28.03.2026, 12:01
A)
Erst einmal zur Diskussion um den Artikel der Washington-Post:
Daher nochmal ausführlicher:
die Vorräte an präzisen Wirkmitteln sind begrenzt. Und die Arsenale leeren sich deutlich schneller als die Produktion erfolgt.
1. Zum Nachlesen über die "Qualität":
Der Merkur übernimmt den Bericht seiner Partnerseite Washington Post:
2. Quantität - ja, "dumme Bomben" für regelrechte Bombenteppiche haben die USA genug.
Aber was werden die bewirken?
Im WK II. waren die großen Städte "im Reich" nur noch ruinenhafte Hausskelette. Und trotzdem hat die Waffenproduktion - ich hatte das am Beispiel der Me 262 aufgeführt - in den letzten Jahren und Monaten vor der Kapitulation einsame Spitzenwerte erreicht.
Ein so großes Land wie der Iran lässt sich nicht in die Steinzeit zurück bomben. Und - wie im WK II auch - das diktatorische Regime sitzt fest im Sattel. Da helfen auch punktuelle Rebellionen nichts. Da müsste eine massive Bodenintervention erfolgen, um den Iran "zu drehen".
Jetzt kann man noch als letzten "Notanker" an eine atomare Bombe denken, die hat doch damals in Japan auch ... und damit wären wohl die paar Kilogramm angereichertes Uran, die bei Isfahan vermutet werden, auch gleich in der Luft zerblasen.
Ernsthaft? Den Gedanken sollte man gleich gar nicht erst aufkommen lassen und in die Tonne treten.
B)
Dann aber im Anschluss an https://www.forum-sicherheitspolitik.org...#pid287661:
Wenn man nun die perspektivische Frage stellt, wie es weiter gehen könnte:
1.
Saudi-Arabien hat - wie Israel - das Interesse, den Iran "möglichst klein" zu halten. Dazu braucht es einen Erschöpfungskrieg, in dem sich auch der Iran mittel- und langfristig verausgabt.
Dass dabei im "Nebeneffekt" die anderen Golfstaaten leiden, tut den Saudis nicht unbedingt weh. Im Gegenteil
2.
Die Emirate, Bahrain, Katar und Kuwait sollten Interesse daran haben, dass der Krieg möglichst rasch beendet wird. Es könnte sogar sein, dass sie auf Seite der Saudis, Israels und der USA eingreifen, wenn das mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu einem raschen Kriegsende führt.
3.
Das Konzept mit "US-Stützpunkten auf eigenem Territorium" hat als Sicherheitskonzept nicht funktioniert. Im Gegenteil: dadurch wurden die US-Stützpunkte, von denen aus der Iran angegriffen wurde, zu legitimen Zielen und damit wurden die Golfstaaten ungewollt zu "Frontstaaten".
Man kann jetzt (ich hatte den Begriff "Schweiz" schon genannt) die Schweiz zum Vorbild nehmen und seitens dieser Golfstaaten eine ausdrücklich bündnisfreie Neutralitätspolitik betreiben. Damit hat sich die Schweiz ja die Involvierung in zwei Weltkriege erspart. Dazu müssten die US-Stützpunkte so schnell wie möglich aufgelöst und geräumt werden. Das schließt starke eigene Kräfte (nach dem Muster der Schweiz) nicht aus.
Man kann sich aber auch alternativ andere Partner suchen, die ebenfalls die regionalen Konflikte "neutral" begleiten, und nicht darin involviert sind. Israel scheidet aus. Aber es gibt zwei oder drei Staaten, die hier als Partner "infrage" kommen: alphabetisch wären das Indien, Pakistan (mit China im Hintergrund) und die Türkei.
Wer noch an Russland denkt - das scheidet als zunehmend intensiverer Bündnispartner des Iran eher aus.
Ach ja - und dann
4.
Je näher die nächsten Wahltermine rücken, je mehr Särge und (Schwerst-)Verwundete in die USA zurück fliegen, je teurer der Sprit an den US-Tankstellen wird, desto drängender wird der Ruf in den USA werden, den Krieg zu beenden.
DT könnte noch eine verheerende Bomberwelle lostreten, dann behaupten, der Job sei erledigt - und zur Besänftigung seiner MAGA-Gefolgschaft sogar die US-Stützpunkte am Golf räumen. "Der Job der USA ist getan - jetzt können sich andere um den Rest (die Brandwache) kümmern".
Und - blub - sitzt die EU mit im Boot: Minenräumen usw. ...
Darauf sollten wir uns vorbereiten. Und dafür braucht es möglichst gute Beziehungen zu möglichst vielen Ländern "vor Ort", ohne selbst in diesen Schei..krieg involviert zu werden.
Und damit ich das auch noch schreibe: die Interessen der beiden Staaten, die den Überfall los getreten haben, gehen mir inzwischen am verlängerten Rückgrat vorbei.
Erst einmal zur Diskussion um den Artikel der Washington-Post:
(28.03.2026, 10:05)Nightwatch schrieb:hör bitte auf, meine Aussagen mit Scheinargumenten zu bestreiten, die an meinen Aussagen vorbei gehen und diese negieren. Möglicherweise habe ich mich auch nicht verständlich genug ausgedrückt. Das wäre mein Fehler. Und aus den verlinkten Berichten scheint es auch nicht deutlich geworden zu sein.Zitat:1. es lässt sich nicht mehr beliebig eskalieren - an Quantität, nicht an QualitätDas ist eine schräge Schlussfolgerung. ...
QF hat das völlig richtig skizziert, die US Bomberflotte allein wäre angesichts der bestehenden Luftüberlegenheit ohne Weiteres in der Lage mit relativ Flugzeugen viele Dutzend JDAM zielgenau gegen iranische Infrastruktur einzusetzen.
