29.03.2026, 15:02
(28.03.2026, 20:18)Broensen schrieb: Aus echtem Interesse: Wir würdest du es denn einschätzen?
Im Bereich der kritischen Dienstposten vielleicht ein Verhältnis von 1:1,5 bis 1:2 für ein europäisches LHD, bei der QE etwas mehr. Aber das ist sehr grob verallgemeinert, eigentlich zu grob, um daraus eine wirkliche Erkenntnis zu ziehen. Das größere Problem bei solchen Gedanken ist in meinen Augen nicht der Betrieb der Schiffe selbst, sondern der notwendige Aufbau der damit in den Einsatz zu bringenden Einheiten (Luft/See/Land, je nach Zielsetzung).
Zitat:Es ging mir bei der Annahme aber nicht um "typische Einsatzprofile" (...) Da hätten dann Kipprotoren einen Vorteil, unter Inkaufnahme einer geringeren Ausdauer im Einsatzraum. Oder sind die da so katastrophal, dass Dipping gar keine Option wäre?
Es muss um die typischen Einsatzprofile gehen, ein Tauchsonar funktioniert nicht anders wenn es unter einem Kipprotor hängt, die entsprechenden Verfahren bleiben also die gleichen und müssen berücksichtigt werden. Und ja, im Schwebeflug sind Kipprotoren desaströs ineffizient im Vergleich zu Hubschraubern. Ich betonte es immer wieder, es handelt sich um Flugzeuge mit den Start-Lande-Eigenschaften von Hubschraubern, nicht um Hubschrauber mit den Flug-Eigenschaften von Flugzeugen. Für die hohen Reichweitenleistungen ist es zwingend notwendig, die energieintensive (und im übrigen kritischere) Schwebeflugphase so kurz wie möglich zu halten, was beim Einsatz eines Tauchsonars so nicht funktioniert. Daher die Einschätzung, dass deine Vorstellung so gar nicht funktioniert (hätte ich die Zeit, würde ich es dir exemplarisch durchrechnen
).Zitat:nur weil bspw. eine F-35B zur U-Boot-Jagd wenig sinnvoll erscheint.
Warum sollte die F-35B zur U-Jagd nicht sinnvoll sein? Natürlich trägt sie nicht selbst etwas zu ASW bei, allerdings kann sie den Verbandsschutz sehr deutlich erweitern, insbesondere wenn es um Aufklärung und Bekämpfung von Bedrohungen OTH geht, die von dem Einsatzverband rein schiffsgestützt so nicht greifbar sind.
