nicht von möglichen Gegenmaßnahmen abgeschreckt werden kann. Selbst wenn alle diese Informationen bekannt sind im übrigen, denn je nach Situation können natürliche Gegebenheiten oder einfach plumper Mut ebenfalls Gegenschläge verhindern. Selbst wenn Schiffe oder Landstellungen in Reichweite von Tyrfing liegen würden, müsste unsere A-200 diese Position erstmal kennen bevor sie entsprechend zuschlagen kann. Sofern sie überhaupt dazu kommt, ihre Sensorik ist ja nicht auf AAW getrimmt und bietet auch entsprechend weniger Frühwarnzeit oder Analysetiefe. Also müsste dafür eine externe Sensorquelle gegeben sein, die auch Nahe genug am Angreifer ist um diesen Aufzuspüren. Was bei Schiffen noch einigermaßen machbar sein sollte, aber wenn Gelände ins Spiel kommt, wird das schon wieder schwierig auf Distanz. Sofern feindliche EW-Assets oder Luftdeckung etc gegeben ist, ohnehin.
Also kurzum, mehr offensive Fähigkeiten können den Mangel an defensiven luftseitigen Fähigkeiten nicht revidieren. Das gilt für jeden MSC, nicht bloß für die A-200. Auch wenn ich deinen Gedankengang dahingehen durchaus nachvollziehen kann.
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https://de.wikipedia.org/wiki/Fregatte_128
Also von einer Vergrößerung ist da jetzt nicht die Rede.
Aber der Artikel ist auch n bisschen merkwürdig. In der englischen Fassung soll die Klasse angeblich CMS-330 und AEGIS erhalten, was man einem Artikel zur F127 belegen möchte, in dem die A-200DEU nicht erwähnt wird.
Eine Erweiterung speziell für IRIS-T Fähigkeiten halte ich persönlich für unwahrscheinlich. Es gibt ja noch kein IRIS-T VLS und bislang wurde auch keins angekündigt. Wenn TKMS eine entsprechende Bewaffnung angeboten hätte, würde man das ja wahrscheinlich in der Presse irgendwo finden, bislang aber auch da nichts.
IDAS hat soweit ich weiß kein VLS, das ist ein Einsatz den man in einem Torpedorohr unterbringen kann. Ob man den vergleichsweise schnell in ein VLS umwandeln kann, wüsste ich jetzt nicht. Zumal IDAS mit rund 20km kommunizierter Reichweite und ihrer Guidance ja auch kein richtiger Mehrwert wäre.
Ja das ist echt komisch hier: https://de.wikipedia.org/wiki/MEKO_200#cite_note-16 war noch die Rede mit Bezug auf den Hauptartikel bzw Defence-Network aber dort steht davon nichts mehr. Auf andere Quelle kann ich dich aber leider nicht verweisen.
Bei Iris-T meinte ich eher die Integration in MK41 und dadurch die Möglichkeit von mehr als 16 Zellen. Eine Navalisierung und Integration von Startbehältern für Iris-T wie auf der 125 angestrebt sehe ich nicht, da beides zusammen mit MK41 eine viel schwierigeres Unterfangen darstellen würde ..
Bei IDAS wiederum meinte ich die Erweiterung Mitschiffs für Platz die die Container benötigen und als Bsp. für etwaige Module gemeint.