Da gibt es keinen Flaschenhals und diese Munition ist auch nicht ansatzweise irgendwie alle. Im Gegenteil, es wird eine gute fünfstellige Zahl an JDAM bevorratet und die Produktionsraten liegen über dem was die Amerikaner und Israelis gerade über dem Iran abladen.
...
Daher nochmal ausführlicher:
die Vorräte an präzisen Wirkmitteln sind begrenzt. Und die Arsenale leeren sich deutlich schneller als die Produktion erfolgt.
1. Zum Nachlesen über die "Qualität":
Der Merkur übernimmt den Bericht seiner Partnerseite Washington Post:
Zitat:Amerikas Munition wird knapp: Folgenschwere Entscheidung des Pentagons bedroht Ukraine-Hilfe
Das Pentagon erwägt, für die Ukraine bestimmte Waffen in den Nahen Osten umzuleiten. Der Krieg gegen Iran zehrt an US-Munitionsbeständen. Eine Analyse.
...
2. Quantität - ja, "dumme Bomben" für regelrechte Bombenteppiche haben die USA genug.
Aber was werden die bewirken?
Im WK II. waren die großen Städte "im Reich" nur noch ruinenhafte Hausskelette. Und trotzdem hat die Waffenproduktion - ich hatte das am Beispiel der Me 262 aufgeführt - in den letzten Jahren und Monaten vor der Kapitulation einsame Spitzenwerte erreicht.
Ein so großes Land wie der Iran lässt sich nicht in die Steinzeit zurück bomben. Und - wie im WK II auch - das diktatorische Regime sitzt fest im Sattel. Da helfen auch punktuelle Rebellionen nichts. Da müsste eine massive Bodenintervention erfolgen, um den Iran "zu drehen".
Nebenbei: "Klerikale Herrschaftsstrukturen" haben wir übrigens in Europa auch - der Vatikan ist das Extrembeispiel einer absolutistischen "klerikalen Wahlmonarchie".
Jetzt kann man noch als letzten "Notanker" an eine atomare Bombe denken, die hat doch damals in Japan auch ... und damit wären wohl die paar Kilogramm angereichertes Uran, die bei Isfahan vermutet werden, auch gleich in der Luft zerblasen.
Ernsthaft? Den Gedanken sollte man gleich gar nicht erst aufkommen lassen und in die Tonne treten.
B)
Dann aber im Anschluss an https://www.forum-sicherheitspolitik.org...#pid287661:
Wenn man nun die perspektivische Frage stellt, wie es weiter gehen könnte:
1.
Saudi-Arabien hat - wie Israel - das Interesse, den Iran "möglichst klein" zu halten. Dazu braucht es einen Erschöpfungskrieg, in dem sich auch der Iran mittel- und langfristig verausgabt.
Dass dabei im "Nebeneffekt" die anderen Golfstaaten leiden, tut den Saudis nicht unbedingt weh. Im Gegenteil
2.
Die Emirate, Bahrain, Katar und Kuwait sollten Interesse daran haben, dass der Krieg möglichst rasch beendet wird. Es könnte sogar sein, dass sie auf Seite der Saudis, Israels und der USA eingreifen, wenn das mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu einem raschen Kriegsende führt.
3.
Das Konzept mit "US-Stützpunkten auf eigenem Territorium" hat als Sicherheitskonzept nicht funktioniert. Im Gegenteil: dadurch wurden die US-Stützpunkte, von denen aus der Iran angegriffen wurde, zu legitimen Zielen und damit wurden die Golfstaaten ungewollt zu "Frontstaaten".
Man kann jetzt (ich hatte den Begriff "Schweiz" schon genannt) die Schweiz zum Vorbild nehmen und seitens dieser Golfstaaten eine ausdrücklich bündnisfreie Neutralitätspolitik betreiben. Damit hat sich die Schweiz ja die Involvierung in zwei Weltkriege erspart. Dazu müssten die US-Stützpunkte so schnell wie möglich aufgelöst und geräumt werden. Das schließt starke eigene Kräfte (nach dem Muster der Schweiz) nicht aus.
Man kann sich aber auch alternativ andere Partner suchen, die ebenfalls die regionalen Konflikte "neutral" begleiten, und nicht darin involviert sind. Israel scheidet aus. Aber es gibt zwei oder drei Staaten, die hier als Partner "infrage" kommen: alphabetisch wären das Indien, Pakistan (mit China im Hintergrund) und die Türkei.
Wer noch an Russland denkt - das scheidet als zunehmend intensiverer Bündnispartner des Iran eher aus.
Ach ja - und dann
4.
Je näher die nächsten Wahltermine rücken, je mehr Särge und (Schwerst-)Verwundete in die USA zurück fliegen, je teurer der Sprit an den US-Tankstellen wird, desto drängender wird der Ruf in den USA werden, den Krieg zu beenden.
DT könnte noch eine verheerende Bomberwelle lostreten, dann behaupten, der Job sei erledigt - und zur Besänftigung seiner MAGA-Gefolgschaft sogar die US-Stützpunkte am Golf räumen. "Der Job der USA ist getan - jetzt können sich andere um den Rest (die Brandwache) kümmern".
Und - blub - sitzt die EU mit im Boot: Minenräumen usw. ...
Darauf sollten wir uns vorbereiten. Und dafür braucht es möglichst gute Beziehungen zu möglichst vielen Ländern "vor Ort", ohne selbst in diesen Schei..krieg involviert zu werden.
Und damit ich das auch noch schreibe: die Interessen der beiden Staaten, die den Überfall los getreten haben, gehen mir inzwischen am verlängerten Rückgrat vorbei.
