27.03.2026, 13:32
(27.03.2026, 09:08)lime schrieb: Verträge zwischen Staaten werden doch am laufenden Band gebrochen. Ist doch nichts Ungewöhnliches. Damals lief zumindest in den Nachrichten dass diese Zusage getätigt wurde, aber ist halt schon lange nicht mehr von Interesse. Rußland hat auch keinerlei Möglichkeiten mehr die Wiedervereinigung rückgängig zu machen. Haben sie eben Pech gehabt.OT on:
Wer sich auf den Standpunkt stellt, dass "Verträge am laufenden Band gebrochen werden" und das hinnimmt, der braucht am Schluss gar keine Verträge mehr abzuschließen. Die sind dann eh weder das Papier noch die Tinte wert, mit denen sie geschrieben werden.
Wenn ich in dem Kontext "Europa" oder "Russland" (bitte mit "Doppel-s", der Name kommt nicht vom Ruß aus den Schornsteinen sondern von den Rus, den ehemals skandinavischen Händlern an den osteuropäischen Flüssen und deren Reichsgründungen) bin, dann zählt erst mal die Schlussakte von Helsinki, die jedem Staat eine freie Bündniswahl garantiert.
Und dann haben wir mindestens drei förmliche Verträge, in denen Russland die Unverletzlichkeit der ukrainischen Grenzen garantiert hat.
Und in solchen Fällen des Vertragsbruches gebietet es schon der Selbsterhaltungstrieb, dass dem Staat, der einen Vertrag bricht, Einhalt geboten wird - je eklatanter die Vertragsverletzung, desto eklatanter muss dann auch die Reaktion sein.
Sonst sind wir wieder beim ersten Absatz.
OT out
