01.04.2026, 14:10
(01.04.2026, 11:55)DopePopeUrban schrieb: Das ganze ist ein Kommentar von Michaela Veers, kein wirklicher Sachbericht.
Darin wird hauptsächlich die Frage aufgeworfen, wie die verschiedenen Fregattenprojekte der deutschen Marine zusammenpassen. Kritisiert wird die generelle Sprunghaftigkeit und Kopflosigkeit, mit dem strukturelle Planungen entweder nicht konsequent umgesetzt werden oder gar nicht erst vorhanden sind. Des weiteren stellt sie die Frage, wo die Marine überhaupt hin will und wer eigentlich die treibende Kraft hinter all diesen verschiedenen Beschaffungen sei.
https://marineforum.online/fregattenplan...-gefallen/ (paywall)
Sie wirft die Frage auf, inwiefern die verschiedenen Beschaffungsvorhaben aus der selben Feder entstammen können, obgleich sie sich in ihrem Kern widersprechen würden. So seien laut Veers Projekte wie die A-200DEU und F127 grundsätzliche Gegenteile zueinander, die auf einer Gesamtstruktur einer Flotte fraglich seien.
Zum Schluss stellt sie noch die Frage in den Raum, ob es nicht weniger spezialisierte Rümpfe und dafür mehr low end Produkte geben solle.
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In dem Artikel sind ein paar Ungereimtheiten und es sind auch reichlich Annahmen darin vorhanden, im Kern stimme ich ihr aber tatsächlich zu. Ich kritisiere ja schon länger, dass die Marine keine Ahnung hat, wohin sie will und was sie dafür können muss und der Beschaffungs-Flickenteppich den wir hier neuerdings sehen, scheint das zu bestätigen.
Wenn sich die Komposition der Flotte hyperbolisch gesprochen alle zwei Wochen ändert, hat man sich mMn im Vorfeld nicht genug damit befasst. Die strategischen Realitäten in der die Flotte existieren muss, sind jetzt seit wieviel?... fast 4 Jahren bekannt und unverändert. Solange nicht wirklich plötzlich Land unter ist, gibt es mMn keine Ausrede dafür, nochmal spontan alles über den Haufen zu werfen. Wenn sich die strategischen Rahmenbedingungen nicht ändern, ändert sich auch die Flottenstruktur nicht. Wenn doch, dann hat man es vorher nicht richtig gemacht.
Generell muss man ja sagen dass die Rahmenbedingungen in den letzten Jahren sich schon massiv geändert haben… und man die Planungen öfter nachsteuern muss…
In Verbindung mit den langen Projektlaufzeiten von 10 Jahren ist das einfach tödlich…
nichts desto trotz muss man einfach Pläne in der Schublade haben…
diese müssen nach der aktuellen Weltlage einfach folgende Aspekte berücksichtigen!
Bündnisverteidigung und Einsatz in Nordsee, Ostsee, Atlantik und Mittelmeer!
Schwerpunkt AAW und ASW
Unbemannte Systeme UAV und USV als standalone Systeme oder zur Unterstützung der bemannten Systeme!
Mehr Flaggenstöcke nötig
Einheiten müssen durchsetzungsfähig und durchhaltefähig sein!
Abhängigkeit zu usa sollte reduziert werden und europäische Kooperationen vorangetrieben werden!
Die angedachte flottenplanung erfüllt da theoretisch schon recht viel… mit diversen Nachteilen und Einschränkungen!
8 große AAW Einheiten F127 mit begrenzten ASW Fähigkeiten (Abhängigkeit usa)
8-12 ASW Einheiten mit begrenzten AAW Fähigkeiten (absehbar 3 Klassen mit Vor und Nachteilen und Unsicherheiten)
6-8 K130
12-18 x LUSV
8-12 U212 Boote
12 x MPA -> Nachfolgesystem aus Europa (aktuell usa)
12 x UAV/MPA -> MQ9 und Nachfolgesystem EuroMale (aktuell usa)
30-50 Helikopter
40 x CB90 (Einsatz in Nord und Ostsee und Schutz)
6 x Tender Nachfolger (stimmiges Konzept?!)
6 x grosse Versorger/EGV (Probleme mit Tankern)
