28.03.2026, 12:00
(27.03.2026, 13:09)Kongo Erich schrieb: Das sind durchaus gewichtige Argumente - aber lassen sich nicht für alle dieses "Apps" (ist das das richtige Wort?) nicht auch europäische Alternativen finden?Auf dem Papier lässt sich für alles Alternativen finden. In der Realität sprechen wir von der öffentlichen Verwaltung: In Deutschen Landen schon Millionen Mitarbeiter in zehntausenden Einrichtungen, die vernetzt und voneinander abhängig hunderte, teils obskure Applikationen bespielen, von denen der Laie noch nie etwas gehört hat.
Wieso muss ich US-Betriebssysteme (zB aus der Familie Windows NT) nutzen, wenn es auch offene Systeme gibt, die nicht der US-Kontrolle unterliegen?
Dazu kommt eine Öffentliche IT, die sowieso schon nicht die allerbesten Mitarbeiter für sich begeistern kann und zudem unterbesetzt und unterfinanziert ist. In aller Regel ist sie bereits gut damit beschäftigt, die bestehende Architektur kompatibel und am Laufen zu halten sowie rechtliche Änderungen rechtzeitig einzuspeisen. Gleichzeitig wird der Themenkomplex Digitalisierung seit Jahr und Tag verschleppt. Und obendrein wird sie aktuell auch noch durch die Implementierung KI-gestützter Automatisierung überrollt.
In solch einer Situation dann noch vertraute Umgebungen in den Wind zu schießen und auf Nischenprodukte auszuweichen für die es deutlich weniger (vor allem institutionalisiertes) Wissen gibt, ist schierer Wahnsinn und wäre nur mit erheblichen Einschnitten hinsichtlich der Effizienz der öffentlichen Verwaltung möglich. Und um die steht es bekanntlich ohnehin schon nicht besonders gut umd es milde auszudrücken.
