28.03.2026, 00:38
(27.03.2026, 18:08)Quintus Fabius schrieb: Allgemein:ich denke diese Probleme hängen ursächlich zusammen:
Ein wesentliches Problem in diesem Kontext ist meiner Meinung nach, dass der ach so achtungswürdige Wertewesten nicht beliebig so eskalieren kann, wie es notwendig wäre.
Der Krieg im Iran ist erneut so sauber und chirurigisch präzise wie ein Krieg überhaupt nur sein kann. Ma vergleiche das mit früheren Kriegen, die nicht mal ansatzweise diese Wirkmöglichkeiten und Wirkmittel hatten.
Das zweite wesentliche Problem ist die Idee, mit dem iranischen Regime jetzt überhaupt noch eine Art Deal schließen zu wollen. Das ergibt keinen Sinn. Stattdessen müsste man jetzt, wo man die Sache nun mal zum Krieg entwickelt hat, diesen richtig führen und als erstes die gesamte kritische Infrastruktur des Iran zerlegen, innerhalb weniger Stunden. Allein schon um (analog zu Gaza als psychologischem politischen Instrument) die eigene Handlungsfähigkeit / Kriegsfähigkeit / Gewaltfähigkeit zu beweisen.
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Die "Unkenrufe", dass der Iran-Krieg die USA militärisch auch über die aktuellen Kampfhandlungen hinaus schwächen könnte, nehmen vernehmlich zu:
Zitat:Pentagon schlägt Alarmund (auch unter Bezug auf die Washington Post)
Materialeinsatz der USA lässt sogar Russland und China aufhorchen
Aktualisiert am 27.03.2026, 17:56 Uhr
Der Iran-Krieg könnte die USA militärisch auch über die aktuellen Kampfhandlungen hinaus schwächen: In nur vier Wochen haben amerikanische Streitkräfte mehr als 850 Tomahawk-Raketen verschossen. Die Folgen könnten auch Russland und China zugutekommen.
Der Krieg gegen Iran entwickelt sich zu einem kostspieligen Unterfangen für die USA. Amerikanische Streitkräfte haben binnen vier Wochen mehr als 850 Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert – eine Verbrauchsrate, die interne Diskussionen im Pentagon ausgelöst hat.
Die Dimension wird erst im Kontext deutlich: Jährlich werden lediglich einige Hundert dieser Präzisionswaffen hergestellt. Ein Pentagon-Beamter bezeichnete die Anzahl der im Nahen Osten verbliebenen Tomahawks als "alarmierend niedrig". Ohne Gegenmaßnahmen nähere sich das Pentagon dem "Winchester"-Status – Militärjargon für "keine Munition mehr", schreibt die "Washington Post".
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Zitat:+++ 12:51 Pentagon alarmiert: USA gehen die Tomahawk-Raketen aus +++
Das US-Militär hat in den vier Wochen des Krieges mit dem Iran mehr als 850 Tomahawk-Marschflugkörper abgefeuert und damit diese Präzisionswaffen in einem noch nie dagewesenen Tempo verbraucht. Entsprechend sind einige Vertreter des Pentagon alarmiert und diskutieren, wie man den Vorrat aufstocken könnte. Das berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf mit dem Verfahren vertraute Personen. Die Raketen, die von Schiffen und U-Booten der Marine abgefeuert werden können, sind seit ihrem ersten Einsatz während des Golfkriegs ein fester Bestandteil der Angriffe des US-Militärs. Jährlich werden jedoch nur wenige Hundert Stück hergestellt, was bedeutet, dass das weltweite Angebot begrenzt ist. Tomahawks werden unter anderem deshalb geschätzt, weil sie eine Reichweite von mehr als 1500 Kilometern haben, wodurch sich die Notwendigkeit verringert, amerikanische Piloten in gut verteidigten Luftraum zu entsenden. Das Pentagon hat dem Bericht zufolge die Anzahl der eingesetzten Tomahawks verfolgt und dabei zunehmend darauf geachtet, was der Verbrauch nicht nur für eine anhaltende Kampagne gegen den Iran, sondern auch für zukünftige Militäroperationen bedeutet. Ein Beamter bezeichnete die Anzahl der im Nahen Osten verbleibenden Tomahawks als "alarmierend niedrig", während ein anderer sagte, dass das Pentagon ohne Eingreifen bei seinem Vorrat an Tomahawk-Raketen im Nahen Osten kurz vor dem "Winchester" stehe - ein militärischer Slangausdruck, der "keine Munition mehr" bedeutet. ...
und daraus ergibt sich
1. es lässt sich nicht mehr beliebig eskalieren - an Quantität, nicht an Qualität
2. daraus kommt der Zwang von Uncle Donald, mit dem Regime einen "Deal" schließen zu müssen, bevor die Munition alle ist (zumal er ohnehin lieber "Dealer" als verlässlicher Partner ist) - und dazu im Kontext folgt
3. dass der Iran nicht einlenken wird, weil er sich ausrechnet, dass die Arsenale der USA eher erschöpft sind als seine eigenen (auch versteckten) Lagerbestände.
DAS Ist aufrüttelnd:
Donald Trumps Niederlage im Iran-Krieg
Zitat:Stand:26.03.2026, 10:35 Uhr
Der US-Präsident sitzt in der Falle. Offensive im Iran-Krieg würde ihn die Midterms kosten, einen Rückzug erlaubt Israel nicht. Nun bleibt nur Aussitzen.
US-Präsident Donald Trump hat seinen Krieg gegen das Mullah-Regime bereits verloren. Noch wehrt er sich mit der bekannten Kombination aus Drohungen und angeblichen Gesprächen, die ihn unberechenbar machen soll. Doch das Buhei kann nicht verschleiern, dass er keine sinnvollen Optionen mehr hat. Für ein gesichtswahrendes Ergebnis am Verhandlungstisch sind die Ajatollahs trotz aller Angriffe und Verluste noch immer zu stark.
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